HNIKAR hat geschrieben: 16.02.2026, 09:08
dmip-vf hat geschrieben: 15.02.2026, 14:11
reneromann hat geschrieben: 14.02.2026, 18:24
Auch wenn es übertrieben sein mag: Am Ende ist dies der einzige Schritt, der über (eher) kurz oder (weniger wahrscheinlich) lang kommen wird.
Kabel-Internet ist nunmal in der derzeitigen Form im Vergleich zu Glasfaser bei schlechterer Leistung wesentlich teurer im Unterhalt - insbesondere aufgrund der viel höheren Stromkosten.
Wenn ich mir anschaue, dass in der Hauskaskade für die 7 Aufgänge mind. 10 Verstärker hängen, die jeder immer Strom fressen, während bei Glas genau GAR KEIN aktives Gerät hängt, dürfte schon klar sein, in welche Richtung das am Ende geht.
Und ehrlich gesagt frage ich mich sowieso, warum ich über die Umlage des Hausstroms den Betrieb der Verteilanlage von VF bezahlen muss, während Glasfaser- und DSL-Betreiber keine aktive Technik im Haus betreiben, deren Kosten ich als Mieter mit übernehmen müsste.
Müsste VF für die genannten Verstärker die Stromkosten übernehmen, dürfte das ganze Konstrukt mit Kabel-Internet noch viel schneller vor die Wand fahren.
sehr gut beschrieben.
Nicht wirklich. Denn selbst, wenn Vodafone den Strom zahlen müsste, wäre der Betrieb auf ein Jahrzehnt und mehr betrachtet günstiger, als die einmaligen Herstellungskosten im eigenwirtschaftlichen Ausbau für die VGF-Infrastruktur In-- wie Outdoor.
Ach - und die restliche Hardware wie Verstärker und CMTS gibt's kostenlos?
Und die Segmente bauen sich von selbst aus und vor allem verlegen sich die für die Segmentierungen notwendigen Glasfasertrassen wie durch Zauberhand - natürlich ohne irgendwelche Investitionen...
Sorry, aber wo lebst du?
In den frühen 2000ern wurde der Kardinalfehler begangen, VDSL einzuführen, statt direkt auf Glasfaser zu setzen.
Nein, man hat in den frühen 2000ern genau das gemacht, was weltweit gemacht wurde - die CuDa genutzt, die vorhanden war.
Denn dort, wo bereits Glasfaser lag, ging kein schnelles Internet darüber, weil die Glasfaser das nicht zuließ...
Oder willst du etwa leugnen, dass der Spaß mit OPAL zwar glasfaserbasiert, aber am Ende ein kompletter Schuss in den Ofen war?
Und überhaupt - die ersten VDSL-Ausbauten erfolgten damals in Karlsruhe um 2006 herum - das war also bei Weitem nicht mehr "in den frühen 2000ern"...
In den frühen 2000ern gab's ADSL aus der Vermittlung - angefangen mit T-DSL 768 und später T-DSL 1536...
Das rächt sich jetzt.
Nein, es rächt sich, dass man immer wieder die Mär mit "hätte Kohl nicht..." erzählt, wohl wissentlich, dass gerade die Bundespost in den neuen Bundesländern in den 1990ern gerade jene hochgepriesene Glasfaser verbuddelt hat, die sich nicht mal 10 Jahre später als völlig untauglich für Internet erwiesen hat und teuer überbaut werden musste. Die Fasern liegen noch im Boden - nur halt völlig ungenutzt, da komplett untauglich für heutige Technik.
Damals waren im Tiefbau noch Kapazitäten frei, durch die Verlegung der letzten Niederspannungsstromtrassen unter die Erde. Der Tiefbau war vergleichsweise günstig. Das ist alles vorbei und ruiniert jede Kalkulation. Glasfaser ist immer Kapitalintensiver geworden.
Sorry, aber Tiefbau war damals im Vergleich auch nicht teurer als heute...
Und auch damals hat man schon den Tiefbau gescheut wie das Weihwasser - und auch damals wollte niemand die Kosten tragen, die sich mit einem sofortigen Glasfaserausbau ergeben hätten - mal ganz davon abgesehen, dass in den frühen 2000ern oder gar in den 1990ern absehbar war, welche Rolle das Internet heutzutage spielt und welche Datenraten man brauchen wird.