robert_s hat geschrieben: 26.02.2026, 00:59
reneromann hat geschrieben: 25.02.2026, 20:17
WDM wird bei heutigen PON- und AON-Anschlüssen bereits genutzt - man nutzt bereits unterschiedliche Wellenlängen für Up- und Download - sowie einige Anbieter verwenden noch eine 3. Wellenlänge auf der Faser für TV (RFoG-Signal)...
Es geht aber nicht darum, unterschiedliche Wellenlängen für unterschiedliche Richtungen oder Dienste herzunehmen, sondern für unterschiedliche Kunden, also PtMP-Netze ohne den TIME Division Multiplex betreiben zu können.
Erst einmal beschreibt WDM(A) [oder FDMA - denn Frequenz und Wellenlänge hängen über die jeweilige Lichtgeschwindigkeit im Medium zusammen] nichts weiter, als das verschiedene Nutzer das gleiche Medium gleichzeitig nutzen können.
Ein Splitting nach Up- und Download erfüllt das genau so, wie auch ein Splitting nach Nutzen (Daten + RFoG), wie aber auch das von dir benannte Splitting nach Kunden.
Und wenn die Google-AI mich nicht anlügt, sind Glasfasern aktuell für Wellenlängen von 850nm-1650nm ausgelegt.
Die Glasfasern selbst sind nicht für bestimmte Wellenlängen ausgelegt, sondern die Geometrie der Glasfaser (sowie die Biegeradien) geben die nutzbaren Wellenlängen aufgrund der notwendigen Totalreflexion vor.
Ich würde das also keinesfalls hart auf die von der KI ausgegebenen Zahlen begrenzen.
Na ja... das Eine sind die dort in der Grafik bereits aufgelisteten Kanäle - das Andere ist aber auch die Nutzung der Bandbreite an sich.
Effektiv moduliert man ja derzeit ein schmalbandiges Signal (und ja, das Datensignal ist viel schmalbandiger im Vergleich zur Lichtwellenlänge) huckepack auf die hochfrequentere Trägerwelle auf -- da ist noch Einiges an Luft nach oben.
Nur um das mal ungefähr vergleichbar zu machen: Wir reden da von mehreren 100 THz an Trägerwellenfrequenz, auf die man derzeit im einstelligen Gigahertzbereich aufmoduliert - das wäre ungefähr so, als würden wir uns Sorgen machen, dass uns die (TV-)Frequenzen im dreistelligen Megahertzbererich im Kabelnetz ausgehen würden, weil man zu viele einzelne Datenströme im einstelligen Kilohertzbereich übertragen möchte...
Das mal nur zur Einordnung, wie viel Luft da in Wirklichkeit noch ist -- und bei dieser Abschätzung kommen noch nicht mal verbesserte Modulationsverfahren zum Einsatz...