[VFKD][Kaufbox] Fritzbox 6490, TV-Streaming und Docsis 3.0

In diesem Forum dreht sich alles um die bei Vodafone Kabel Deutschland bzw. Vodafone West oder im Rahmen der O2-Tarife über Kabel verwendeten AVM-Produkte, insbesondere der WLAN-Router mit integriertem Kabelmodem, der als FRITZ!Box vertrieben wird. Speedprobleme bitten wir im entsprechenden Forum zu behandeln, wenn ihr Ursprung nicht auf AVM-Produkte zurückzuführen ist!
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Bitte gib bei der Erstellung eines Threads im Feld „Präfix“ an, ob du Kunde von Vodafone Kabel Deutschland („[VFKD]“), von Vodafone West („[VF West]“) oder von O2 über Kabel („[O2]“) bist.
Außerdem gib bitte an, ob es sich bei deiner FRITZ!Box um eine Leihbox von Vodafone („[Leihbox]“) oder eine Kaufbox („[Kaufbox]“) handelt.
Flole
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Re: [VFKD][Kaufbox] Fritzbox 6490, TV-Streaming und Docsis 3.0

Beitrag von Flole »

DerSarde hat geschrieben: 26.02.2023, 20:25
Flole hat geschrieben: 26.02.2023, 19:48
JoergS123 hat geschrieben: 26.02.2023, 18:46 ...da die Fritzbox 6690 ganze 32 DOCSIS 3.0 Modems beinhaltet. Würde ich jetzt DVB-C TV-Empfang in der Fritzbox aktivieren, würden 4 Modems fest....
So ein Unsinn, es gibt exakt ein Modem, mit 32 Kanälen. Nix mit 32 Modems...
Ganz korrekt wäre wohl ein Modem mit einem FBC-Tuner, der wiederum 32 Demodulatoren hat.
Korrekt. Witzigerweise steht ein ganz ähnlicher Satz in der Doku von Intel/Max Linear :brüll: Dort wird auch zunächst eine Aussage ganz ähnlich zu meiner getroffen und dann im nächsten Satz die Präzisierung nochmal abgeführt.
DerSarde hat geschrieben: 26.02.2023, 20:25
Flole hat geschrieben: 26.02.2023, 19:48
JoergS123 hat geschrieben: 26.02.2023, 18:46 Meines Wissens gibt es aber auch Netzte mit nur 24 DOCSIS 3.0 Kanälen = würde das bei meiner 6690 in so einem Netz nicht auffallen
Auch das ist falsch, das CM teilt dem CMTS mit wie viele Kanäle es unterstützt, das fällt also sofort bei der Registrierung auf wenn das Modem in Betrieb geht, noch bevor es die ganzen Kanäle überhaupt versucht zu empfangen.
So ganz falsch ist es denke ich nicht. Das Modem kann dem CMTS in so einem Fall schon mitteilen, dass es 32 Kanäle (oder halt 28 bei aktivem DVB-C) unterstützt. Es kriegt dann halt trotzdem nur 24 zugewiesen, egal ob DVB-C aktiv ist oder nicht.
Es ging aber darum, dass VF nicht merken kann ob DVB-C aktiv ist oder nicht, und das merkt man eben schon, nämlich an der Mitteilung wie viele Kanäle das Modem nun tatsächlich unterstützt.
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Re: [VFKD][Kaufbox] Fritzbox 6490, TV-Streaming und Docsis 3.0

Beitrag von Flole »

SenfKabelHer hat geschrieben: 26.02.2023, 19:58 Docsis sieht keine Möglichkeit vor festzustellen ob da jemand DVB C in einer Fritzbox aktiviert hat....
SNMP :flöt: Aber wenn ich dich richtig verstehe bist du ja der Meinung, dass es kein Problem ist das ganze zu aktivieren, lediglich die tatsächliche Nutzung wäre problematisch. Und da wird es dann tatsächlich eng, die Nutzung kann man (glaube ich, zumindest fällt mir da gerade spontan nichts zu ein) nicht so einfach feststellen.
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Re: [VFKD][Kaufbox] Fritzbox 6490, TV-Streaming und Docsis 3.0

Beitrag von SenfKabelHer »

Wenn man es sophistisch auf die Spitze treiben will dann ist es nun einmal eine Tatsache, dass der Tuner des Kabelmodems so oder so alle Signale auf dem Kabel empfängt, inklusive DVB C. So wie auch jede passive Multimediadose. Und wie bei der passiven Technik macht die eigentliche Nutzung den Unterschied. Um die nachzuweisen hat die alte GEZ einst einen riesigen Außendienst unterhalten der sich auf die Lauer gelegt hat und dafür die größeren, hoheitlichen Befugnisse der Rundfunkanstalten hatte. Der einzige der sich vielleicht für VF auf die Lauer legt ist jemand der dir irgend einen Vertrag für verkaufen will. Und davon abgesehen, selbst spionierende Zeugen die durch Fenster spitzeln sind kein wirklicher Beweis, man kann die Fernsehprogramme heutzutage schließlich auf unterschiedlichsten Wegen empfangen.

Das mag man spitzfindig finden aber for better or worse, Gerichte entscheiden nur auf Basis spitzfindiger Feststellungen und wenn man keinen case hat dann kann man sich auch das außergerichtliche Rumhudeln gleich sparen und in die andere Richtung schauen und die zahlenden Internet-Kunden in Ruhe lassen. Das ist wohl was hier passiert und welche Schlussfolgerungen jeder daraus für sich zieht ist natürlich nicht meine Verantwortung.
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Re: [VFKD][Kaufbox] Fritzbox 6490, TV-Streaming und Docsis 3.0

Beitrag von Flole »

Du beschränkst es jetzt nur auf die Internetkunden, wenn bald das Nebenkostenprivileg fällt gibt es auch diverse nicht-Kunden die man zu zahlenden Schäfchen machen möchte. Da bleibt die Problematik ja identisch wenn es nicht gerade eine Sternverkabelung gibt.... Bzw. selbst dann, wenn die Hausverteilanlage nicht VF gehört und der Eigentümer sagt "auf ständiges Umklemmen hab ich keine Lust, entweder es wird alles angeschlossen oder nix", dann kann VF sich überlegen ob da alle abgeklemmt werden oder ob alle dran bleiben.
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Re: [VFKD][Kaufbox] Fritzbox 6490, TV-Streaming und Docsis 3.0

Beitrag von SenfKabelHer »

Wird man sehen. Der ganze Umgang von VF mit Rundfunk spricht doch dafür das eher als legacy zu betrachten und daran keine Unternehmenspolitik mehr auszurichten. Vielleicht wäre es wirklich der logische Schritt aus der Not eine Tugend zu machen und den vielen Leuten, die dann aufwachen nachdem sie sich in der Vergangenheit nicht damit befassen mussten, so ein Kombiangebot zu machen (Rundfunk in jedem Internettarif auf Wunsch inbegriffen, abgesehen von Eazy). So wie man auch die Landline Flatrates verramscht, nachdem außer Oma eh niemand mehr darauf anruft (pointiert gesagt), also auch keine großen Kosten entstehen und der Werbeeffekt überwiegt. Inzwischen ja sogar Mobilfunkflats, nachdem immer mehr Leute privat generell nur noch ungern klassisch telefonieren, Werbeeffekt also größer als die Mehrkosten (das haben ist besser als brauchen Gefühl).

So auch hier, die Rundfunktechnik haben sie ja sowieso rumstehen, abgeschrieben aber läuft noch lange und dann packt man das in die Internet-Tarife rein um den Leuten das Gefühl von Mehrwert zu geben. Wird sicherlich viele Kunden anziehen die sich nach Ende des NKP orientieren müssen.
Dann kalkuliert man die Kosten Internetzugang woanders + Waipu und Co oder der Internettarif mit gratis DVB C Programm. Da kann VF kostenmäßig nur gewinnen. Anders als bei Streaminganbietern stehen Kosten und Nutzung ja in keinerkei Verhältnis zueinander. Es bekommt ja eh jeder Internet-Kunde den ganzen Rundfunk mit geliefert, ob er will oder nicht. Wenn er ihn nutzt = 0 € Mehrkosten für VF. Wohingegen jeder Streamingnutzer proportionale, reale Mehrkosten verursacht. Ein rein tarifliches Problem!

Und beim Rest gibt's vielleicht am Anfang eine Runde mit penetranten Verkäufern an der Tür und Aufklebern ("Siegel") um das anzukurbeln und danach dürfte das genauso einschlafen wie jetzt.
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Re: [VFKD][Kaufbox] Fritzbox 6490, TV-Streaming und Docsis 3.0

Beitrag von JoergS123 »

ja das wird schon interessant, wenn man die ganzen Mieter, welche noch über Mehrteilnehmeranschlüsse laufen, in Zukunft einfangen muss, vor allem, wenn die Leute gemerkt haben, dass es überhaupt nicht schlechter läuft wie bisher, auch nachdem der Kabelanschluss schon 2 Monate aus der Miete raus ist :grin:
Andererseits ist das auch nur eine Gefahr bei Kunden, welche kein TV-Paket gebucht haben, diejenigen mit aktivem PayTV-Vertrag, für was auch immer, werden automatisch umgestellt auf TV-Connect Gebühren direkt bezahlen und ne Mark mehr macht man bei den Einzelverträgen auch noch (das ist deutlich mehr als der erhöhte Aufwand).
Ich kann mir auch "abschliessbare TV-Dosen" vorstellen in entsprechenden Wohnungen ohne Vertrag, ich kann mir auch vorstellen, dass man wieder anfängt die Private in SD zu verschlüsseln, die unverschlüsselte Ausstrahlung als Zugeständnis seitens Vodafone ist meines Wissens auch nur zeitlich befristet gültig und da schwebt mir was von 2025 vor. Den ÖR-Sendern mag man noch ne Mark mehr aus der Tasche ziehen wegen den Schwarzguckern (der Verlust an Kunden lässt sich ja problemlos beziffern - und das muss ja bei weitem der grösste Anteil an Kunden sein, jegliche Angebote im Internet sind genau auf diese Konstellation "Kabelgrundgebühr via Mehrteilnehmeranschluss/Miete" ausgerichtet, daneben gibt es noch ca 50 Kunden in Deutschland, welche direkt TV-Connect zahlen :| ). Aber die Öffentlichen Sender zahlen eh schon genug, dass die Kabelanbieter auch weiterhin einfach nur Danke sagen können. Nicht zu vergessen, das jeder Kunde der das eh vorhandene DVB-C Signal nutzt gleichzeitig nicht das Internet belastet mit dem Streamen der gleichen Programme = ist das ja auch im Sinne der Kabelanbieter. Auch nicht unmöglich, dass man DVB-C z.B. 2030 auslaufen lässt und ebenfalls nur noch Streaming anbietet.
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Re: [VFKD][Kaufbox] Fritzbox 6490, TV-Streaming und Docsis 3.0

Beitrag von Flole »

JoergS123 hat geschrieben: 27.02.2023, 18:21 Ich kann mir auch "abschliessbare TV-Dosen" vorstellen in entsprechenden Wohnungen ohne Vertrag...
Und warum sollte der Vermieter bzw. Eigentümer die Dosen tauschen (lassen)? Was hat er davon? Er belästigt seine Mieter ohne Mehrwert.... Und wenn ein Elektriker die Steckdose im selben Rahmen daneben tauschen will kommt er da nicht ran ohne den passenden Schlüssel.
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Re: [VFKD][Kaufbox] Fritzbox 6490, TV-Streaming und Docsis 3.0

Beitrag von JoergS123 »

man kann das sicherlich schlecht reden, es ist auch nur ein kostspieliges Szenario von verschiedenen. Wo man mit der Frequenzumbelegung zugange ist, die DB-C Sender in einem Bereich bündelt, könnt ich mir auch wieder den guten alten Sperrfilter vorstellen (der dann natürlich auch manipulationssicher montiert werden müsste). Man wird diese grosse Masse an Kunden sicherlich nicht kampflos aus der Hand geben, da kann man sich sicher sein, wobei ich eben gar nicht weiss, wie gross der Anteil solcher Kunden ist. Persönlich hatte ich auch 3play statt 2play, weil TV-Connect in meiner alten Wohnung via Mehrnutzervertrag = "kostenlos" (also unkündbar über die Miete), mit der Folge, dass ich beim Umzug ins Eigenheim auch 5 Monate TV-Connect zahlen musste, wegen Kündigungsfrist. Dabei hatte ich das damals nur genommen als (nie genutztes) Backup zur TV-Schüssel + "kost ja das gleiche, 0 Cent Mehrkosten" was aber eben nur für 11 Jahre so gepasst hat.

Warum der Vermieter einer solchen Aktion zustimmen und aktiv Unterstützen sollte ? weil sonst machts schnipp, der Hausanschluss ist getrennt und verplombt und jeder 2te Mieter sagt "yeah, ich will ne Schüssel ans Haus bappen, das ist mein Recht auf Informationsfreiheit".
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Re: [VFKD][Kaufbox] Fritzbox 6490, TV-Streaming und Docsis 3.0

Beitrag von Flole »

Nur kann Vodafone nicht einfach die zahlenden Kunden abschalten, da müssten zuerst die Verträge gekündigt werden usw., allein durch die unterschiedlichen Laufzeiten und Kündigungsfristen dauert das. Und als ob Vodafone mal eben alle TV und Internetkunden im Haus kündigt nur weil der Vermieter nicht zustimmt.
JoergS123
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Re: [VFKD][Kaufbox] Fritzbox 6490, TV-Streaming und Docsis 3.0

Beitrag von JoergS123 »

ich weiss gar nicht, warum du den Vermieter so abneigend siehst ? dem Vermieter kann es recht egal sein, wenn es nix kostet.
Und erstmal kann ich ihm das vor die Füsse knallen mit dem Abklemmen, der Vermieter weiss idR nicht ob und welche Zusatzverträge die Mieter noch besitzen und hat auch keinen Bock auf jammernde Mieter weil es nicht mehr tut, der Breitbandkabelanschluss stellt ja auch einen Mehrwert für das Gebäude da = Win-Win wenn man es richtig betrachtet auch als Vermieter. Natürlich gibt es immer Einzelne, verbohrte Typen die 2 abgewranzte Zimmer vermieten... im Allgemeinen wird der Vermieter dem aber zustimmen, das erwarte ich auch insbesondere von den Wohnungsbaugesellschaften und auf die kommt es dem Kabelanbieter hauptsächlich an. Und wenn jemand zweifelt, dann pack ich als Anbieter halt noch "10 Jahre kostenlose Instandhaltung des gesamten Hausnetzes, oder der aktiven Verteilertechnik/Hausverstärker" als Goodie oben drauf, welcher Vermieter kann dazu schon Nein sagen ?
Ich bin mir auch nicht sicher, welche Rechte da seitens des Kabelanbieters bestehen. Wenn z.B. dein Haus als Quelle von Störeinstrahlungen lokalisiert wird, welche das ganze Segment stören, kannst du dir sicher sein, dass der Kabelanbieter ohne zu zögern das Kabel zieht und dann ist es eben Besitzer/Vermietersache das wieder in Ordnung zu bringen. Zugang zum HÜP muss man nun definitiv gewähren, da bin ich mir völlig sicher, sonst würde es erst gar keinen HÜP im Gebäude geben (und das ist ja auch berechtigt). Wie weit der Kabelanbieter dann weitere Massnahmen auf eigene Kosten einfordern kann... aber ich sehe auch weniger den auf Krawall gebürsteten Vermieter, sondern idR den kooperierenden Vermieter.
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