Einschnitte bei ARD und ZDF geplant

Hier wird über alle möglichen Medienthemen diskutiert, hauptsächlich Fernsehthemen, die nicht allein (oder gar nicht) Vodafone betreffen.
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V0DAF0N3
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Re: Einschnitte bei ARD und ZDF geplant

Beitrag von V0DAF0N3 »

Nun wurde ein Gutachten veröffentlicht, wonach die Umwandlung von COSMO möglicherweise gegen das WDR-Gesetz verstößt. Dem Gutachten zufolge müsste die Staatskanzlei NRW bzw. der Ministerpräsident überprüfen, ob der WDR mit seinem Programm die Vorgaben des Gesetzes erfüllt. Auch alle Menschen, die Rundfunkbeiträge zahlen, könnten den WDR demnach wegen eines Verstoßes verklagen. Unabhängig vom Gutachten steht aber bereits fest, dass der RBB zum 1. April kommenden Jahres aus der Kooperation aussteigt. Zu dem Datum soll auch die Umwandlung des Senders in 1LIVE STREET erfolgen.

Der WDR widerspricht dem Gutachten: „Der WDR könne seine Angebote frei gestalten und auf bestimmte Zielgruppen ausrichten.“ „Dies gilt auch für Cosmo, da der Gesetzgeber für das Angebot keine Zielgruppe festgelegt hat.

https://www.neuemedienmacher.de/aktuell ... wdr-gesetz
https://www.welt.de/kultur/medien/artic ... ender.html

Und irgendwie ist bei allen möglichen Vorhaben der Öffis ein gewisses Handlungsschema zu erkennen. Die Sender teilen Veränderungen mit, danach gibt es viele Petitionen und Aktionen und schlussenlich viel Debatte um nichts und es kommt, wie es kommt. Das ist ermüdend und fördert ganz sicher nicht die Akzeptanz. Wenn es nach mir ginge, würde ich als Sender daraus den dringenden Handlungsbedarf in Sachen Kommunikation ablesen und ableiten. Statt immer viele Menschen gegen sich aufzubringen wäre es aus meiner Sicht sinnvoller, in den Dialog mit dem Publikum zu treten. Die Mittel, Wege und Möglichkeiten hätte ein WDR wie alle anderen Sender auch. Nur komisch, dass man sich eher Richtung aussitzen verhält. Da würde pro-aktives Handeln sicherlich helfen. Aber offenbar meint der öffentlich-rechtliche Rundfunk, sich das so leisten zu können. Wenn das mal nicht nach hinten losgeht? ...
cka82
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Re: Einschnitte bei ARD und ZDF geplant

Beitrag von cka82 »

Der WDR hat sich, wie so viele Rundfunkanstalten innerhalb der ARD einfach zwanghaft in den Kopf gesetzt, dass alles unbedingt auf jung getrimmt werden muss und davon lässt man sich halt auch nicht abbringen. Merkt man doch auch am TV-Programm : Wenn Sendungen wegfallen, dann sind das in der Regel Sendungen für "ältere" Zuschauer, die dem WDR anscheinend nur noch als Geldlieferanten wichtig sind. Und seit längerem bekannt ist beim WDR ja schon, dass ältere eigentlich beliebte Moderatoren nach und nach vom Bildschirm verschwinden und dann meist irgendwelche unbekannten jüngeren den Platz einnehmen.
Und wie der WDR mit der "freien Gestaltung seiner Angebote" das Programm ruiniert, sieht man am deutlichsten bei Aktuellen Stunde, die mit Tagesschauthemen aufgefüllt wird und im besonderen bei der Lokalzeit. Wenn ich die Lokalzeit aus Duisburg (eigentlich eine Lokalzeit für Duisburg und den Niederrhein) einschalte, laufen da vielfach Beiträge, die überhaupt nichts mit der Region zu tun haben, so dass man sich lieber anderweitig informiert.
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Heiner
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Re: Einschnitte bei ARD und ZDF geplant

Beitrag von Heiner »

DLF und DLF Kultur von den Dammer Bergen (95,4 und 97,5) wurden mittlerweile abgeschaltet wie auch viele weitere Funzeln letzte Nacht.
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twen-fm
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Re: Einschnitte bei ARD und ZDF geplant

Beitrag von twen-fm »

Gestern wurde der Geschäftsbericht 2025 des ARD/ZDF/DLR-Beitragservice herausgegeben und dort wird angegeben, das 8,72 MILLIARDEN € im vorigen Jahr vom Rundfunkbeitrag eingezogen wurden! Ich glaube, diese Summe spricht für sich...die Herrschaften haben sehr viel mehr Geld zur Verfügung, als z.B. vor 20 oder 30 Jahren, aber seitdem wird immer an den falschen Stellen gespart, so sind nun einmal die Öffis in Deutschland. :x
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berlin69er
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Re: Einschnitte bei ARD und ZDF geplant

Beitrag von berlin69er »

Genau das ist ja mein Reden! Ich finde den ÖRR wichtig, weshalb ein Fortbestand für mich außer Frage steht.
Allerdings sehe ich nicht, dass er in der Lage wäre, alleine sein Sparpotential zu erkennen und vor allem nicht den Willen so zu sparen, dass der Programmauftrag erhalten bleibt.
Ich würde zunächst mal die Rücklagen für aktuell zu zahlenden Altersvorsorgen bzw. Renten von den Beitragszuflüssen trennen. Diese sollten dann über Zuschüsse der Länder getragen werden. Natürlich nur unter der Voraussetzung, dass zukünftige Mitarbeiter nur noch eine, wenn überhaupt angemessene zusätzliche Altersvorsorgeregelung erhalten, die dann den Einnahmen durch den Rundfunkbeitrag gerecht wird und damit auch getragen werden kann. So kann man sich aktuell dann nicht mehr rausreden, dass momentan so viel Beiträge wegen der Auszahlung der Altersvorsorge gebraucht würden.
Der Punkt davor muss aber sein, dass ein externer Wirtschaftsprüfer Einsparpotentiale offenlegt, mit der Prämisse am Programm selbst zuletzt zu sparen. Diese Prüfungen sollten keinesfalls einmalig sein, sondern jedes Jahr oder zumindest in regelmäßigen Abständen erfolgen.
Sollte diese Potentiale angemessen umgesetzt werden, kann man über Erhöhungen des Beitrags diskutieren.
Zudem müssen Verquickungen mit der Privatwirtschaft, wie z.B. bei „Rechercheverbünden“ genauer unter die Lupe genommen werden und klare Vorgaben geschaffen werden, wie oft es z.B. kostspielige Umbenennungen von Sendern geben darf.
Ich persönlich wäre sogar bereit mehr zu zahlen, wenn der ÖRR komplett auf Werbung verzichtet und sich bei Bietduellen, z.B. wenn es um Rechte für Fußballereignisse geht raushält. Eigentlich unverständlich, dass der ÖRR private Anbieter bei derartigen Rechten ausstechen darf. Das Geld scheint ja offensichtlich nicht knapp genug zu sein.
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tehabe
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Re: Einschnitte bei ARD und ZDF geplant

Beitrag von tehabe »

berlin69er hat geschrieben: 02.07.2026, 08:16 Allerdings sehe ich nicht, dass er in der Lage wäre, alleine sein Sparpotential zu erkennen und vor allem nicht den Willen so zu sparen, dass der Programmauftrag erhalten bleibt.
Wie soll es denn sonst gehen? Willst du für Millionen irgendwelche Unternehmensberate beschäftigen die einfach keine Ahnung haben?

Ich würde zunächst mal die Rücklagen für aktuell zu zahlenden Altersvorsorgen bzw. Renten von den Beitragszuflüssen trennen. Diese sollten dann über Zuschüsse der Länder getragen werden. Natürlich nur unter der Voraussetzung, dass zukünftige Mitarbeiter nur noch eine, wenn überhaupt angemessene zusätzliche Altersvorsorgeregelung erhalten, die dann den Einnahmen durch den Rundfunkbeitrag gerecht wird und damit auch getragen werden kann. So kann man sich aktuell dann nicht mehr rausreden, dass momentan so viel Beiträge wegen der Auszahlung der Altersvorsorge gebraucht würden.
Hier wäre ich persönlich eher für eine Integration in die gesetzliche Rentenversicherung. Auf der anderen Seite, solche Rücklagen muss jedes Unternehmen machen, welches solche Vereinbarungen trifft, und sie müssen aus den Einnahmen des Unternehmens beglichen werden.
Der Punkt davor muss aber sein, dass ein externer Wirtschaftsprüfer Einsparpotentiale offenlegt, mit der Prämisse am Programm selbst zuletzt zu sparen. Diese Prüfungen sollten keinesfalls einmalig sein, sondern jedes Jahr oder zumindest in regelmäßigen Abständen erfolgen.
Vielleicht hilft ja sparen gar nicht. Was soll der Wirtschaftsprüfer überhaupt prüfen? Kann der wirklich entscheiden, ob eine Ausgabe sinnvoll ist oder nicht? Wer stellt die Kriterien auf?
Zudem müssen Verquickungen mit der Privatwirtschaft, wie z.B. bei „Rechercheverbünden“ genauer unter die Lupe genommen werden und klare Vorgaben geschaffen werden
Das wäre ein extremer Eingriff in die Pressefreiheit der ÖRR, hier geht es um aufwendige Recherchen, tw. über die Ländergrenzen hinweg. Wer dem ÖRR hier reinreden will, will aus dem ÖRR ein Propaganda-Rundfunk machen.
Ich persönlich wäre sogar bereit mehr zu zahlen, wenn der ÖRR komplett auf Werbung verzichtet und sich bei Bietduellen, z.B. wenn es um Rechte für Fußballereignisse geht raushält. Eigentlich unverständlich, dass der ÖRR private Anbieter bei derartigen Rechten ausstechen darf. Das Geld scheint ja offensichtlich nicht knapp genug zu sein.
Nur wenn die WM-Spiele komplett hinter einer Paywall verschwinden sind auch wieder alle sauer.
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tehabe
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Re: Einschnitte bei ARD und ZDF geplant

Beitrag von tehabe »

twen-fm hat geschrieben: 01.07.2026, 17:12 Gestern wurde der Geschäftsbericht 2025 des ARD/ZDF/DLR-Beitragservice herausgegeben und dort wird angegeben, das 8,72 MILLIARDEN € im vorigen Jahr vom Rundfunkbeitrag eingezogen wurden! Ich glaube, diese Summe spricht für sich...die Herrschaften haben sehr viel mehr Geld zur Verfügung, als z.B. vor 20 oder 30 Jahren, aber seitdem wird immer an den falschen Stellen gespart, so sind nun einmal die Öffis in Deutschland. :x
Dafür müsstest du natürlich Belege anführen, vor 20 Jahren betrug die damalige Rundfunkgebühr 17,03 Euro, heutiger Rundfunkbeitrag 18,36 Euro und dieser Beitrag gilt seit 2021. Und entsprechend waren die Gesamteinnahmen eben auch schon 2014 bei 8,32 Mrd. Euro und 2021 bei 8,42 Mrd.
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Re: Einschnitte bei ARD und ZDF geplant

Beitrag von cka82 »

tehabe hat geschrieben: 02.07.2026, 08:31
berlin69er hat geschrieben: 02.07.2026, 08:16
Ich persönlich wäre sogar bereit mehr zu zahlen, wenn der ÖRR komplett auf Werbung verzichtet und sich bei Bietduellen, z.B. wenn es um Rechte für Fußballereignisse geht raushält. Eigentlich unverständlich, dass der ÖRR private Anbieter bei derartigen Rechten ausstechen darf. Das Geld scheint ja offensichtlich nicht knapp genug zu sein.
Nur wenn die WM-Spiele komplett hinter einer Paywall verschwinden sind auch wieder alle sauer.
Das ist trotzdem kein Grund, dass deshalb ARD/ZDF weiterhin automatisch die Rechte dafür erwerben müssen. Und komplett hinter der Paywall würde die WM eh nicht verschwinden, weil es sicher auch andere Free-TV-Sender geben würde, die sich da (Sublizenz-)Rechte kaufen würden.
Und es gibt inzwischen genug Sender, die genauso gut wie die ÖR Sport übertragen wie ProSieben Sat1, RTL/NITRO, DF1, EUROSPORT.
Und beim Thema Fußballrechte haben es ARD/ZDF in den letzten Jahren einfach massiv übertrieben. Es läuft ja auch ohne WM quasi ununterbrochen Fußball live bei den ÖR : 3.Liga, DFB-Pokal, Finaltag der Amateure, Länderspiele der Männer- und Frauennationalelf (Testspiele, Qualispiele, Nations League). Dazu noch der Erwerb völlig überteuerten Bundesligarechte von der DFL. Da kann und muss einfach dringend reduziert werden.
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Re: Einschnitte bei ARD und ZDF geplant

Beitrag von Hoppelhase »

Der Medienstaatsvertrag gibt vor, das alle Spiele mit deutscher Beteiligung sowie das Eröffnungsspiel, die Halbfinals und das Finale frei empfangbar sein müssen.
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berlin69er
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Re: Einschnitte bei ARD und ZDF geplant

Beitrag von berlin69er »

@Hoppelhase: was aber nicht bedeutet, dass es der ÖRR sein muss. Und dann stellt sich die Frage, wo denn die Grenze sein soll. Wenn die FIFA 1 Milliarde verlangen würde, müsste das dann auch bezahlt werden?

@tehabe: Es geht um Einsparungen bei Vorständen und Boni, die momentan in der Diskussion zu kurz kommen.
Und natürlich haben die ÖRR selbst kein Interesse so zu sparen, dass eine Nichterhöhung der Beiträge gerechtfertigt wäre. Es wird am Programm gespart, damit den Nutzern suggeriert wird, wenn der Beitrag so bleibt, fällt Programmvielfalt weg. Von anderen Sparpotentialen ist keine Rede.
Und was die Rechercheverbünde angeht: der ÖRR hat genug eigenes Potential, um unabhängig und umfassend zu recherchieren und zu berichten.
Ein Verbund mit einem privaten Anbieter, wie z.B. der SZ ist für mich aber eher der Eingriff in die Unabhängigkeit, die du beschrieben hast. Das ist für mich nicht sauber genug getrennt.
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