Genau da liegt doch aber die Emulation - statt ein komplettes Gerät mitsamt direktem Hardwarezugriff zu haben, wo der Zugriff quasi in Mikro- oder Nanosekunden passiert, nutzt man stattdessen eben eine Emulation dieses Hardware-Direktzugriffs auf das rPHY per Netzwerk...robert_s hat geschrieben: 27.03.2026, 17:31Da wird nichts emuliert. Den Unterschied wird wohl eher machen, ob die CMTS-Software den PHY lokal innerhalb von Mikrosekunden abfragen und umprogrammieren kann, oder remote 3-4 Größenordnungen länger dafür benötigt.reneromann hat geschrieben: 27.03.2026, 13:25 Wie soll das gehen, wenn man Hardware in Software emuliert?
Das Jitter-Problem entsteht durch die Emulation...
Im dümmsten Fall passiert der Spaß dann nicht mal auf realer Hardware, sondern virtualisiert in der Cloud, wo die Dienstequalität gar nicht gegeben ist...
Nicht nur da - wenn das vCMTS dann noch virtualisiert läuft, wird die Sache noch schlimmer, sofern die Hardware nicht exklusiv genutzt wird...Wenn bei der (v)CMTS <-> Remote-PHY Anbindung nicht auf die benötigte Dienstqualität geachtet wird, muss man sich über schlechte Ergebnisse nicht wundern.
Low-Latency-DOCSIS und vCMTS mit rPHY widersprechen sich eigentlich - denn jegliche Latenz zwischen vCMTS-Standort und rPHY sowie insbesondere Latenzen der Geräte dazwischen addieren sich alle (negativ) auf.Die beste Kompensation für den "Trägheitsnachteil" von Remote-PHY soll wohl Low Latency DOCSIS sein, aber das benötigt für das wichtigste Element Datenkapazität, die man mit Low Split bestimmt nicht hat.
Wenn das vCMTS dann nicht mal ortsnah liegt, wird es noch schlimmer...
Ein Teil sicherlich, aber alleine die Latenz der Netzwerkverbindung zwischen vCMTS und rPHY verhagelt halt die Gesamtlatenz.Also könnten die negativen Effekte daher rühren, dass Remote-PHY mit Low Split eher als Übergangsphase zum High Split angedacht ist, und das System für einen längerfristigen Low Split Betrieb eigentlich nicht angedacht war...