cHio hat geschrieben: 01.05.2026, 23:14
Deine Antworten sind echt jedesmal ermüdend. Niemand bestreitet, dass dein Szenario existiert – es geht darum, wie repräsentativ es ist.
Dein Argument basiert auf einer sehr spezifischen Schnittmenge: eigener Server/NAS + Bedarf an externem Zugriff + keine Nutzung gängiger Lösungen wie VPN/Relay + Zugriff aus einem reinen IPv4-Netz ohne IPv6.
Das ist keine allgemeine Nutzung, sondern ein klar abgegrenzter Spezialfall.
Mal so gefragt: Wie möchtest du direkt von einem IPv4-only-Anschluss auf einen IPv6-only/DS-Lite-Anschluss zugreifen?
Richtig: Geht nicht - weil von IPv4-only auf IPv6-only/DS-Lite kein Zugriff möglich ist -- und zwar egal, ob nun auf eigenen Server/NAS oder unter "keine[r] Nutzung gängiger Lösungen wie VPN"?
Denn ein VPN setzt ebenfalls voraus, dass du vom Client auf den Server in irgendeiner Art und Weise zugreifen kannst...
Das Einzige was hilft, wäre -wenn überhaupt- ein separater, externer Portmapper / Jumphost / Relay-Server, der per "vollständiogem" DualStack angebunden ist -- und die gibt's nicht kostenlos!
Ergo verschiebst du also das Problem auf den Kunden, welcher am Ende nur mehr Geld bezahlen muss, weil der Anbieter zu knausrig ist...
Dass du jetzt eine exakte Prozentzahl einforderst, ist ein klassischer Ablenkungsversuch: Du lieferst ja selbst keine Daten, behauptest aber gleichzeitig, es sei kein Randfall. Ohne belastbare Zahlen bleibt das auf beiden Seiten eine Einschätzung – nur dass deine These („relevant für viele“) deutlich stärkere Belege bräuchte als meine („für die Mehrheit nicht relevant“).
Du windest dich gerade raus und versuchst hier eine Nebelkerze zu zünden - denn ich habe nicht behauptet, dass der Anwendugsfall "relevant für viele" Kunden ist.
Ich habe jedoch deine Aussage "irrelevant" / "Promillebereich" / "für die Mehrheit nicht relevant" angezweifelt - und da liegt es an dir, einen Beweis dafür zu bringen!
Dein Hinweis auf Hotels, Behörden oder alte IPSec-Setups bestätigt im Grunde genau das Problem: nicht IPv6 ist das Hindernis, sondern veraltete oder nicht modernisierte Infrastruktur. Das ist ein Argument für mehr IPv6, nicht dagegen.
Toll, hilft aber den Leuten nicht, die davon betroffen sind und nichts an der Infrastruktur machen können!
Kurz gesagt: Dein Szenario ist real, aber nicht repräsentativ. Aus einem legitimen Spezialfall ein generelles Problem abzuleiten, macht das Argument nicht stärker, sondern unsauber.
Ach - jetzt ist dieses Szenario auf einmal nciht mehr "irrelevant" / liegt im "Promillebereich" / ist "für die Mehrheit nicht relevant", sondern jetzt schwächst du noch weiter auf "nicht repräsentativ" ab?
Was denn nun? Was sagen denn die Zahlen, die deine Aussage untermauern müssten? Oder gibt es schlichtweg für deine Aussage keinen Beweis, so dass das nur dein Bauchgefühl oder gar "gefährliches Halbwissen" sind?
Denn genau DAS war deine ursprüngliche Aussage, von der du immer weiter zurückruderst.
Und die ganze DualWAN/BGP/NPTv6-Diskussion geht komplett am ursprünglichen Punkt vorbei. Das sind Enterprise-Themen und haben mit dem typischen Privatnutzer nichts zu tun. Du verschiebst die Diskussion damit in einen Bereich, der für die Ausgangsfrage schlicht irrelevant ist.
Sicherlich sind das Enterprise-Themen, die aber dazu führen können, dass eben Firmen/Institutionen, die bisher noch keinen durchgängigen Rollout von IPv6 vorgenommen haben, davon abhalten, IPv6 generell auszurollen und/oder zumindest die Ausrollung behindern.
Das kann also für den typischen Privatnutzer sehr wohl relevant sein, wenn er bspw. in einem Hotel / Behörde / Firma sitzt, die genau aus diesen Punkten IPv6 noch nicht ausgerollt haben.
Und ich klammere mich keinesfalls an IPv4, aber wenn es nicht anders geht, weil die Ausrollung besch...en gemacht wird und es immer wieder zu Problemen kommt, dann hilft es halt nicht.
Ich erinnere nur mal an die VF Station, die ihrerseits ja schon Probleme mit IA_PD hat - um mal auf den Endkundenbereich zurückzukommen...