HNIKAR hat geschrieben: 18.02.2026, 08:58
Edd1ng hat geschrieben: 16.02.2026, 13:23
Das man VDSL eingeführt und so lange daran festgehalten hat war ein taktischer Schachzug der Telekom.
Mit VDSL hatten sie ein quasi Monopol da kein anderer die Tal unter den Voraussetzungen angemietet hätte und mit Vectoring dann hatte man ein defakto.
Die BnetzA und Politik hat einfach nur zugesehen.
Korrekt. Vor 20 Jahren, also im Jahr 2006, war der Beginn des ganzen Elends. Die Diskussion über die generelle Sinnhaftigkeit des VDSL-Ausbaus lief schon ein paar Jährchen früher. Denn Glasfaser war damals schon das eigentliche Zukunftsthema und VDSL wurde bewusst als hybride "Brückentechnogie" verkauft, obwohl es in Wahrheit um die Aufrechterhaltung des TAL-Minopols ging. Andere Länder in Europa sind den Glasfaserausbau angegangen, Deutschland nicht. Nach nichtmal 10 erfolgreichen Jahren der Marktliberalisierung (Startschuss war 1998) auf der CuDa wurde im Ergebnis wieder der Rückwärtsgang zur Remonpolisierung mit VDSL eingelegt. Die Politik wurde mit "mehr Bandbreite" und "neuen Diensten" (damals war es IPTV) bestochen. Eine vorgeschoben Argumentation, die man auch wenige Jahre später (ab 2012) bei Vectoring-Diskussion neu auflegte und sich durchsetzte um damit endgültig die Investitionen der Konkurrenz zu entwerten.
Sorry, aber leg doch bitte mal deine Telekom-Hass-Brille ab.
Erst forderst du, dass man hätte sofort in Glas investieren sollen - und als die Telekom dann mit Glas und Outdoor-DSLAMs VDSL für die breite Masse installiert hat, ist's auch wieder nicht recht.
Klar, ist halt die Telekom - dein Lieblings-Hass-Objekt...
Wie gesagt - andere Anbieter hätten ebenfalls investieren können - einige regionale Carrier haben es ja auch gemacht.
Aber wenn andere Anbieter sich lieber auf die regulierten Vorleistungspreise berufen, statt eigener Technik zu installieren, dann ist das natürlich auch immer der Fehler der Telekom oder der Politik...
@KDG-Techniker030:
Das tut doch nicht viel zur Sache. Natürlich sind in einigen Fällen ein paar solcher Inseln zu Gunsten von Regiocarriern aus den Notwendigkeiten der pseudoneutralen Vectoring-Regulierung erwachsen. Das ändert aber nichts an der massiven Infrastrukturentwertung der großen Konkurrenten.
Welche Infrastruktur der großen Konkurrenten wurde denn entwertet?
Und überhaupt: Welche "großen Konkurrenten" hatten denn nennenswerte Infrastruktur für VDSL installiert und/oder selbst den Glasfaserausbau vorangetrieben?
Nur nochmal um das klarzustellen:
Hätte man Anfang der 2000er den Kunden die Option gestellt: Bleib bei Modem/ISDN -oder- kauf dir für 5.000+ € einen Glasfaseranschluss, dann hätten dir fast alle Kunden einfach einen Mittelfinger gezeigt.