reneromann hat geschrieben: 21.02.2026, 21:38
Und was OAPL und HYTAS anbetrifft - waren das nicht gerade jene Glasfaserleitungen, die hier so hochbeschworen wurden, weil man doch angeblich in den 1980ern lieber Glas hätte legen sollen?
Insofern: Entscheide dich, was du wolltest -- Glas mit den damals durchaus modernen Techniken -oder- kein Glas...
Ich bin nicht "hier so" und habe noch nie etwas von der These gehalten, ein Glasfaserausbau in den 1980ern hätte heute alles gerettet. Im Gegenteil, OPAL und HYTAS zeigen ja gerade, dass Glasfaser aus dem letzten Jahrtausend noch nicht wirklich getaugt hat.
reneromann hat geschrieben: 21.02.2026, 21:38
Und davon ab: Es ging nicht um die Rückverstaatlichung der Telekom als Ganzes, sondern um einen staatlichen Infrastrukturbetreiber, der einzig und allein die Dark Fiber-Anschlüsse bereitstellt.
Wo, wann und wem, mit welchem Anreiz? Der Monopolist braucht sich nicht um Konkurrenz zu kümmern, kann also seine Zeitpläne nach Belieben strecken. Und die Politik kann Sonntagsreden halten, aber wenn der Netzmonopolist dann den Finanzbedarf für die gemachten Versprechen präsentiert, sind die auch gleich wieder vergessen. Apropos Finanzbedarf: Der muss ja auch nicht optimiert werden, also können da Unsummen versanden.
Und wie würde es dir als Steuerzahler gefallen, wenn du weißt, dass du mit deinen Steuern den Netzmonopolisten finanzierst - der bei dir aber in absehbarer Zeit nicht ausbaut? Fühlt sich sicher super an.
Wenn Telekom & Co sich dagegen weiterhin zu fein sind, meine Gegend auszubauen, dann sehen die eben weiterhin auch kein Geld von mir. So muss ich mich nicht ärgern und die haben ihren Anreiz, auszubauen, um den Umsatz zu steigern.
reneromann hat geschrieben: 21.02.2026, 21:38
Wer dann sein Signal darauf schaltet, spielt keine Rolle - jener Infrastrukturbetreiber ist alleinig für die Bereitstellung und den Betrieb der Dark Fiber zuständig. Ganz im Gegenteil - jener Infrastrukturbetreiber dürfte nicht auch gleichzeitig ISP sein, ähnlich wie beim Energienetzbetreiber und Energieversorger -- das Netz stellt der Netzbetreiber, aber du kannst als Endkunde mit diesem Netzbetreiber keinen direkten Liefervertrag abschließen, sondern es braucht einen Anbieter, der sich auf das Netz einmietet und die Lieferung übernimmt.
Sehr gut passendes Beispiel. Vor allem, wenn du einer derjenigen bist, der gerne eine Wallbox für sein Elektrofahrzeug hätte, die vom Stromnetzbetreiber aber nicht genehmigt kriegt, weil das Netz zu schwach ist. Aber mit deinem Wunsch-Internet-Netzmonopolisten würde das ja wieder aufgehen: Fährst du eben zum Laden dahin, wo du dann auch gleich das Internet bekommst, was du zuhause ebenso nur zu schwach bekommst. Und im Winter vielleicht auch noch die Wärme, wenn der Monopolnetzbetreiber auch nicht genug Kapazitäten für dich bereitstellen mag. Viel Spaß in deinem persönlichen Monopolparadies!