Sky Deutschland vor Verkauf?

In diesem Bereich dreht sich alles um Sky. Themen, die nur Sky über Satellit oder andere Empfangswege betreffen, bitte entsprechend kennzeichnen!
Forumsregeln
Forenregeln

Informationen zu Sky im Kabelnetz von Vodafone gibt es auch im Helpdesk.
Benutzeravatar
V0DAF0N3
Kabelfreak
Beiträge: 1492
Registriert: 26.02.2020, 21:54

Re: Sky Deutschland vor Verkauf?

Beitrag von V0DAF0N3 »

cka82 hat geschrieben: 23.04.2026, 16:34 Und v.a. wäre aus RTL Sicht ein zeitnaher Wechsel weg von Sat auch deshalb sinnvoll, weil man ja sehr viel Geld jetzt für die sky Übernahme hingeblättert hat, und durch einen Verzicht auf die Sataustrahlung könnte man viel Geld einsparen.
Was haben denn alle plötzlich gegen Satempfang? Warum soll man diese Kunden ausgrenzen und ins Streaming treiben? Vielleicht haben sich die Nutzer von Sat auch gerade deshalb für Sat entschieden, um nicht vom Internet abhängig zu sein. Manche haben auch kein tolles Internet. Aber inzwischen scheint es nur noch um Profit zu gehen und nicht mehr darum, dass ein Kunde auch eine gewisse Entscheidungshoheit und -freiheit genießen darf. Wer nicht mitzieht, hat Pech gehabt. Finde ich schade, dass sich offenbar Kunden zunehmend darauf einlassen. Der Preis dafür ist die Abhängigkeit und das geht so lange gut, bis die Leute merken, dass sie selbst nichts mehr zu entscheiden haben. Mir persönlich fehlt da die Weitsicht. Und ich vertrete eine liberale Marktposition, d. h. für mich besteht ein Markt aus mehreren Verbreitungswegen und Anbietern, nur wenn alle einem Modell nacheifern, braucht man im Grunde auch keinen Wettbewerb mehr und der Kunde keine Entscheidungsgewalt. Nur noch ja oder nein. Wie es läuft merkt man ja schon bei den Restriktionen was Aufnahmen anbelangt. Es wird hingenommen, aber in Wahrheit gefällt es den Leute auch nicht.
cka82
Helpdesk-Mitarbeiter
Helpdesk-Mitarbeiter
Beiträge: 3199
Registriert: 06.01.2020, 10:59
Wohnort: Geldern
Bundesland: Nordrhein-Westfalen

Re: Sky Deutschland vor Verkauf?

Beitrag von cka82 »

V0DAF0N3 hat geschrieben: 23.04.2026, 16:40
cka82 hat geschrieben: 23.04.2026, 16:34 Und v.a. wäre aus RTL Sicht ein zeitnaher Wechsel weg von Sat auch deshalb sinnvoll, weil man ja sehr viel Geld jetzt für die sky Übernahme hingeblättert hat, und durch einen Verzicht auf die Sataustrahlung könnte man viel Geld einsparen.
Was haben denn alle plötzlich gegen Satempfang? Warum soll man diese Kunden ausgrenzen und ins Streaming treiben? Vielleicht haben sich die Nutzer von Sat auch gerade deshalb für Sat entschieden, um nicht gegängelt zu werden. Aber inzwischen scheint es nur noch um Profit zu gehen und nicht mehr darum, dass ein Kunde auch eine gewisse Entscheidungshoheit und -freiheit genießen darf. Wer nicht mitzieht, hat Pech gehabt. Finde ich schade, dass sich offenbar Kunden zunehmend darauf einlassen. Der Preis dafür ist die Abhängigkeit und das geht so lange gut, bis die Leute merken, dass sie selbst nichts mehr entscheiden können. Mir persönlich fehlt da die Weitsicht. Und ich vertrete eine liberale Marktposition, d. h. für mich besteht ein Markt aus mehreren Verbreitungswegen und Anbietern, nur wenn alle einem Modell nacheifern, braucht man im Grunde auch keinen Wettbewerb mehr und der Kunde hat keine Entscheidungsgewalt mehr. Nur noch ja oder nein. Merkt man ja schon bei den Restriktionen was Aufnahmen anbelangt. Es wird hingenommen, aber in Wahrheit gefällt es den Leute auch nicht.
Das Kunden ausgrenzen und ins Streaming treiben Argument könntest du genauso bei der Sky Abschaltung bei VF anwenden.
In manchen Bereichen hat Streaming Vorteile, z.B. größere Auswahl und mehr Freiheit, was/wann du schaust, aber halt auch Nachteile : Letztendlich wird es ja auch teurer für den Endkunden, wenn man statt wie zuvor, einem Abo, dass alles beinhaltet, auf einmal für zig einzelne Streamingdienste zahlen muss, um dasselbe weiterhin sehen zu können.
Ich denke, dass es die von die angesprochene "liberale Marktposition" noch eine Weile geben wird, allein schon weil halt noch viele über herkömmliche Übertragungswege schauen und auch weil die notwendigen Interntvoraussetzungen noch längst nicht überall gegeben sind. Aber es wird halt immer mehr Sender/Veranstalter geben, die sich weg vom "normalen TV" ganz oder teilweise hin zum Streaming bewegen.
Hoppelhase
Kabelexperte
Beiträge: 871
Registriert: 26.07.2017, 18:42

Re: Sky Deutschland vor Verkauf?

Beitrag von Hoppelhase »

Stichwort ist, personalisierte Werbung. Im herkömmlichen TV laufen für alle Zuschauer sechs Minuten lang die selben Werbefilmchen und im Streaming kann der Sender/Veranstalter die Werbezeit doppelt & dreifach individuell zugeschnitten verkaufen.
Benutzeravatar
Blue7
Kabelfreak
Beiträge: 1060
Registriert: 15.02.2020, 11:48

Re: Sky Deutschland vor Verkauf?

Beitrag von Blue7 »

V0DAF0N3 hat geschrieben: 23.04.2026, 16:40Was haben denn alle plötzlich gegen Satempfang?
Gar nichts, aber Sat Transponder sind sehr und teuer und somit das beste um Einsparungen vornehmen zu können. Zudem stirbt der Kabel/Satzuschauer aus. Man sieht es ja bei den Einschaltquoten jeden Tag aufs neue. Zielgruppe 14-49 Jahre schafft teils nicht mal mehr die 0,8 Mio für die meistgesehene Sendung, Tendenz abwärts. Kosten/Nutzen = 0 für eine Satbetrieb.
Zudem PayTV in Deutschland eh schon lange vor dem Aus steht. Alles nur noch Abspielsender ohne neuen Content. Und der eine oder andere PayTV Sender hat schon seine FastTV Sender zwischenzeitlich gestartet. Sag ja auch schon etwas was wie gut das PayTV Geschäft noch läuft.

Und was man aus Unternehmenssicht auch sagen kann ist. Mit linearer DVB-S/C Verbreitung bekommst du schlecht mit was und wie lange der Nutzer schaut.
Via Sat geht das zwischenzeitlich zwar nur noch mit Sky Q. Andere Gerätschaften lassen kein Sky Abo mehr zu, aber auch hier wandern die Leute ja von Sky zu WOW ab. Günstiger und auf allen Endgeräten nutzbar.
robert_s
Insider
Beiträge: 8164
Registriert: 30.11.2010, 15:09
Bundesland: Berlin

Re: Sky Deutschland vor Verkauf?

Beitrag von robert_s »

V0DAF0N3 hat geschrieben: 23.04.2026, 16:40 Was haben denn alle plötzlich gegen Satempfang? Warum soll man diese Kunden ausgrenzen und ins Streaming treiben?
Nicht alle Sat-Zuschauer sind Kunden. Früher hat man sich ja noch gefragt, ob das Ende der unverschlüsselten SD-Ausstrahlung zur Aufhebung der Verschlüsselung bei den HD-Varianten führen könnte, aber inzwischen fragt man sich tatsächlich, ob nicht Free-TV und HD+ sogar am Ende gleichzeitig abgeschaltet werden...
V0DAF0N3 hat geschrieben: 23.04.2026, 16:40 Aber inzwischen scheint es nur noch um Profit zu gehen und nicht mehr darum, dass ein Kunde auch eine gewisse Entscheidungshoheit und -freiheit genießen darf.
"inzwischen"? Ich darf mal an die Vorspulsperre bei HD+ erinnern. Es ging noch nie darum, dem Kunden ein attraktives Angebot zu machen, sondern nur, wie viel man dem Kunden zumuten kann, und er trotzdem noch fürs werbefinanzierte TV zu bezahlen bereit ist. Und es sollen ja über 2Mio Kunden sein, die sich derart gerne ausnehmen lassen.

Wer Entscheidungshoheit und -freiheit genießen will, ist gar kein Kunde, sondern nutzt kostenlose Angebote. Und da sind die deutschen Privatsender mit ihrem rückständigen SD-Angebot ohnehin schon auf verlorenem Posten.
Flole
Insider
Beiträge: 11271
Registriert: 31.12.2015, 01:11

Re: Sky Deutschland vor Verkauf?

Beitrag von Flole »

Hoppelhase hat geschrieben: 23.04.2026, 17:35 Im herkömmlichen TV laufen für alle Zuschauer sechs Minuten lang die selben Werbefilmchen und im Streaming kann der Sender/Veranstalter die Werbezeit doppelt & dreifach individuell zugeschnitten verkaufen.
Dann hast du aber schon länger kein Pro 7 mit aktiviertem HBBTV mehr geschaut.
cka82
Helpdesk-Mitarbeiter
Helpdesk-Mitarbeiter
Beiträge: 3199
Registriert: 06.01.2020, 10:59
Wohnort: Geldern
Bundesland: Nordrhein-Westfalen

Re: Sky Deutschland vor Verkauf?

Beitrag von cka82 »

Es soll bis zu 10 Bundesligaspiele im Free-TV geben. Der DFB-Pokal soll bei RTL+ und sky laufen, die Europa League auch bei sky.
Zu neuen Preisen will man "spätestens zum Start der neuen Bundesliga-Saison" mehr sagen.

Und zum Thema lineares Fernsehen und Streaming gibt es vom RTL CEO die Aussage : "Die Nutzung verschiebt sich deutlich in Richtung Streaming, vor allem bei jüngeren Zielgruppen. Darauf reagieren wir. Gleichzeitig bleibt lineares Fernsehen wichtig – etwa für große Live-Momente. Aber für die Zukunft müssen wir uns ganz klar ausrichten."

https://meedia.de/news/beitrag/21631-ce ... i-rtl.html
https://www.t-online.de/unterhaltung/tv ... ndig-.html
https://www.t-online.de/sport/fussball/ ... ndert.html
Benutzeravatar
V0DAF0N3
Kabelfreak
Beiträge: 1492
Registriert: 26.02.2020, 21:54

Re: Sky Deutschland vor Verkauf?

Beitrag von V0DAF0N3 »

cka82 hat geschrieben: 23.04.2026, 17:00 Das Kunden ausgrenzen und ins Streaming treiben Argument könntest du genauso bei der Sky Abschaltung bei VF anwenden.
Gilt natürlich auch dafür.
robert_s hat geschrieben: 23.04.2026, 18:43 Nicht alle Sat-Zuschauer sind Kunden. Früher hat man sich ja noch gefragt, ob das Ende der unverschlüsselten SD-Ausstrahlung zur Aufhebung der Verschlüsselung bei den HD-Varianten führen könnte, aber inzwischen fragt man sich tatsächlich, ob nicht Free-TV und HD+ sogar am Ende gleichzeitig abgeschaltet werden...
robert_s hat geschrieben: 23.04.2026, 18:43Es ging noch nie darum, dem Kunden ein attraktives Angebot zu machen, sondern nur, wie viel man dem Kunden zumuten kann, und er trotzdem noch fürs werbefinanzierte TV zu bezahlen bereit ist.
Das Geschäftsmodell von HD+ ist aber ein anderes als das Geschäftsmodell von Sky. Nur wenn einem Anbieter die Verbreitung zu teuer ist, soll er es halt gleich lassen. Dann weiß der Kunde wenigstens woran er ist. Offenbar wähnen sich manche Anbieter inzwischen in einer Position nunmehr einseitig darüber zu entscheiden. Und machen es letztlich auch, weil offenbar genug Kunden unter Vertrag gebracht worden sind, um sich um andere Meinungen nicht scheren zu müssen. Wer nicht mitzieht, hat halt Pech. Und das ist inzwischen der Standard. Wer kein HD+ wollte, konnte die Programme aber wenigstens weiterhin in SD empfangen. Da wurde einem so gesehen nicht so viel genommen, wenn man sich gegen das Angebot entschieden hat. Inzwischen scheinen die Methoden von Marktteilnehmern andere zu sein.

Früher haben sich die Sender noch bemüht, um überhaupt an die Zuschauer zu kommen. Da wurden z. B. Aktionen gemacht, wer sich ne Schüssel aufs Dach schraubt und bei Gewinnspielen konnte man mit der richtigen Programmierung auf die vom Sender bevorzugte Taste der Fernbedienung Preise gewinnen. Inzwischen sind die Zuschauer den Sendern insofern egal, als dass es gefühlt nur noch ums Bezahlen für die Macken des Marktes geht. Viele Leute haben aber eine Schüssel und werden dafür jetzt bestraft, weil es manchen Sendern zu teuer geworden ist, Programm satellitär zu verbreiten. Stattdessen müssen Kunden dann immer einen Internetanschluss vorhalten. Ob das für die Kunden immer wirtschaftlich ist, fragt der Anbieter ja auch nicht. Wird halt vorausgesetzt. Man verdreht die Seiten. Dem Sender ist die teure Verbreitung nicht zuzumuten, wohl aber den Kunden die Kosten für einen Internetanschluss.

Und natürlich weiß auch ich, dass Fernsehen keine karitative Angelegenheit ist. Es geht ums Geldverdienen und das ist auch okay. Aber die Art und Weise wie das getan wird, ist schon anders als früher. Der Markt hat sich geändert, die technischen Möglichkeiten sind andere geworden und auch die Player im Markt sind teils andere. Trotzdem wollen alle die Aufmerksamkeit und das Geld von jedem Einzelnen. Und hier kommt eine Art des Taktierens zum Einsatz. Inzwischen legt man nicht mehr nur die eigene Offerte aus und der Kunde entscheidet, sondern die Anbieter verknüpfen geschickt Inhalte, Preise und Technik miteinander um die Kunden zu locken und abhängig zu machen. Wer schwach wird, wird automatisch zum Spielball. Das war früher nicht so. Hat sich ein Angebot nicht durchgesetzt, endete es. Inzwischen wird überlegt, wie man am Besten z. B. Kundengruppen gegeneinander ausspielt. (Etwa Rabattabos bei Sky. Was hat denn ein treuer, langjähriger Kunde davon Vollpreise zu bezahlen, wenn anderen Kunden dasselbe Angebot deutlich günstiger angeboten wird? Dass ein Kunde besser gestellt wird als ein anderer oder einer vermeintlich klüger agiert als der andere wird dann noch als intelligenter Schachzug bezeichnet. Obwohl klar ist, dass der Preisrabatt ohne den Vollpreisabonnenten nicht drin wäre. Statt Treue zu belohnen, kriegt man noch den berühmten Tritt in den Hintern.)

Und beim Kabel hat die Telekom auch Ewigkeiten die Befindlichkeiten der oberen Etagen und Marktposition ausgelebt, sodass im Grunde bis zur Ausgliederung in die Kabel Deutschland und die Gesellschaften in NRW, BW und Hessen und der Einführung von digitalem Fernsehen da auch lange nichts vorwärts ging und Engpässe gang und gäbe waren. Und würde Vodafone heute für klassische DVB-C-Übertragung mehr übrig haben, könnte auch hier ein attraktiveres Programmangebot vorherrschen und es müsste nicht zur Internet only Sichtweise mancher Marktteilnehmer kommen. Wenn man mal schaut, wie viele Programme vor zwanzig Jahren z. B. bei Kabel BW zu empfangen waren, dagegen ist das heutige Angebot nahezu ein Witz. Aber das sind unternehmerische Entscheidungen. Als Konzern erlaubt man es sich, weil man meint, es sich leisten zu können. Schöne moderne Welt, in der wir leben.

Und es gab im Laufe der Zeit auch noch an anderen Stellen Entscheidungen, die dem Endkunden schmackhaft gemacht wurden und zu deren Nachteil führten. Zum Beispiel DSR. Die Kunden haben sich die teure Empfangstechnik gekauft und dann wurde der ganze Bums eingestellt. Da waren schnell mal 1.000 DM und mehr in den Sand gesetzt. Später hieß es mal: kauft 3D, das ist die Zukunft. Die Leute haben 3D-Fernseher gekauft, aber es hat sich leider doch nicht durchgesetzt. Immer soll der Kunde der Dumme sein, wenn der Markt nicht ausgereift ist. Und dann hat man beim Rundfunk- und Fernsehen mit DVB glücklicherweise einen Standard, mit dem die Leute jahrelang selbst entscheiden konnten, auf welche Weise sie ihre Programme empfangen. Inzwischen oktroyieren Anbieter den Kunden ihre eigene Hardware auf, nehmen Einfluss auf die Art des Empfangs, das Aufzeichnen, Spulen und anderes mehr. Natürlich immer aus rechtlichen Gründen. Aber dass Kunden damit so gut wie gar nichts mehr selbst entscheiden können, scheint kaum Gewicht zu haben.

Zu HD+: Ich hab in Erinnerung, dass das Argument ursprünglich war, ein Entgelt für HD zu nehmen, weil die technische Umrüstung auf HD sehr teuer war (Studiotechnik, Kameras, SAW, Playout, Übertragung) und deshalb im Grunde eine "technische Pauschale" verlangt wurde. Geld nimmt HD+ immer noch, nur dass es hier schon lange keine großartigen Senderzuwächse gab, wenn man mal von den HIGH-VIEW-Aktivitäten absieht. Und die Umrüstungen haben auch längst stattgefunden, insofern sollte man dieses Argument überdenken, sofern dieses für die Preisbildung noch immer herangezogen wird. SES/ASTRA/HD+ haben sich halt sehr lange auf ihrer Marktposition ausgeruht und inzwischen haben andere Anbieter (waipu, ZATTOO usw.) nachgezogen und für deutlich geringeres Entgelt mehr Programm im Angebot. Und das ist ja auch gut und okay in einer Marktwirtschaft.

Aber was an anderer Stelle, nämlich im Pay-TV gemacht wird, dass man u. U. zig Abos braucht, um alles mögliche zu sehen, ist ein völlig desolates Marktgefüge, was durch die Globalisierung und utopische Lizenzkosten hervorgerufen wird. Der Druck, immer mehr Kunden gewinnen und immer höhere Lizenzkosten stemmen zu müssen, führt zu großen Abhängigkeiten und reißt große Löcher in Budgets im Verlustfall. Vordergründig soll es Angebotsvielfalt für die Kunden sein, faktisch sind es immer Wetten darauf, ob es gelingt, z. B. bestimmte Sportrechte zu erlangen und gewinnbringend zu vermarkten.

Allein im Bereich Sport gibt es so viele, die etwas vom Kuchen abhaben wollen. So viel kann man eigentlich gar nicht vor dem Bildschirm sitzen. Aber ein Kunde soll ja auch nicht nur die Funktion eines Geldgebers haben, sondern möglichst auch für die eigene Unterhaltung etwas geboten bekommen. Und bei der aktuellen Weltlage bin ich nicht sicher, ob es sich jeder leisten kann oder will oder soll. Schlussendlich läuft es darauf hinaus, das Nutzungsverhalten der Kunden noch besser durchleuchten und analysieren zu können, vorgeblich, um eigene Interessen algorhythmisch ermitteln zu lassen, aber nur um mehr Werbung verkaufen zu können. Als wäre das der Hauptzweck des Menschseins. Man selbst soll nur noch das machen, denken und kaufen, was die Sender einem gedenken vorzugeben. Scheint offenbar eine Mehrheit nicht zu stören, aber es gibt ja auch genügend Menschen, die ihr Einkaufsverhalten an Supermärkte verkaufen, um ein paar Euro Rabatt zu bekommen.