Vodafone will Docsis 4.0 und Frequenzbereich bis 1200 oder sogar bis 1800 Mhz ausbauen.

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why_not
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Re: Vodafone will Docsis 4.0 und Frequenzbereich bis 1200 oder sogar bis 1800 Mhz ausbauen.

Beitrag von why_not »

reneromann hat geschrieben: 18.02.2026, 01:22
HNIKAR hat geschrieben: 16.02.2026, 09:08In den frühen 2000ern wurde der Kardinalfehler begangen, VDSL einzuführen, statt direkt auf Glasfaser zu setzen.
Nein, man hat in den frühen 2000ern genau das gemacht, was weltweit gemacht wurde - die CuDa genutzt, die vorhanden war.
Denn dort, wo bereits Glasfaser lag, ging kein schnelles Internet darüber, weil die Glasfaser das nicht zuließ...
Oder willst du etwa leugnen, dass der Spaß mit OPAL zwar glasfaserbasiert, aber am Ende ein kompletter Schuss in den Ofen war?
Opal war das was der Glasfaser Ausbau in Deutschland aktuell auch ist, die billig Lösung die einem in ein paar Jahren auf die Füße fällt. Währenddessen hat man in Süd Korea und Japan P2P Glasfaser netze gebaut hat, die nach wie vor genutzt werden, aber aktuell je nach Anbieter darüber 10 oder 100 Gbit/s angeboten werden.
Die Schweizer bauen aktuell auch P2P, während wir den GPON Müll bauen. Mit aus Fehlern der Vergangenheit lernen haben es die Deutschen irgendwie nicht so... Lieber Geld von den Lobbyisten kassieren.
spooky
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Re: Vodafone will Docsis 4.0 und Frequenzbereich bis 1200 oder sogar bis 1800 Mhz ausbauen.

Beitrag von spooky »

Meine Stadtwerke haben, zumindest waren die Berichte damals so, ein P2P Glasfasernetz aufgebaut
Ob das allerdings stimmt, kann ich nicht sagen.. Ich finde dazu nichts im Netz mehr
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Re: Vodafone will Docsis 4.0 und Frequenzbereich bis 1200 oder sogar bis 1800 Mhz ausbauen.

Beitrag von reneromann »

spooky hat geschrieben: 18.02.2026, 12:26 Meine Stadtwerke haben, zumindest waren die Berichte damals so, ein P2P Glasfasernetz aufgebaut
Ob das allerdings stimmt, kann ich nicht sagen.. Ich finde dazu nichts im Netz mehr
Der Witz an der Geschichte: Man kann GPON ja auch über P2P-Netze fahren - mir wäre bspw. nicht bekannt, dass die Telekom in den Verteilerkästen an der Straße die Glasfasern splittet, sondern m.W. wird das zumindest bei heutiger Technik immer in der Vermittlungsstelle gemacht. Und da kann man dann logischerweise auch relativ einfach von GPON auf AON/P2P umschalten, wenn man will und/oder es notwendig wird.

Man kann halt von der logischen Struktur nicht auf die physische Struktur zurückschließen, wenn man nicht den realen Aufbau kennt.
Und nur weil GPON auf der logischen Seite gefahren wird, heißt das halt nicht, dass das so zementiert ist, dass kein AON oder Dark Fiber mit nur minimalem Umsteckaufwand in der Vermittlung möglich ist.
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Re: Vodafone will Docsis 4.0 und Frequenzbereich bis 1200 oder sogar bis 1800 Mhz ausbauen.

Beitrag von reneromann »

why_not hat geschrieben: 18.02.2026, 10:53
reneromann hat geschrieben: 18.02.2026, 01:22
HNIKAR hat geschrieben: 16.02.2026, 09:08In den frühen 2000ern wurde der Kardinalfehler begangen, VDSL einzuführen, statt direkt auf Glasfaser zu setzen.
Nein, man hat in den frühen 2000ern genau das gemacht, was weltweit gemacht wurde - die CuDa genutzt, die vorhanden war.
Denn dort, wo bereits Glasfaser lag, ging kein schnelles Internet darüber, weil die Glasfaser das nicht zuließ...
Oder willst du etwa leugnen, dass der Spaß mit OPAL zwar glasfaserbasiert, aber am Ende ein kompletter Schuss in den Ofen war?
Opal war das was der Glasfaser Ausbau in Deutschland aktuell auch ist, die billig Lösung die einem in ein paar Jahren auf die Füße fällt. Währenddessen hat man in Süd Korea und Japan P2P Glasfaser netze gebaut hat, die nach wie vor genutzt werden, aber aktuell je nach Anbieter darüber 10 oder 100 Gbit/s angeboten werden.
Die Schweizer bauen aktuell auch P2P, während wir den GPON Müll bauen. Mit aus Fehlern der Vergangenheit lernen haben es die Deutschen irgendwie nicht so... Lieber Geld von den Lobbyisten kassieren.
Bauen wir denn wirklich GPON-Netze, also mit passiven Verteilern an der Straße -oder- werden AON-Netze gebaut, die dann nur in der Vermittlung nur auf GPON umgesetzt werden, weil GPON dort günstiger als AON ist?
Ich habe zumindest bei der Einrichtung der Faser bei mir keinerlei optische Splitter im Haus selbst gesehen - sondern die Faser aus meiner Wohnung wurde direkt auf eine Faser, die von außen kam, durchgespleißt - ob diese Faser dann in der Vermittung am Ende mit anderen Fasern per passivem optischen Splitter zusammengeführt wird, kann ich nicht sagen - aber auch in den Kästen an der Straße habe ich, als die Fasern gespleißt wurden, keine passiven Splitter erkennen können...

Insofern wäre eher die Frage: Ist es wirklich ein physisches GPON-Netz -oder- bauen wir auch P2P aus, aber es wird in der Vermittlung aus kostentechnischen Gründen auf GPON gesetzt, weil die Komponenten dann günstiger sind?
Denn Letzteres würde dann kein Problem zur eine Umrüstung auf AON oder Dark Fiber darstellen, wenn dort die Leitung des einzelnen Kunden dann einfach nur anders gepatched wird.
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Re: Vodafone will Docsis 4.0 und Frequenzbereich bis 1200 oder sogar bis 1800 Mhz ausbauen.

Beitrag von reneromann »

HNIKAR hat geschrieben: 18.02.2026, 08:58
Edd1ng hat geschrieben: 16.02.2026, 13:23 Das man VDSL eingeführt und so lange daran festgehalten hat war ein taktischer Schachzug der Telekom.
Mit VDSL hatten sie ein quasi Monopol da kein anderer die Tal unter den Voraussetzungen angemietet hätte und mit Vectoring dann hatte man ein defakto.

Die BnetzA und Politik hat einfach nur zugesehen.
Korrekt. Vor 20 Jahren, also im Jahr 2006, war der Beginn des ganzen Elends. Die Diskussion über die generelle Sinnhaftigkeit des VDSL-Ausbaus lief schon ein paar Jährchen früher. Denn Glasfaser war damals schon das eigentliche Zukunftsthema und VDSL wurde bewusst als hybride "Brückentechnogie" verkauft, obwohl es in Wahrheit um die Aufrechterhaltung des TAL-Minopols ging. Andere Länder in Europa sind den Glasfaserausbau angegangen, Deutschland nicht. Nach nichtmal 10 erfolgreichen Jahren der Marktliberalisierung (Startschuss war 1998) auf der CuDa wurde im Ergebnis wieder der Rückwärtsgang zur Remonpolisierung mit VDSL eingelegt. Die Politik wurde mit "mehr Bandbreite" und "neuen Diensten" (damals war es IPTV) bestochen. Eine vorgeschoben Argumentation, die man auch wenige Jahre später (ab 2012) bei Vectoring-Diskussion neu auflegte und sich durchsetzte um damit endgültig die Investitionen der Konkurrenz zu entwerten.
Sorry, aber leg doch bitte mal deine Telekom-Hass-Brille ab.
Erst forderst du, dass man hätte sofort in Glas investieren sollen - und als die Telekom dann mit Glas und Outdoor-DSLAMs VDSL für die breite Masse installiert hat, ist's auch wieder nicht recht.
Klar, ist halt die Telekom - dein Lieblings-Hass-Objekt...

Wie gesagt - andere Anbieter hätten ebenfalls investieren können - einige regionale Carrier haben es ja auch gemacht.
Aber wenn andere Anbieter sich lieber auf die regulierten Vorleistungspreise berufen, statt eigener Technik zu installieren, dann ist das natürlich auch immer der Fehler der Telekom oder der Politik...
@KDG-Techniker030:
Das tut doch nicht viel zur Sache. Natürlich sind in einigen Fällen ein paar solcher Inseln zu Gunsten von Regiocarriern aus den Notwendigkeiten der pseudoneutralen Vectoring-Regulierung erwachsen. Das ändert aber nichts an der massiven Infrastrukturentwertung der großen Konkurrenten.
Welche Infrastruktur der großen Konkurrenten wurde denn entwertet?
Und überhaupt: Welche "großen Konkurrenten" hatten denn nennenswerte Infrastruktur für VDSL installiert und/oder selbst den Glasfaserausbau vorangetrieben?

Nur nochmal um das klarzustellen:
Hätte man Anfang der 2000er den Kunden die Option gestellt: Bleib bei Modem/ISDN -oder- kauf dir für 5.000+ € einen Glasfaseranschluss, dann hätten dir fast alle Kunden einfach einen Mittelfinger gezeigt.
millen
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Re: Vodafone will Docsis 4.0 und Frequenzbereich bis 1200 oder sogar bis 1800 Mhz ausbauen.

Beitrag von millen »

Die allermeisten Anbieter bauen GPON und die Optischen Splitter sitzen im Kasten in der Straße, bei uns hat die Telekom nen 32er Splitter ins Gebäude gesetzt. (20 Parteien)

Es gibt auch einige Fälle in denen AOM gebaut wird oder die GPON Faser der Gebäude ohne Splitter in der Straße im POP terminiert, das hat meine ich die DG ab und an mal gemacht.

Unterm Strich finde ich GPON + Kästen mit Splittern an der Straße nicht wirklich schlimm, da man hier irgendwann wenn man P2P haben möchte halt ein 64er Bündel Fasern vom POP in den Kasten einblasen könnte.

Die Telekom wirft ja beim XGS-Pon Ausbau wieder Segmente zu 64er Segmenten zusammen, hier bei mir sinds aktuell nur 18 ONUs.
why_not
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Re: Vodafone will Docsis 4.0 und Frequenzbereich bis 1200 oder sogar bis 1800 Mhz ausbauen.

Beitrag von why_not »

reneromann hat geschrieben: 18.02.2026, 12:47 Bauen wir denn wirklich GPON-Netze, also mit passiven Verteilern an der Straße -oder- werden AON-Netze gebaut, die dann nur in der Vermittlung nur auf GPON umgesetzt werden, weil GPON dort günstiger als AON ist?
Die Telekom baut aktuell Endkundennetze mit Splittern irgendwo an den Straßen und nicht im PoP. Der Kostenaufwand das auf P2P anzupassen ist schon bei einem anzupassenden Anschluss höher als das von vornherein als P2P Netz zu bauen, daher wird die Telekom never ever Layer 1 Entkopplung zu lassen, außer der Steuerzahler vergoldet das im Nachgang. Reine Industriegebiete baut die Telekom tatsächlich P2P aus.
Edd1ng
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Re: Vodafone will Docsis 4.0 und Frequenzbereich bis 1200 oder sogar bis 1800 Mhz ausbauen.

Beitrag von Edd1ng »

Bei der Telekom sitzen in der Regel die Splitter (Spliced) im Nvt.
je nach Sachlage dann noch welche im Keller.
Bei XGS setzt man nun auch noch ein 2er im POP.

Der Grund der spliced Splitter im Nvt und Kaskadierung ist damit man die Glasfaser-TAL nicht anbieten kann um Technologie Wettbewerb wie damals zu ADSL2+ Zeiten zu verhindern.
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