Regionale Kabeldeutschland peerings fallen weg

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cHio
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Re: Regionale Kabeldeutschland peerings fallen weg

Beitrag von cHio »

reneromann hat geschrieben: 01.05.2026, 15:03 Das bezweifele ich, dass die Zielgruppe praktisch irrelevant ist oder sich im Promillebereich bewegt.
Es gibt genug Leute, die eine lokale "Cloud" / eigenes NAS betreiben und auf die genau dieser Anwendungsfall zutrifft.

Klar, es gibt auch genug Leute, die lieber auf 08/15-Standard-Cloudangebote aka iCloud oder OneDrive setzen, aber ich würde diejenigen mit lokalem NAS nicht unter "Promillebereich" oder "irrelevant" abtun...
Du konstruierst hier einen Spezialfall und verkaufst ihn als allgemeines Problem.
Damit das überhaupt relevant wird, müssen gleich mehrere Dinge gleichzeitig zutreffen: eigenes NAS oder Selfhosting, tatsächlicher Bedarf an externem Zugriff und dann noch die Situation, dass man aus einem reinen IPv4-Netz kommt, das kein IPv6 kann. Für den Großteil der Nutzer trifft nicht mal der erste Punkt zu...geschweige denn alle zusammen.

Das ist kein Alltagsproblem, sondern ein Nischenszenario für eine winzige Gruppe.
Dass man dafür Übergangslösungen braucht, liegt nicht an IPv6, sondern daran, dass IPv4 immer noch künstlich am Leben gehalten wird.
KDG-Techniker030
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Re: Regionale Kabeldeutschland peerings fallen weg

Beitrag von KDG-Techniker030 »

cHio hat geschrieben: 01.05.2026, 15:37 Dass man dafür Übergangslösungen braucht, liegt nicht an IPv6, sondern daran, dass IPv4 immer noch künstlich am Leben gehalten wird.
This!
reneromann
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Re: Regionale Kabeldeutschland peerings fallen weg

Beitrag von reneromann »

cHio hat geschrieben: 01.05.2026, 15:37
reneromann hat geschrieben: 01.05.2026, 15:03 Das bezweifele ich, dass die Zielgruppe praktisch irrelevant ist oder sich im Promillebereich bewegt.
Es gibt genug Leute, die eine lokale "Cloud" / eigenes NAS betreiben und auf die genau dieser Anwendungsfall zutrifft.

Klar, es gibt auch genug Leute, die lieber auf 08/15-Standard-Cloudangebote aka iCloud oder OneDrive setzen, aber ich würde diejenigen mit lokalem NAS nicht unter "Promillebereich" oder "irrelevant" abtun...
Du konstruierst hier einen Spezialfall und verkaufst ihn als allgemeines Problem.
Ich konstruiere kein Problem, sondern es IST ein Problem.
Nur weil DU es nicht hast, heißt es nicht, das es dieses Problem nicht gibt, geschweige denn, dass dieses "praktisch irrelevant" wäre -oder- nur "im Promillebereich" auftreten würde.

Verallgemeinere also nicht aus deiner Sicht auf alle Kunden!
Damit das überhaupt relevant wird, müssen gleich mehrere Dinge gleichzeitig zutreffen: eigenes NAS oder Selfhosting, tatsächlicher Bedarf an externem Zugriff und dann noch die Situation, dass man aus einem reinen IPv4-Netz kommt, das kein IPv6 kann. Für den Großteil der Nutzer trifft nicht mal der erste Punkt zu...geschweige denn alle zusammen.
Jetzt schränkst du deine Aussage also selbst schon ein - nichts mehr mit "praktisch irrelevant" oder "Promillebereich", sondern nur noch "Großteil der Nutzer"...
Das ist kein Alltagsproblem, sondern ein Nischenszenario für eine winzige Gruppe.
Hast du für deine Behauptungen entsprechende Nachweise, dass dies wirklich -wie von dir behauptet- nur einen Promillebereich betreffen würde? Oder ist das dein reines Bauchgefühl?
Dass man dafür Übergangslösungen braucht, liegt nicht an IPv6, sondern daran, dass IPv4 immer noch künstlich am Leben gehalten wird.
Das Problem liegt eher daran, dass es Anbieter -wie eben jene [Hotel-]WLAN-Netze- gibt, die weiterhin kein IPv6 anbieten.
Das hat nichts mit "IPv4 künstlich am Leben erhalten" zu tun, sondern damit, dass die dortige Technik teils [noch] kein IPv6 kann und die Entscheidungsträger nicht gewillt sind, Geld für den IPv6-Umstieg auszugeben.

Ich erinnere mal nur an diverse staatliche Stellen, die noch immer auf IPv4-only-IPSec-Lösungen setzen...
Da hast du mit DS-Lite dann auch die A-Karte gezogen - eben weil der Dienstherr kein Geld für den Umstieg auf IPv6-fähige Lösungen bezahlen will.

Und kleiner Nachtrag, wenn man sich schon mal mit dem Roll-Out von IPv6 in Business-Netzen befasst hat:
DualWAN mit IPv6 ohne eigenes per BGP veröffentlichtes PI-Präfix kann man de facto vergessen -- denn in fast allen Betriebssystemen werden die für DualWAN unabdingbaren link-lokalen ULA-Adressen aus dem Bereich fd00::/8 werden nachrangig gegenüber selbst einer IPv4-Verbindung behandelt. Unabdingbar deshalb, weil nur damit dann NPTv6 - also die -vom Router vorgegebene- Übersetzung hin auf zwei (oder mehr) IPv6-fähige Anschlüsse mit unterschiedlichen Präfixes funktioniert.
Außer natürlich man will Load Balancing und/oder Failover durch Publishing aller verschiedenen Anbieterpräfixe direkt von jedem Client vornehmen lassen - was so die dümmste Idee ever wäre.