Vodafone will Docsis 4.0 und Frequenzbereich bis 1200 oder sogar bis 1800 Mhz ausbauen.

In diesem Forum geht es um den Ausbau des Kabelnetzes in vielerlei Hinsicht (allgemeiner Ausbau für Internet/Telefonie, EuroDOCSIS 3.0/DOCSIS 3.1, 862 MHz, Remote PHY, High Split, Segmentierungen...).
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reneromann
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Re: Vodafone will Docsis 4.0 und Frequenzbereich bis 1200 oder sogar bis 1800 Mhz ausbauen.

Beitrag von reneromann »

why_not hat geschrieben: 20.02.2026, 08:54
reneromann hat geschrieben: 19.02.2026, 23:46 Das eigentliche Problem ist aber, dass der Staat halt der Meinung war, dass die Privatwirtschaft das schon alleine irgendwie richten wird -- statt Glasfaser als staatliche Infrastruktur zu sehen, die man an ISP vermieten kann.
Ich weiß - hatten wir schon mal und nannte sich damals "Deutsche Bundespost"...
Man muss ja nur die vorgaben entsprechend setzen, dann ist das Modell Bundespost eh besser. Denn wenn der Auftrag nur bereitstellen von Dark Fiber ist und nicht der komplette end to end betrieb ist der Staat deutlich effizienter Unterwegs als die Privatwirtschaft je sein könnte.
Das haben in den 1990ern aber genug Leute ganz anders gesehen und kamen dann immer mit dem Argument, der Markt würde alles besser machen und die Bundespost wäre ja eh viel zu langsam und zu protektionistisch unterwegs (Stichworte: eigene Modems *bäh* und eigene Telefone würden ja auch gar nicht gehen)...

Das das bei Infrastruktur nunmal nicht def Fall ist, sieht man sowohl bei den Stromnetzen als auch bei den Telekommunikationsnetzen bis hin zur Eisenbahn (in Bezug auf die Strecken)...
why_not
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Re: Vodafone will Docsis 4.0 und Frequenzbereich bis 1200 oder sogar bis 1800 Mhz ausbauen.

Beitrag von why_not »

Ach das waren noch Zeiten als man geglaubt hat das Privatisierung irgendwas besser machen würde. 30 Jahre später wissen wir das alles erst auf verschleiß gefahren wird während sich die Führungsriege die Taschen voll macht und wenn das nicht mehr möglich ist extreme teuer wird oder der Steuerzahler Retten muss. Dagegen war selbst das Konzept DDR erfolgreich und das war ein totaler Reinfall :brüll:
robert_s
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Re: Vodafone will Docsis 4.0 und Frequenzbereich bis 1200 oder sogar bis 1800 Mhz ausbauen.

Beitrag von robert_s »

why_not hat geschrieben: 20.02.2026, 21:26 Ach das waren noch Zeiten als man geglaubt hat das Privatisierung irgendwas besser machen würde. 30 Jahre später wissen wir das alles erst auf verschleiß gefahren wird während
...heutzutage manche schon wieder vergessen haben, wie übel das mit der BundesPEST war, und in verklärten Erinnerungen schwelgen.
why_not
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Re: Vodafone will Docsis 4.0 und Frequenzbereich bis 1200 oder sogar bis 1800 Mhz ausbauen.

Beitrag von why_not »

robert_s hat geschrieben: 21.02.2026, 01:03
why_not hat geschrieben: 20.02.2026, 21:26 Ach das waren noch Zeiten als man geglaubt hat das Privatisierung irgendwas besser machen würde. 30 Jahre später wissen wir das alles erst auf verschleiß gefahren wird während
...heutzutage manche schon wieder vergessen haben, wie übel das mit der BundesPEST war, und in verklärten Erinnerungen schwelgen.
Na dann hau mal raus was noch schlimmer war. Entgeräte Freiheit wäre gleichstand, da Vodafone das nicht erlauben würde wenn sie gesetzlich nicht dazu gezwungen wären. Kosten kann man nicht vergleichen, da durch die politik festgelegt. Oder meinst du die würden BTX im Jahre 2026 wieder rauskramen und vor allem wie soll das gehen wenn deren einziger Auftrag darkfibre bereitzustellen ist?
Ich glaube du bist hier der mit verklärten Vorstellung.
petertxt
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Re: Vodafone will Docsis 4.0 und Frequenzbereich bis 1200 oder sogar bis 1800 Mhz ausbauen.

Beitrag von petertxt »

Edd1ng hat geschrieben: 18.02.2026, 20:27 Bei der Telekom sitzen in der Regel die Splitter (Spliced) im Nvt.
je nach Sachlage dann noch welche im Keller.
Bei XGS setzt man nun auch noch ein 2er im POP.

Der Grund der spliced Splitter im Nvt und Kaskadierung ist damit man die Glasfaser-TAL nicht anbieten kann um Technologie Wettbewerb wie damals zu ADSL2+ Zeiten zu verhindern.
Das Bitstrom Monopol seit VDSL will man so weiterführen.
Scheint so zu sein. Hier im Video sieht man bei der Telekom in München die 2-er Splitter im derselben Schrank gleich unterhalb von OLT. Bei GPON war nur die Hälfte der ports belegt. Bei XGS-PON werden alle benutzt. Auf jedem port 32 Haushalte.
https://www.youtube.com/watch?v=K_X3feEgEJM
Edd1ng
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Re: Vodafone will Docsis 4.0 und Frequenzbereich bis 1200 oder sogar bis 1800 Mhz ausbauen.

Beitrag von Edd1ng »

Harmonic also said it has wrapped a DOCSIS 4.0 "field validation" with Vodafone Germany.

:brüll:

Quelle https://www.lightreading.com/broadband/ ... video-cord
Speed Probleme mit deinem Gigabit Anschluss unter Windows ?
Lade dir diese Tool runter > Download
Als Admin starten.
Oben den Regler Connection Speed ganz nach rechts.
Unten Choose Settings auf Windows Default alternative Optimal
Apply Changes und reboot
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Re: Vodafone will Docsis 4.0 und Frequenzbereich bis 1200 oder sogar bis 1800 Mhz ausbauen.

Beitrag von robert_s »

why_not hat geschrieben: 21.02.2026, 09:41
robert_s hat geschrieben: 21.02.2026, 01:03 ...heutzutage manche schon wieder vergessen haben, wie übel das mit der BundesPEST war, und in verklärten Erinnerungen schwelgen.
Na dann hau mal raus was noch schlimmer war.
1. Flatrates wurden ABgeschafft (Ortstakt, außer West-Berlin)
2. Preise wurden diktiert, entsprechendes Preisniveau
3. Zugelassene Technik war stets veraltet und die Nutzung modernerer Technik (Modem statt Akustikkoppler) war eine Straftat
5. Proprietäre Technik (OPAL, HYTAS, erste ADSL-Generation) vom "Hoflieferanten" verhinderte den Einsatz eigener Technik auch mal ganz
6. Man war nicht Kunde sondern "Teilnehmer", entsprechend gab es auch keine Aufträge oder Bestellungen, sondern ANträge an die Behörde, und so wurde man auch behandelt
7. Kündigung brachte nichts, weil kein anderer Anbieter zugelassen. Entsprechend auch keine Bemühungen, "Teilnehmer" zu halten. Konnte der PEST herzlich egal sein, ob man einen Anschluss hatte oder nicht und ob der funktionierte oder nicht.
8. Keine Kundenrechte, kein Widerrufsrecht, keine Aufsichtsbehörden. Man musste sich stets als Einzelkämpfer mit der Postbehörde auseinandersetzen.

Wer sich diese Zeiten zurückwünscht, muss mit dem Klammerbeutel gepudert sein. Aber immerhin nicht so sehr, wie die Zeitgenossen, die heute von DDR-Zeiten träumen - oder diejenigen, welche gar noch etwas von Autobahnen faseln... :roll:
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Re: Vodafone will Docsis 4.0 und Frequenzbereich bis 1200 oder sogar bis 1800 Mhz ausbauen.

Beitrag von robert_s »

Edd1ng hat geschrieben: 21.02.2026, 15:33 Harmonic also said it has wrapped a DOCSIS 4.0 "field validation" with Vodafone Germany.
Das stand doch schon im zweiten Beitrag dieses Threads:
viewtopic.php?p=767458#p767458

Lustiger finde ich ja, dass jetzt "pure-play" das neue Schlagwort ist. Vor Jahren konnte man nicht genug "plays" kriegen: double / triple / quad, vielleicht ja noch eine Papierzeitung dazu fürs quint-play? Und jetzt also wieder zurück, aber nicht etwa zum einst verpönten "single-play", sondern zum ganz neuen und schicken "pure-play".

Und für so einen sch**ß werden Leute tatsächlich bezahlt...
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Re: Vodafone will Docsis 4.0 und Frequenzbereich bis 1200 oder sogar bis 1800 Mhz ausbauen.

Beitrag von reneromann »

robert_s hat geschrieben: 21.02.2026, 16:40
why_not hat geschrieben: 21.02.2026, 09:41
robert_s hat geschrieben: 21.02.2026, 01:03 ...heutzutage manche schon wieder vergessen haben, wie übel das mit der BundesPEST war, und in verklärten Erinnerungen schwelgen.
Na dann hau mal raus was noch schlimmer war.
1. Flatrates wurden ABgeschafft (Ortstakt, außer West-Berlin)
2. Preise wurden diktiert, entsprechendes Preisniveau
3. Zugelassene Technik war stets veraltet und die Nutzung modernerer Technik (Modem statt Akustikkoppler) war eine Straftat
5. Proprietäre Technik (OPAL, HYTAS, erste ADSL-Generation) vom "Hoflieferanten" verhinderte den Einsatz eigener Technik auch mal ganz
6. Man war nicht Kunde sondern "Teilnehmer", entsprechend gab es auch keine Aufträge oder Bestellungen, sondern ANträge an die Behörde, und so wurde man auch behandelt
7. Kündigung brachte nichts, weil kein anderer Anbieter zugelassen. Entsprechend auch keine Bemühungen, "Teilnehmer" zu halten. Konnte der PEST herzlich egal sein, ob man einen Anschluss hatte oder nicht und ob der funktionierte oder nicht.
8. Keine Kundenrechte, kein Widerrufsrecht, keine Aufsichtsbehörden. Man musste sich stets als Einzelkämpfer mit der Postbehörde auseinandersetzen.

Wer sich diese Zeiten zurückwünscht, muss mit dem Klammerbeutel gepudert sein. Aber immerhin nicht so sehr, wie die Zeitgenossen, die heute von DDR-Zeiten träumen - oder diejenigen, welche gar noch etwas von Autobahnen faseln... :roll:
Dir ist schon klar, das ADSL der 1. Generation schon gar nicht mehr von der Bundespost eingeführt wurde?
ADSL der ersten Generation war ab 1999 verfügbar, die Telekom wurde aber schon zum 1.1.1995 privatisiert - insofern ist die Bundespost an der Einführung von DSL nicht mehr beteiligt gewesen.

Und was OAPL und HYTAS anbetrifft - waren das nicht gerade jene Glasfaserleitungen, die hier so hochbeschworen wurden, weil man doch angeblich in den 1980ern lieber Glas hätte legen sollen?
Insofern: Entscheide dich, was du wolltest -- Glas mit den damals durchaus modernen Techniken -oder- kein Glas...

Und davon ab: Es ging nicht um die Rückverstaatlichung der Telekom als Ganzes, sondern um einen staatlichen Infrastrukturbetreiber, der einzig und allein die Dark Fiber-Anschlüsse bereitstellt.
Wer dann sein Signal darauf schaltet, spielt keine Rolle - jener Infrastrukturbetreiber ist alleinig für die Bereitstellung und den Betrieb der Dark Fiber zuständig. Ganz im Gegenteil - jener Infrastrukturbetreiber dürfte nicht auch gleichzeitig ISP sein, ähnlich wie beim Energienetzbetreiber und Energieversorger -- das Netz stellt der Netzbetreiber, aber du kannst als Endkunde mit diesem Netzbetreiber keinen direkten Liefervertrag abschließen, sondern es braucht einen Anbieter, der sich auf das Netz einmietet und die Lieferung übernimmt.
robert_s
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Re: Vodafone will Docsis 4.0 und Frequenzbereich bis 1200 oder sogar bis 1800 Mhz ausbauen.

Beitrag von robert_s »

reneromann hat geschrieben: 21.02.2026, 21:38 Und was OAPL und HYTAS anbetrifft - waren das nicht gerade jene Glasfaserleitungen, die hier so hochbeschworen wurden, weil man doch angeblich in den 1980ern lieber Glas hätte legen sollen?
Insofern: Entscheide dich, was du wolltest -- Glas mit den damals durchaus modernen Techniken -oder- kein Glas...
Ich bin nicht "hier so" und habe noch nie etwas von der These gehalten, ein Glasfaserausbau in den 1980ern hätte heute alles gerettet. Im Gegenteil, OPAL und HYTAS zeigen ja gerade, dass Glasfaser aus dem letzten Jahrtausend noch nicht wirklich getaugt hat.
reneromann hat geschrieben: 21.02.2026, 21:38 Und davon ab: Es ging nicht um die Rückverstaatlichung der Telekom als Ganzes, sondern um einen staatlichen Infrastrukturbetreiber, der einzig und allein die Dark Fiber-Anschlüsse bereitstellt.
Wo, wann und wem, mit welchem Anreiz? Der Monopolist braucht sich nicht um Konkurrenz zu kümmern, kann also seine Zeitpläne nach Belieben strecken. Und die Politik kann Sonntagsreden halten, aber wenn der Netzmonopolist dann den Finanzbedarf für die gemachten Versprechen präsentiert, sind die auch gleich wieder vergessen. Apropos Finanzbedarf: Der muss ja auch nicht optimiert werden, also können da Unsummen versanden.

Und wie würde es dir als Steuerzahler gefallen, wenn du weißt, dass du mit deinen Steuern den Netzmonopolisten finanzierst - der bei dir aber in absehbarer Zeit nicht ausbaut? Fühlt sich sicher super an.

Wenn Telekom & Co sich dagegen weiterhin zu fein sind, meine Gegend auszubauen, dann sehen die eben weiterhin auch kein Geld von mir. So muss ich mich nicht ärgern und die haben ihren Anreiz, auszubauen, um den Umsatz zu steigern.
reneromann hat geschrieben: 21.02.2026, 21:38 Wer dann sein Signal darauf schaltet, spielt keine Rolle - jener Infrastrukturbetreiber ist alleinig für die Bereitstellung und den Betrieb der Dark Fiber zuständig. Ganz im Gegenteil - jener Infrastrukturbetreiber dürfte nicht auch gleichzeitig ISP sein, ähnlich wie beim Energienetzbetreiber und Energieversorger -- das Netz stellt der Netzbetreiber, aber du kannst als Endkunde mit diesem Netzbetreiber keinen direkten Liefervertrag abschließen, sondern es braucht einen Anbieter, der sich auf das Netz einmietet und die Lieferung übernimmt.
Sehr gut passendes Beispiel. Vor allem, wenn du einer derjenigen bist, der gerne eine Wallbox für sein Elektrofahrzeug hätte, die vom Stromnetzbetreiber aber nicht genehmigt kriegt, weil das Netz zu schwach ist. Aber mit deinem Wunsch-Internet-Netzmonopolisten würde das ja wieder aufgehen: Fährst du eben zum Laden dahin, wo du dann auch gleich das Internet bekommst, was du zuhause ebenso nur zu schwach bekommst. Und im Winter vielleicht auch noch die Wärme, wenn der Monopolnetzbetreiber auch nicht genug Kapazitäten für dich bereitstellen mag. Viel Spaß in deinem persönlichen Monopolparadies!