Vodafone will Docsis 4.0 und Frequenzbereich bis 1200 oder sogar bis 1800 Mhz ausbauen.

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reneromann
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Re: Vodafone will Docsis 4.0 und Frequenzbereich bis 1200 oder sogar bis 1800 Mhz ausbauen.

Beitrag von reneromann »

robert_s hat geschrieben: 25.02.2026, 00:07
why_not hat geschrieben: 24.02.2026, 18:53 Das man das Netz für bestimmte Frequenzen gebaut hat und im Nachgang da jetzt rum pfuscht und viel höhere Frequenzen fährt.
Das blüht der Glasfaser auch schon irgendwann. Vielleicht, wenn man mal vom PON die Nase voll hat und mit DWDM weitermachen möchte, und man dann bemerkt, dass manche Fasern auf manchen Wellenlängen eine ganz merkwürdige Charakteristik haben. Vielleicht nennt man die ja dann "Bambusfasern" :wink:
Richtig - wobei: die meisten Fasern werden ja heutzutage in Leerrohre eingeblasen und sind daher auch ohne Tiefbau austauschbar - im Gegensatz zu den (ohne Leerrohr) direkt vergrabenen Kupferkabeln (egal ob Koax oder CuDa).
Insofern ist das Problem zumindest dort nicht ganz so groß, wie es derzeit bei Koax oder DSL ist.

Und soweit mir zumindest bekannt, unterstützen die derzeit verwendeten Fasern noch einiges mehr an Geschwindigkeit, als es bisher ausgerollt wurde...
Flole
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Re: Vodafone will Docsis 4.0 und Frequenzbereich bis 1200 oder sogar bis 1800 Mhz ausbauen.

Beitrag von Flole »

Soviel zur Theorie. Hier ist man beim einblasen nicht durchgekommen und musste daher nochmal buddeln. Und das nicht nur einmal.
robert_s
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Re: Vodafone will Docsis 4.0 und Frequenzbereich bis 1200 oder sogar bis 1800 Mhz ausbauen.

Beitrag von robert_s »

reneromann hat geschrieben: 25.02.2026, 00:28 Richtig - wobei: die meisten Fasern werden ja heutzutage in Leerrohre eingeblasen und sind daher auch ohne Tiefbau austauschbar - im Gegensatz zu den (ohne Leerrohr) direkt vergrabenen Kupferkabeln (egal ob Koax oder CuDa).
Insofern ist das Problem zumindest dort nicht ganz so groß, wie es derzeit bei Koax oder DSL ist.
Bei mir ist nix vergraben, alles im Erdrohr. Tut aber trotzdem keiner was neues rein. Also Rohre sind überbewertet.
reneromann hat geschrieben: 25.02.2026, 00:28 Und soweit mir zumindest bekannt, unterstützen die derzeit verwendeten Fasern noch einiges mehr an Geschwindigkeit, als es bisher ausgerollt wurde...
Das haben sie mit Koax und CuDA gemeinsam. Nur irgendwann reicht "einiges mehr" dann auch nicht mehr...
reneromann
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Re: Vodafone will Docsis 4.0 und Frequenzbereich bis 1200 oder sogar bis 1800 Mhz ausbauen.

Beitrag von reneromann »

Flole hat geschrieben: 25.02.2026, 00:31 Soviel zur Theorie. Hier ist man beim einblasen nicht durchgekommen und musste daher nochmal buddeln. Und das nicht nur einmal.
Lass mich raten - am Ende hat man aber die Faser trotzdem eingeblasen...
Bei uns hat's auch erst im zweiten Anlauf geklappt, allerdings ohne nochmal aufzubuddeln...
robert_s hat geschrieben: 25.02.2026, 00:42
reneromann hat geschrieben: 25.02.2026, 00:28 Richtig - wobei: die meisten Fasern werden ja heutzutage in Leerrohre eingeblasen und sind daher auch ohne Tiefbau austauschbar - im Gegensatz zu den (ohne Leerrohr) direkt vergrabenen Kupferkabeln (egal ob Koax oder CuDa).
Insofern ist das Problem zumindest dort nicht ganz so groß, wie es derzeit bei Koax oder DSL ist.
Bei mir ist nix vergraben, alles im Erdrohr. Tut aber trotzdem keiner was neues rein. Also Rohre sind überbewertet.
Dafür hab ich schon zu viel Telefon- und Koax-Kabel direkt in Erde gesehen...
Wenn es bei euch anders ist, dann herzlichen Glückwunsch...
robert_s hat geschrieben: 25.02.2026, 00:42
reneromann hat geschrieben: 25.02.2026, 00:28 Und soweit mir zumindest bekannt, unterstützen die derzeit verwendeten Fasern noch einiges mehr an Geschwindigkeit, als es bisher ausgerollt wurde...
Das haben sie mit Koax und CuDA gemeinsam. Nur irgendwann reicht "einiges mehr" dann auch nicht mehr...
Na ja - wir reden aber bei den heutigen Fasern noch von mindestens einem Faktor 50..100 gegenüber den heute angebotenen Geschwindigkeiten, von heute im Standard vorgesehenen aber noch nicht genutzten Sachen wie WDM mal ganz abgesehen.
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Re: Vodafone will Docsis 4.0 und Frequenzbereich bis 1200 oder sogar bis 1800 Mhz ausbauen.

Beitrag von gera121161 »

WDM ist noch besser und die zukunft
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Re: Vodafone will Docsis 4.0 und Frequenzbereich bis 1200 oder sogar bis 1800 Mhz ausbauen.

Beitrag von reneromann »

gera121161 hat geschrieben: 25.02.2026, 10:53 WDM ist noch besser und die zukunft
WDM wird bei heutigen PON- und AON-Anschlüssen bereits genutzt - man nutzt bereits unterschiedliche Wellenlängen für Up- und Download - sowie einige Anbieter verwenden noch eine 3. Wellenlänge auf der Faser für TV (RFoG-Signal)...
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Re: Vodafone will Docsis 4.0 und Frequenzbereich bis 1200 oder sogar bis 1800 Mhz ausbauen.

Beitrag von Besserwisser »

why_not hat geschrieben: 24.02.2026, 18:53 Das man das Netz für bestimmte Frequenzen gebaut hat und im Nachgang da jetzt rum pfuscht und viel höhere Frequenzen fährt.
Aber der Unterschied zwischen Klingeldraht und Koaxkabel ist schon bekannt, oder?

Übrigens funktionieren verdrillte Adernpaare prima in Netzwerkkabeln bei sehr hohen Übertragungsraten,
allerdings nur auf kurze Entfernungen.
Und über Koaxkabel werden in Funksende- und Empfangsanlagen noch weit höhere Frequenzen übertragen,
als jetzt im CATV verwendet werden.
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Re: Vodafone will Docsis 4.0 und Frequenzbereich bis 1200 oder sogar bis 1800 Mhz ausbauen.

Beitrag von robert_s »

reneromann hat geschrieben: 25.02.2026, 20:17 WDM wird bei heutigen PON- und AON-Anschlüssen bereits genutzt - man nutzt bereits unterschiedliche Wellenlängen für Up- und Download - sowie einige Anbieter verwenden noch eine 3. Wellenlänge auf der Faser für TV (RFoG-Signal)...
Es geht aber nicht darum, unterschiedliche Wellenlängen für unterschiedliche Richtungen oder Dienste herzunehmen, sondern für unterschiedliche Kunden, also PtMP-Netze ohne den TIME Division Multiplex betreiben zu können.

Und wenn die Google-AI mich nicht anlügt, sind Glasfasern aktuell für Wellenlängen von 850nm-1650nm ausgelegt. Wenn ich mir das Bild hier anschaue:

https://www.sorrentonet.com/what-is-dwdm-on-pon/

dann sind die Wellenlängen in diesem Bereich aber schon recht gut vergeben. Also super viel Reserve für künftige Weiterentwicklungen sehe ich nicht.
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Re: Vodafone will Docsis 4.0 und Frequenzbereich bis 1200 oder sogar bis 1800 Mhz ausbauen.

Beitrag von Flole »

Besserwisser hat geschrieben: 25.02.2026, 22:48 Und über Koaxkabel werden in Funksende- und Empfangsanlagen noch weit höhere Frequenzen übertragen,
als jetzt im CATV verwendet werden.
Koaxkabel ist halt nicht gleich Koaxkabel.
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Re: Vodafone will Docsis 4.0 und Frequenzbereich bis 1200 oder sogar bis 1800 Mhz ausbauen.

Beitrag von reneromann »

robert_s hat geschrieben: 26.02.2026, 00:59
reneromann hat geschrieben: 25.02.2026, 20:17 WDM wird bei heutigen PON- und AON-Anschlüssen bereits genutzt - man nutzt bereits unterschiedliche Wellenlängen für Up- und Download - sowie einige Anbieter verwenden noch eine 3. Wellenlänge auf der Faser für TV (RFoG-Signal)...
Es geht aber nicht darum, unterschiedliche Wellenlängen für unterschiedliche Richtungen oder Dienste herzunehmen, sondern für unterschiedliche Kunden, also PtMP-Netze ohne den TIME Division Multiplex betreiben zu können.
Erst einmal beschreibt WDM(A) [oder FDMA - denn Frequenz und Wellenlänge hängen über die jeweilige Lichtgeschwindigkeit im Medium zusammen] nichts weiter, als das verschiedene Nutzer das gleiche Medium gleichzeitig nutzen können.
Ein Splitting nach Up- und Download erfüllt das genau so, wie auch ein Splitting nach Nutzen (Daten + RFoG), wie aber auch das von dir benannte Splitting nach Kunden.
Und wenn die Google-AI mich nicht anlügt, sind Glasfasern aktuell für Wellenlängen von 850nm-1650nm ausgelegt.
Die Glasfasern selbst sind nicht für bestimmte Wellenlängen ausgelegt, sondern die Geometrie der Glasfaser (sowie die Biegeradien) geben die nutzbaren Wellenlängen aufgrund der notwendigen Totalreflexion vor.
Ich würde das also keinesfalls hart auf die von der KI ausgegebenen Zahlen begrenzen.
Wenn ich mir das Bild hier anschaue:

https://www.sorrentonet.com/what-is-dwdm-on-pon/

dann sind die Wellenlängen in diesem Bereich aber schon recht gut vergeben. Also super viel Reserve für künftige Weiterentwicklungen sehe ich nicht.
Na ja... das Eine sind die dort in der Grafik bereits aufgelisteten Kanäle - das Andere ist aber auch die Nutzung der Bandbreite an sich.
Effektiv moduliert man ja derzeit ein schmalbandiges Signal (und ja, das Datensignal ist viel schmalbandiger im Vergleich zur Lichtwellenlänge) huckepack auf die hochfrequentere Trägerwelle auf -- da ist noch Einiges an Luft nach oben.

Nur um das mal ungefähr vergleichbar zu machen: Wir reden da von mehreren 100 THz an Trägerwellenfrequenz, auf die man derzeit im einstelligen Gigahertzbereich aufmoduliert - das wäre ungefähr so, als würden wir uns Sorgen machen, dass uns die (TV-)Frequenzen im dreistelligen Megahertzbererich im Kabelnetz ausgehen würden, weil man zu viele einzelne Datenströme im einstelligen Kilohertzbereich übertragen möchte...
Das mal nur zur Einordnung, wie viel Luft da in Wirklichkeit noch ist -- und bei dieser Abschätzung kommen noch nicht mal verbesserte Modulationsverfahren zum Einsatz...