https://www.dwdl.de/nachrichten/100854/ ... 25_weiter/Dass sich die Tarifparteien am Montag nicht einmal auf ein neues Vergütungsmodell einigen konnten, kommt durchaus überraschend. Zuletzt war man sich jeweils entgegengekommen und es hatte bereits Signale für einen Abschluss gegeben. Das ist nun offenbar aus mehreren Gründen nicht passiert - die Gewerkschaften kommunizieren hier unterschiedlich.
Nach Angaben des VRFF sei man sich nahezu einig gewesen. Demnach sei eine lineare Steigerung der Gehälter um 4,71 Prozent ab Januar 2025 vereinbart worden, zusätzliche 1,23 Prozent sollten 2026 folgen. Hinzu kommen diverse Einmalzahlungen und eine Erhöhung des Kinderzuschlags. Es sind Angaben, die der WDR zuvor auch schon so bestätigt hatte. Man sei daher "mit einem guten Gefühl in die Verhandlungen gestartet", heißt es nach der Verhandlungsrunde vom VRFF. Gescheitert ist die Einigung nach Angaben der Gewerkschaft dann aber an offenen Fragen zur "besonderen jährlichen Zahlung". Diese wolle die Verhandlungskommission des WDR zunächst noch mit der künftigen Intendantin Katrin Vernau klären.
Unversöhnlicher klingen Verdi, DJV und Unisono, die ohne den VRFF kommunizieren. In einem Schreiben an die Mitglieder unter der Überschrift "Weiß der WDR, was er will. Angebot teilweise zurückgenommen – oder doch nicht?" greifen die Gewerkschaften den WDR scharf an. So habe der WDR sein Angebot (4,71 + 1,23 Prozent Steigerung) zunächst wiederholt, dann aber auch erklärt, man wisse nicht, "ob das von der politischen Entwicklung bis 2026 auch eingelöst werde". Nach Gewerkschaftsangaben sind die 1,23 Prozent Steigerung ab 2026 also unter Vorbehalt - wobei unklar ist, wie genau dieser Vorbehalt aussehen soll.
Streik beim WDR, NDR und SWR
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V0DAF0N3
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Re: Streik beim WDR, NDR und SWR
In den Vergütungstarifverhandlungen zwischen WDR und Gewerkschaften hat es erneut kein greifbares Ergebnis gegeben. Ende Januar soll weiter verhandelt werden. Offenbar sind sich die Gewerkschaften untereinander auch nicht so grün, wie immer getan wird.
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cka82
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Re: Streik beim WDR, NDR und SWR
Seit Mitternacht noch bis morgen 1:30 wird beim NDR an den Hamburger Standorten zur Durchsetzung der Tarifforderungen gestreikt.
https://ndr.verdi.de/tarife-und-vereinb ... ce58c1d654
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cka82
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Re: Streik beim WDR, NDR und SWR
Es wird wieder gestreikt bei WDR, NDR und BR. Dadurch heute eine gemeinsame Lokalzeit aus Bonn für Bonn, Köln, Aachen und Siegen sowie eine gemeinsame Lokalzeit für Dortmund, Münster und Bielefeld. Auf WDR Düsseldorf heute die Lokalzeit Bergisches Land. Außerdem gibt es, wie bei der Lokalzeit aus Duisburg heute Moderatoren, die sonst nicht on air sind. Außerdem gab es heute nur ein Best of hier und heute und die ServiceZeit ist durch ein Alternativprogramm ersetzt worden. Beim NDR wurde z.B. Schleswig-Holstein 18:00 vorab aufgezeichnet.
https://www.verdi.de/nachrichten/streik-ndr-wdr-und-br
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cka82
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Re: Streik beim WDR, NDR und SWR
Heute wird erneut beim WDR gestreikt, seit 2:00 heute Nacht noch bis morgen 2:00.
Dadurch natürlich wieder Auswirkungen im Programm. So läuft heute ein Best of hier und heute statt einer Livesendung, um 12:45 gab es kein WDR aktuell und aufgrund der Erfahrungen der vorigen Streiks sind auch bei den Lokalzeiten wieder gemeinsame Sendungen und/oder Moderatoren, die sonst nicht on air zu sehen sind, zu erwarten.
https://www.verdi.de/nrw/presse/pressem ... chenbeginn
Dadurch natürlich wieder Auswirkungen im Programm. So läuft heute ein Best of hier und heute statt einer Livesendung, um 12:45 gab es kein WDR aktuell und aufgrund der Erfahrungen der vorigen Streiks sind auch bei den Lokalzeiten wieder gemeinsame Sendungen und/oder Moderatoren, die sonst nicht on air zu sehen sind, zu erwarten.
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Re: Streik beim WDR, NDR und SWR
Statt der ServiceZeit heute eine Wiederholung des Alltagschecks mit Yvonne Willicks.
Heute die Lokalzeit Bergisches Land auch im Sendegebiet der Lokalzeit aus Düsseldorf. Die Lokalzeit aus Dortmund heute als gemeinsame Lokalzeit für die Regionen Essen und Dortmund. Lokalzeit aus Bonn heute auch für die Regionen Aachen und Köln. Die Lokalzeit OWL heute auch in der Region Münster.
Heute die Lokalzeit Bergisches Land auch im Sendegebiet der Lokalzeit aus Düsseldorf. Die Lokalzeit aus Dortmund heute als gemeinsame Lokalzeit für die Regionen Essen und Dortmund. Lokalzeit aus Bonn heute auch für die Regionen Aachen und Köln. Die Lokalzeit OWL heute auch in der Region Münster.
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Re: Streik beim WDR, NDR und SWR
Und wenn man dann solche Meldungen liest, wie auf DWDL, dann sieht man wie Gewerkschaften ticken. Offiziell wollen alle für Arbeitnehmerrechte und gute Arbeitsbedingungen streiten, nur gönnt eine Gewerkschaft der anderen keinen Erfolg und man empört sich untereinander. Die Mediengewerkschaft VRFF ist bereits einig mit dem WDR, das passt aber DJV, ver.di und Unisono nicht.
https://www.dwdl.de/nachrichten/106779/ ... im_eklat_/
Ich kenne das persönlich auch, dass Gewerkschaften sich dann bitter untereinander streiten, obwohl sich alle rühmen, doch für die Menschen im Betrieb gute Bedingungen zu erzielen. Die Realität sieht dann so aus, dass die Leute gegeneinander ausgespielt werden und auch die Gewerkschaften reden auf die Beschäftigten ein und am Ende ist jeder Spielball jeder Seite. Zum Kotzen finde ich das, weil man sehr viel Energie in keine Produktivität, in keine Teamfähigkeit, in keine Kommunikation steckt, sondern Machtspielchen das Handeln dominieren. Und so zerstreiten sich am Ende alle und es wird Misstrauen gesät usw. Das ist insgesamt keine gute und vorbildhafte Entwicklung. Mir ist daher auch überhaupt schleierhaft, weshalb Gewerkschaften meinen, dass so ein Gebaren Anklang findet. Ich finde das Gegenteil ist der Fall und schlussendlich dreht sich das meiste um die Daseinsberechtigung von Gewerkschaften, da gehts nicht um die Belange des Personals. Deswegen bin ich auch kein Freund von Gewerkschaften, weil die sich in Betrieben nicht konstruktiv einbringen, sondern nur ihr eigenes Ding machen. Zu Lasten auch von mancher guter Führungskraft, zu Lasten mancher Kunden und auch zu Last von Mitarbeitern, die sich nicht vor den Gewerkschaftskarren spannen lassen wollen. Da ist dann Intoleranz an der Tagesordnung. Ich habe auch noch bei keiner Richtungsentscheidung den Eindruck gewonnen, dass Gewerkschaften sinnvolle Vorschläge einbringen usw. Da wird pausenlos gegen die Führungsebene gehetzt und Stimmung gemacht. Mir geht nicht in den Schädel, wie ein solcher Egoismus mit einer gemeinsamen Marschrichtung im Betrieb zu vereinbaren sein soll. Ich bin für Fairness von vornherein und zumeist sind Gewerkschaften darin nicht sonderlich vorbildhaft, sondern letztlich verteilen sie Geld, das sie selbst nicht erwirtschaften und meinen, Wunder zu vollbringen. Dabei ist es nicht schwer, Geld von allen einzusammen - wie beim WDR - und einer Minderheit zuzuweisen. Schließlich ist das gesetzlich geregelt und bedarf zunächst keiner besonderen Anstrengung. Anders als in anderen Branchen. Und komischerweise sind Gewerkschaften zumeist dort am lautesten und stärksten vertreten, wo viel Geld fließt. (Automobilbranche, Stahl- und Elektroindustrie). Aber gemessen an meiner Aussage, sehen doch viele Mitarbeiter, die aufgrund des Wettbewerbsdrucks nun auch nach langer Betriebszugehörigkeit aktuell ihren Job verlieren, dass eine Gewerkschaft auch das nicht verhindern kann. (Aber im Jammern sind Gewerkschaften groß.) Aber vielleicht verursachen manche Forderungen und Besitzstandsdenken, dass manche Betriebe sich nicht der aktuellen Wettbewerbslage anpassen können und dann eben pleitegehen. Aber das kapieren Gewerkschaften oft nicht. Ich sage, würde man die Summen, die über Jahrzehnte verdient und ausgezahlt worden sind, sinnvoll verteilen und verwalten, könnten manche noch ein paar Jahre länger arbeiten ohne dass dies einen Arbeitsplatzverlust bedeuten müsste. Nur sehen das viele bis dahin nicht ein, mit dem Ergebniss, dass das ganze Konstrukt zusammenbricht, wenn die Umsätze nicht mehr stimmen. Und andernorts ist die gewerkschaftliche Dichte recht gering (im Osten dieses Landes) und das hat auch Gründe. Hier behaupten Gewerkschaften auch, es könne doch jeder Mitglied werden, um die Lage zu verbessern. In Wahrheit gibts dann eben gar keinen Betrieb und somit auch keine Arbeitsplätze. Da können Gewerkschaften noch so viel wollen. Und das Problem beim WDR ist im Grunde ein Luxusproblem. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist hierzulange ein Privileg und beherbergt viele Menschen, die ganz sicher nicht schlecht verdienen. Auch wenn ich jedem persönlich so viel Reichtum gönne wie es geht, sollten solche Streitigkeiten vielleicht besser hinter verschlossenen Türen stattfinden. Ansonsten gibt man ein erbärmliches Bild ab und kehrt leider einen wahren Kern vieler Gewerkschaften nach außen, der wenig vorbildhaft ist.Während die VRFF-Verhandler erklären, sie hätten ihre "Ziele erreicht", will der WDR dieses mit der relativ kleinen Mediengewerkschaft ausgehandelte Ergebnis auf alle festangestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen anwenden - unabhängig von ihrer Gewerkschaftszugehörigkeit. "Auch wenn die Gespräche mit den drei anderen Gewerkschaften ver.di, DJV und Unisono noch nicht abgeschlossen werden konnten", heißt es dazu intern vom WDR. Ausgenommen sind die Musiker und Freien, für die die VRFF nicht verhandelt hat.
https://www.dwdl.de/nachrichten/106779/ ... im_eklat_/
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robert_s
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Re: Streik beim WDR, NDR und SWR
Nicht nur du. Der Anteil der Arbeitnehmer in Deutschland, die Gewerkschaftsmitglieder sind, sinkt stetig. Vielleicht ist das Problem der Gewerkschaften ja auch, dass die Arbeitnehmerrechte in Deutschland inzwischen so weit gediehen sind, dass sie kaum noch etwas sinnvolles beitragen können. Stattdessen rührt man fleißig die Werbetrommel - auf Kosten der Kunden der Unternehmen, in denen sie ihr Unwesen treiben. Unrühmlichstes Beispiel sind wohl die alljährlichen Bahnstreiks. Dabei ist die Bahn doch nun wirklich schon kaputt genug, dass man sie nicht noch zusätzlich kaputt streiken müsste...V0DAF0N3 hat geschrieben: 10.06.2026, 20:29 Deswegen bin ich auch kein Freund von Gewerkschaften, weil die sich in Betrieben nicht konstruktiv einbringen, sondern nur ihr eigenes Ding machen.
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V0DAF0N3
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Re: Streik beim WDR, NDR und SWR
Gegen Tarifautonomie usw. habe ich überhaupt nichts. Und es ist selbstverständlich eine Errungenschaft, dass Menschen vernünftige Löhne und Arbeitsbedingungen haben sollten. Nur passt mir die Art und Weise der Gewerkschaften nicht, weil sie aus meiner Sicht dazu auch beitragen, dass ein Unfriede herrscht.robert_s hat geschrieben: 10.06.2026, 23:59 Nicht nur du. Der Anteil der Arbeitnehmer in Deutschland, die Gewerkschaftsmitglieder sind, sinkt stetig. Vielleicht ist das Problem der Gewerkschaften ja auch, dass die Arbeitnehmerrechte in Deutschland inzwischen so weit gediehen sind, dass sie kaum noch etwas sinnvolles beitragen können. Stattdessen rührt man fleißig die Werbetrommel - auf Kosten der Kunden der Unternehmen, in denen sie ihr Unwesen treiben. Unrühmlichstes Beispiel sind wohl die alljährlichen Bahnstreiks. Dabei ist die Bahn doch nun wirklich schon kaputt genug, dass man sie nicht noch zusätzlich kaputt streiken müsste...![]()
Der Name Arbeitskampf als schärfstes Schwert einer Gewerkschaft sagt ja schon, was Sache ist. Und ich hänge - an dem zugegeben romatischen und ziemlich unrealistischen Konzept - einer Vertragspartnerschaft. Eine Partnerschaft bedeutet Augenhöhe und Fairness. Wenn das nämlich gegeben wäre (im Übrigen auf jeder Seite) dann bräuchte es Gewerkschaften nicht. Nichtsdestotrotz sind die ja auch nur häufig dort, wo viel Geld durch Mitgliedschaftsbeiträge in Aussicht steht. Etwa durch ein Gesetz oder eine besondere Stellung oder Aufgabe. Also etwas, was so qua Gesetz vorgeschrieben ist, wie es zu sein hat. Wenn eine Imbissbudenbesitzerin in der Lausitz ihren Job verliert, kommt auch keine Gewerkschaft und ändert daran was. Das ist denen egal. Aber wenn bei Konzernen der Rotstift angesetzt wird, z. B. weil auch Betriebsräte usw. den Fortschritt ausbremsen, weil die Angst haben, dass der eigenen Belegschaft etwas zugemutet wird, dann sind sie auf den Barrikaden. Das finde ich in diesem Falle falsch, weil sie ja im Vorhinein auch mitbestimmen. Fährt eine Firma gegen die Wand, soll dann immer nur die Geschäftsleitung schuld sein. Und natürlich gibts auch da schwarze Schafe. Indem aber häufig nur in diesen Kategorien gedacht und agiert wird, schaukelt sich das ganze doch erst hoch. Jeder vermeintliche Fehler wird ausgenutzt. Das Gegenteil der von mir zu lebenden Fairness. Und so gibts irgendwann Punkte wo weder Betriebsleitung noch Arbeitnehmervertretung im Betrieb nachgeben. Ab dann ist immer alles Kampf. Und streng genommen sind Arbeitnehmervertreter nach BetrVG noch etwas anderes als Gewerkschaftsfunktionäre. Aber meist erfolgt die Ausführung dieser Tätigkeit in Personalunion. Jeder der dann vertreten werden sollte, aber kein Gewerkschaftsmitglied ist, hat schlechtere Karten. D. h. es gibt offiziell keiner zu, aber wenns hart auf hart kommt, ist das Engagement der Arbeitnehmervertretung dann eben recht lasch. Hingegen wird bei Gewerkschaftsmitgliedern dann sogar aus Unrecht Recht gemacht. Hab ich selbst schon erlebt. Und das kann nicht richtig sein. Endloses Thema...
Und ich finde ja auch gerade in puncto Umweltschutz und Nachhaltigkeit, die ganzen Kunststoffkugelschreiber, Schlüsselbändchen, Ansteckbuttons und der ganze Werbekram, mit dem die Gewerkschaften ihre Mitglieder überhäufen, ist so ein Kindergarten. Als würden die Leute darauf warten, etwas gratis zu bekommen. (Ich finds eher einfallslos und rückständig.) Aber augenscheinlich haben die es ja noch dicke.