Vodafone will gegen Schwarzseher vorgehen

In diesem Forum geht es um andere Receiver als die via Vodafone TV (bzw. ehemals TV Komfort), Vodafone GigaTV oder HZ TV (ehem. Horizon TV) vertriebenen, und alle technischen Angelegenheiten, die nicht in die anderen Unterforen passen.
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robert_s
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Re: Vodafone will gegen Schwarzseher vorgehen

Beitrag von robert_s »

Besserwisser hat geschrieben: 13.10.2023, 22:15 Die Ösis machen also alles richtig.
Warum sollte das bei uns nicht auch so funktionieren?
Weil es die Verschlüsselung nicht kostenlos gibt. Für Österreich mag eingesparte Lizenzkosten >> Verschlüsselungskosten gelten, für Deutschland könnte die Rechnung aber nicht so aufgehen.

Und wie spaßig mag es der Gebührenzahler finden, wenn er sich dann mit Modulen, Karten und längeren Umschaltzeiten herumärgern muss, und für all den Ärger auch noch selbst in Form einer Gebührenerhöhung bezahlen darf?
SenfKabelHer
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Re: Vodafone will gegen Schwarzseher vorgehen

Beitrag von SenfKabelHer »

Karl. hat geschrieben: 12.10.2023, 17:22 Die öffis wollen nicht verschlüsselt werden...

Man könnte aber auch die Vertriebsstruktur so anpassen, dass man keine technischen Barrieren mehr braucht...
Karl und seine Andeutungen, wer A sagt muss auch B sagen :skull:
SenfKabelHer
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Re: Vodafone will gegen Schwarzseher vorgehen

Beitrag von SenfKabelHer »

robert_s hat geschrieben: 13.10.2023, 22:22
Besserwisser hat geschrieben: 13.10.2023, 22:15 Die Ösis machen also alles richtig.
Warum sollte das bei uns nicht auch so funktionieren?
Weil es die Verschlüsselung nicht kostenlos gibt. Für Österreich mag eingesparte Lizenzkosten >> Verschlüsselungskosten gelten, für Deutschland könnte die Rechnung aber nicht so aufgehen.

Und wie spaßig mag es der Gebührenzahler finden, wenn er sich dann mit Modulen, Karten und längeren Umschaltzeiten herumärgern muss, und für all den Ärger auch noch selbst in Form einer Gebührenerhöhung bezahlen darf?
Man kann auch die hohen Kosten der AfterGEZ in Frage stellen und gleich alles steuerlich finanzieren. Dann zahlt die kleine Rentnerin anteilig über das Steuersystem auch weniger als jemand mit hohem Einkommen.

Und das Pseudoargument der Staatsferne, unserer Schulen sind astreine Behörden, Lehrer weisungsgebundene Beamte, trotzdem sind unsere Schulen keine Propagandabuden wo die Jugend indoktriniert wird (auch wenn einige an den extremeren Enden das vielleicht anders sehen). Und genauso wie Schulen gehört ein Informationsangebot, das nicht kommerziellen Maßstäben unterliegt, zur Daseinsvorschläge und einem staatlichen Bildungsauftrag, der ja nicht mit der Pubertät endet.


Das Instrument zur Wahrung der FDGO ist nicht eine teure Gebühreneinzugszentrale zu unterhalten, sondern Wahlen, transparente Staatsgewalten und freie Gerichte. Das schützt die freiheitlich-demokratische Grundordnung. Sei es in der Presse oder anderswo. Ich will die Regierung oder die Partei sehen die über die Finanzierung aus Steuermitteln Einfluss auf den ÖR nehmen würde. Nicht nur würden die abgewählt, vorher vermutlich zum Rücktritt gezwungen, die massenhaften Verfassungsbeschwerden in Karlsruhe würden es sowieso nichtig machen. Es ist vollkommen irreal dieses Gebührensystem immer damit zu begründen, dass damit der ÖR staatsfern(er) wäre. Dann sollte man lieber die sogenannten Rundfunkräte abschaffen, die voller Politiker sind.

Letztlich, seien wir mal ehrlich, geht's nur darum, dass jemand die Altersversorgung zahlen muss, egal ob man die ÖR abschafft, wie manche fordern oder daraus eine Steuerfinanzierung macht, es würde im Staatshaushalt landen und das will kein Finanzminister. Darum müssen wir die ganze Bürokratie und den ewigen Streit darum ertragen. Letztlich müsste es "Rundfunk- und Pensionsbeitrag zur Versorgung früherer Rundfunkmitarbeiter" heißen. Jetzt, wo die Boomer in Rente gehen, mehr denn je.
Amadeus63
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Re: Vodafone will gegen Schwarzseher vorgehen

Beitrag von Amadeus63 »

Die Aussage bezüglich der Verschlüsselung im Kabel für Österreich trifft nicht zu. Lediglich via SAT benötigt man die ORF-Smartcard bzw. das Modul mit integrierter Entschlüsselung a la Freenet TV. DVB-T2 läuft über SimpliTV, ORF1/2 in SD sind dabei FTA. --- Im Kabel sind alle Standardsender ganz normal zu empfangen, nur Pay-TV und die HD-Sender der Privaten werden verschlüsselt angeboten. Das ist exakt so wie hier...
Bild : LG OLED C2 / Ton : Bose Soundbar / ZATTOO.CH / WAIPU.TV
maniatore2006
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Re: Vodafone will gegen Schwarzseher vorgehen

Beitrag von maniatore2006 »

Die verschlüsselung ist nicht ohne grund aufgehoben wurden, davon abgesehen so wie ich Vf Kenne würden sie für eine Grundverschlüsselung das noch vorhandene Nagravision 2 Nehmen :D

Die Sperrfilter Sperren auch wichtige Frequenzen. Ich hatte damals einen, bis er irgendwann entfernt wurde.

Ich Wurde dann nur aufgefrdert "bitte kein Kabel TV zu nutzen, ohne zu Zahlen" Ich hatte da aber achon auch meine SAT Antenne.

Neben der Alten D02 Karte.
Slartibartfas042
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Re: Vodafone will gegen Schwarzseher vorgehen

Beitrag von Slartibartfas042 »

Besserwisser hat geschrieben: 06.10.2023, 21:09 Ich bekomme schon Hals, wenn ich die Mediatheken buffern sehe, bevor es los geht.
Unsere ausländischen Kunden mit ihren IP-Boxen jammern über stockende Verbindungen und miese Auflösung.
Mit dem Messgerät wird allerdings die gebuchte Bandbreite erreicht.
Meistens 250 Mbit/s oder höher.
Es liegt also auch oft an den Anbietern.
Aber erkläre das mal den Leuten.

:roll:
:nein:
Dannn erkläre aber bitte auch den Leuten, dass
1) nicht nur der Durchsatz zählt, sondern auch die Latenzzeiten
2) es nichts nützt, wenn die Datenverbindung zur Verteilstation bzw. eben zum nächsten "Verteilerkasten" reicht, dieser sollte dann auch ausfallsicher und vor allem auch ausreichend schnell dimensioniert an das Internet angebunden sein!

:streber: Was man mit dem "Messgerät" misst ist schließlich nicht die Geschwindigkeit "ins Internet" oder zum DE-NIC oder zu einem großen Knotenpunkt der Internetverbindungen. Was man da misst ist eben nur die Verbindung, die das Kabelmodem zum Verteilerkasten aufbauen kann. Und was nützt es, wenn diese Verbindung zum Verteilerkasten mit 1 GBit/s funktioniert, während dieser Kasten dann für den einzelnen Nutzer gerade mal 50 oder gar 15-20 MBit/s in das Internet, oder zumindest in Internet-Zweige der "Konkurrenz" übrig hat? Warum sonst werden die Server der Geschwindigkeits-Tests, die Server von Google jeweils bei den einzelnen Providern (Telekom, Vodafone, ....) mit einem eigenen Cluster gemirrort? Wo sind die Pingzeiten bei den Messgeräten? VDSL schafft zwischen 8 und 15 ms, wo steht da ein guter Kabelanschluss?

So sieht es z. B. bei Telekom aus:
user@server:~> ping -c 5 8.8.8.8
PING 8.8.8.8 ( 8.8.8.8 ) 56(84) Bytes an Daten.
64 Bytes von 8.8.8.8: icmp_seq=1 ttl=118 Zeit=10.3 ms
64 Bytes von 8.8.8.8: icmp_seq=2 ttl=118 Zeit=8.73 ms
64 Bytes von 8.8.8.8: icmp_seq=3 ttl=118 Zeit=8.31 ms
64 Bytes von 8.8.8.8: icmp_seq=4 ttl=118 Zeit=8.28 ms
64 Bytes von 8.8.8.8: icmp_seq=5 ttl=118 Zeit=8.33 ms

--- 8.8.8.8 ping-Statistik ---
5 Pakete übertragen, 5 empfangen, 0% packet loss, time 4007ms
rtt min/avg/max/mdev = 8.282/8.792/10.314/0.778 ms


zum exakt gleichen Zeitpunkt dafür bei Vodafone-Kabel-Deutschland:
user@server:~> ping -c 5 8.8.8.8
PING 8.8.8.8 ( 8.8.8.8 ) 56(84) Bytes an Daten.
64 Bytes von 8.8.8.8: icmp_seq=1 ttl=117 Zeit=25.7 ms
64 Bytes von 8.8.8.8: icmp_seq=2 ttl=117 Zeit=23.8 ms
64 Bytes von 8.8.8.8: icmp_seq=3 ttl=117 Zeit=26.0 ms
64 Bytes von 8.8.8.8: icmp_seq=4 ttl=117 Zeit=25.7 ms
64 Bytes von 8.8.8.8: icmp_seq=5 ttl=117 Zeit=23.6 ms

--- 8.8.8.8 ping-Statistik ---
5 Pakete übertragen, 5 empfangen, 0% packet loss, time 4007ms
rtt min/avg/max/mdev = 23.603/24.970/26.012/1.052 ms


Thema Ausfallsicherheit
Irgendwo in Bayern in der Stadt Fürth zerreißt ein Bagger ein einziges Kabelbündel,
und im gesamten Großraum
Nürnberg -
Fürth -
Lauf/Nbg -
Nürnberger-Land
bis nach Neustadt/Aisch
fällt das gesamte (!) Netz der Vodafone Internet, Telefon und TV/Radio z. T. für mehrere Tage aus. Und das in einer Region mit ca. 50 km Ost-West Durchmesser und ca. 20-25 km in der Nord-Süd-Achse! Also eigentlich nicht unbedingt ein "Kindergeburtstag", oder?

Wie erklärst du das den Kunden?
Jede halbwegs vernünftig administrierte Firma wird sich nicht von einem einzigen Provider abhängig machen sondern Redundanzen aufbauen. Vodafone hat das offenbar nicht notwendig? Also ich verstehe Kunden, die darüber ungehalten sind und meckern!
Wie überall gilt eben auch hier: Es gibt nicht immer nur die eine "Wahrheit", meist steckt mehr hinter dem Ärger, irgend etwas hat sich angestaut, irgendwo hat jemand etwas "verbockt", falsch verstanden, falsch kommuniziert oder was auch immer. Deshalb kann ich allen nur raten: Seid Verständnisvoll, vielleicht gibt es ja genau diesen Grund für das "sauer sein".
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Re: Vodafone will gegen Schwarzseher vorgehen

Beitrag von Besserwisser »

Unsere Messgeräte OneXpert von VIAVI
testen mit richtigen Testservern im Internet und nicht mit einem Kasten am Staßenrand.
Die Messgeräte haben mindestens eine MAC-Adresse und sind mit einem Gigabit-Vertrag provisioniert.
Sie loggen sich, wenn sie direkt im Koax-Bereich messen, wie ein normales Kabelmodem ein
und benutzen einen Testserver von Vodafone/KD (https://.....), um eine große Datei downzuloaden/upzuloaden.

Die Messung hinter dem Kabelmodem erfolgt per LAN.
Dazu bekommt das ONX eine IP-Adresse vom DHCP des Kabelmodems zugewiesen.
Die Auswahl des Testservers erfolgt hier automatisch wechselnd auch im Internet und nicht nur vom Kasten an der Straße.

LAN-Test schwach
Test am LAN wenig.jpg
LAN-Test voll
Test am LAN.jpg
Koax-Test
Test am Koax.jpg
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Re: Vodafone will gegen Schwarzseher vorgehen

Beitrag von Flole »

Slartibartfas042 hat geschrieben: 21.11.2023, 23:04 Was man mit dem "Messgerät" misst ist schließlich nicht die Geschwindigkeit "ins Internet" oder zum DE-NIC oder zu einem großen Knotenpunkt der Internetverbindungen. Was man da misst ist eben nur die Verbindung, die das Kabelmodem zum Verteilerkasten aufbauen kann.
Wie genau misst man zu einem Verstärker eine Verbindungsgeschwindigkeit? Oder zu einem Verteiler oder Abzweiger?

Slartibartfas042 hat geschrieben: 21.11.2023, 23:04 VDSL schafft zwischen 8 und 15 ms, wo steht da ein guter Kabelanschluss?
Bei 15ms.

Slartibartfas042 hat geschrieben: 21.11.2023, 23:04 Thema Ausfallsicherheit
Irgendwo in Bayern in der Stadt Fürth zerreißt ein Bagger ein einziges Kabelbündel,
und im gesamten Großraum
Nürnberg -
Fürth -
Lauf/Nbg -
Nürnberger-Land
bis nach Neustadt/Aisch
fällt das gesamte (!) Netz der Vodafone Internet, Telefon und TV/Radio z. T. für mehrere Tage aus. Und das in einer Region mit ca. 50 km Ost-West Durchmesser und ca. 20-25 km in der Nord-Süd-Achse! Also eigentlich nicht unbedingt ein "Kindergeburtstag", oder?
Ist kein Kindergeburtstag aber auch kein Vodafone exklusives Problem: Deutsche Glasfaser zum Beispiel hat sowas ähnliches mal mit ganz Norddeutschland gehabt....
Slartibartfas042 hat geschrieben: 21.11.2023, 23:04 Wie erklärst du das den Kunden?
Jede halbwegs vernünftig administrierte Firma wird sich nicht von einem einzigen Provider abhängig machen sondern Redundanzen aufbauen. Vodafone hat das offenbar nicht notwendig?
Bezahlst du dafür? Nein, du bezahlst für einen Anschluss mit einer bestimmten Verfügbarkeit im Jahresmittel. Bei Vodafone kriegst du auch SLAs und Redundanzen, wie bei allen Anbietern, musst du nur nach fragen und bezahlen.
Karl.
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Re: Vodafone will gegen Schwarzseher vorgehen

Beitrag von Karl. »

Telekom baut das Netz möglichst redundant und sichert gem. AGB 97 % Verfügbarkeit zu.
Vodafone Kabel Deutschland dagegen ohne Redundanz 98,5 %, merkst was?
Ich streite nicht.
Ich erkläre nur, warum ich Recht habe und Du nicht!
:geheimtipp:
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Re: Vodafone will gegen Schwarzseher vorgehen

Beitrag von Besserwisser »

Karl. hat geschrieben: 22.11.2023, 20:47 Telekom baut das Netz möglichst redundant und sichert gem. AGB 97 % Verfügbarkeit zu.
Vodafone Kabel Deutschland dagegen ohne Redundanz 98,5 %, merkst was?
100% - 98,5% = 1,5%

1,5% von 365 Tagen sind 5 Tage Ausfall. :mussweg: