Abschlusspunkt des öffentlichen Kabelnetzes

Für alle Technik-Themen bezogen auf Internet und Telefonie, die weder AVM- noch Arris-/Technicolor-/Compal-/Sagemcom-/Hitron-Produkte betreffen. Speedprobleme werden hier lediglich thematisiert, wenn sie auf die verwendeten Geräte zurückzuführen sind (die nicht zu den o.g. Produkten zählen).
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Bitte gib bei der Erstellung eines Threads im Feld „Präfix“ an, ob du Kunde von Vodafone Kabel Deutschland („[VFKD]“), von Vodafone West („[VF West]“), von eazy („[eazy]“) oder von O2 über Kabel („[O2]“) bist.
Flole
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Re: Zugelassene Hausanschlussverstärker

Beitrag von Flole »

Fabian hat geschrieben: 15.07.2020, 17:49 Nach allgemeinem Verständnis sind TAE Dosen und Multimediadosen passive Bauelemente.
Verstärker dann auch, die sind das Gegenstück zu Multimediadosen und verändern das Signal gleichermaßen, die einen nach oben und die anderen nach unten.
Fabian hat geschrieben: 15.07.2020, 17:49 Das Modem befindet sich hinter dem passiven Netzabschluss und kann deshalb vom Nutzer ausgewählt gewählt werden.
Deshalb wurde das so festgelegt.
Genau, deswegen wurde der Netzabschluss als passives Element festgelegt, denn das ist ein Modem keineswegs. Darüber ob nun HÜP oder MMD dieser passive Netzabschluss ist sagt das aber nichts aus, in beiden Fällen ist es dahinter.
Fabian
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Re: Zugelassene Hausanschlussverstärker

Beitrag von Fabian »

Der Verstärkern ist im Gegensatz zur MMD ein aktives Bauelement. Er benötigt eine Stromversorgung,
meine MMDs nicht.

Hinter dem HÜP befindet sich oft ein Sternnetz oder Baumnetz mit mehreren Multimediadosen. Deshalb ist die Multimediadose oder bei der Telekom die TAE Dose der passive Netzabschluss.

Alles was dahinter kommt, kann der Nutzer selber aussuchen und betreiben. Vom Provider erhält er dazu die Zugangsdaten.
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Re: Zugelassene Hausanschlussverstärker

Beitrag von Flole »

Fabian hat geschrieben: 15.07.2020, 20:02 Der Verstärkern ist im Gegensatz zur MMD ein aktives Bauelement. Er benötigt eine Stromversorgung,
meine MMDs nicht.
Ob etwas eine Stromversorgung benötigt sagt nichts darüber aus ob es nun ein aktives oder passives Element ist. Ein inline-Verstärker der sich den Strom aus dem Netz zieht wäre dann also auch wieder passiv weil er keine (eigenständige) Stromversorgung benötigt? Und das obwohl er dasselbe macht wie ein Verstärker "mit Stecker"? Ein Trafo ist passiv weil es ja nur ein gewickelter Draht ist und dieser keine eigene Stromversorgung braucht?
Fabian hat geschrieben: 15.07.2020, 20:02 Hinter dem HÜP befindet sich oft ein Sternnetz oder Baumnetz mit mehreren Multimediadosen. Deshalb ist die Multimediadose oder bei der Telekom die TAE Dose der passive Netzabschluss.
Hm, die Telekom installiert aber gar nicht immer die TAE Dose. Und VF installiert auch nicht immer eine MMD. Gibts dort dann keinen Netzabschlusspunkt?
Fabian hat geschrieben: 15.07.2020, 20:02 Alles was dahinter kommt, kann der Nutzer selber aussuchen und betreiben. Vom Provider erhält er dazu die Zugangsdaten.
Das gilt schon ab dem Übergabepunkt, wir erinnern uns an die AGB nach denen der Kunde eine rückkanalfähige Verteilanlage bereitzuhalten hat. Wie diese beschaffen sein muss ist dort nicht näher definiert.
Fabian
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Re: Zugelassene Hausanschlussverstärker

Beitrag von Fabian »

Flole hat geschrieben: 15.07.2020, 20:11 Ob etwas eine Stromversorgung benötigt sagt nichts darüber aus ob es nun ein aktives oder passives Element ist. Ein inline-Verstärker der sich den Strom aus dem Netz zieht wäre dann also auch wieder passiv weil er keine (eigenständige) Stromversorgung benötigt? Und das obwohl er dasselbe macht wie ein Verstärker "mit Stecker"?


Nein ein Verstärker ist ein aktives Bauelement.
Flole hat geschrieben: 15.07.2020, 20:11Ein Trafo ist passiv weil es ja nur ein gewickelter Draht ist und dieser keine eigene Stromversorgung braucht?
Ja, ist passiv, ein Spannungswandler, der von außen mit Energie versorgt wird.
Fabian hat geschrieben: 15.07.2020, 20:02 Hinter dem HÜP befindet sich oft ein Sternnetz oder Baumnetz mit mehreren Multimediadosen. Deshalb ist die Multimediadose oder bei der Telekom die TAE Dose der passive Netzabschluss.
Flole hat geschrieben: 15.07.2020, 20:11Hm, die Telekom installiert aber gar nicht immer die TAE Dose. Und VF installiert auch nicht immer eine MMD. Gibts dort dann keinen Netzabschlusspunkt?
Keinen fachgerecht installierten, wie du schon sagst.
Fabian hat geschrieben: 15.07.2020, 20:02 Alles was dahinter kommt, kann der Nutzer selber aussuchen und betreiben. Vom Provider erhält er dazu die Zugangsdaten.
Flole hat geschrieben: 15.07.2020, 20:11Das gilt schon ab dem Übergabepunkt, wir erinnern uns an die AGB nach denen der Kunde eine rückkanalfähige Verteilanlage bereitzuhalten hat. Wie diese beschaffen sein muss ist dort nicht näher definiert.
Zunächst mal braucht er zum Verlegen des Kabels keine Zugangsdaten.
Die Verstärker werden erfahrungsgemäß fast immer vom Provider oder der von ihm beauftragten Firma installiert und die Pegel eingestellt und kontrolliert.
Es gibt von Vodafone zertifizierte Verstärker, die eine besondere Kennung haben (1 TS 140 ).
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Re: Zugelassene Hausanschlussverstärker

Beitrag von Flole »

Fabian hat geschrieben: 15.07.2020, 20:41
Flole hat geschrieben: 15.07.2020, 20:11 Ob etwas eine Stromversorgung benötigt sagt nichts darüber aus ob es nun ein aktives oder passives Element ist. Ein inline-Verstärker der sich den Strom aus dem Netz zieht wäre dann also auch wieder passiv weil er keine (eigenständige) Stromversorgung benötigt? Und das obwohl er dasselbe macht wie ein Verstärker "mit Stecker"?


Nein ein Verstärker ist ein aktives Bauelement.
Ein ONT in Glasfasernetzen ist aber ein passives Bauelement? Und das obwohl er Strom braucht und Glas auf Ethernet wandelt? Also noch einen Schritt weiter geht als ein bloßer Verstärker. Zumindest hat die BNetzA dort noch bei keinem Anbieter einen Grund zum einschreiten gesehen. Möchtest du das mit dem Verstärker dann nicht nochmal überdenken...
Fabian hat geschrieben: 15.07.2020, 20:41 Keinen fachgerecht installierten, wie du schon sagst.
Das geht nicht. Das TKG schreibt einen Netzabschlusspunkt vor. Existieren muss er also. Also vielleicht doch der HÜP?
Fabian hat geschrieben: 15.07.2020, 20:02 Die Verstärker werden erfahrungsgemäß fast immer vom Provider oder der von ihm beauftragten Firma installiert und die Pegel eingestellt und kontrolliert.
Es gibt von Vodafone zertifizierte Verstärker, die eine besondere Kennung haben.
Meine Erfahrung ist da anders. Alles ab dem HÜP gehört mir und VF hat dort ohne Erlaubnis nichts zu suchen. Insbesondere bleibt es auch mir überlassen welche Komponenten ich wähle, so wie es bei den TV Installationen schon Jahre lang Standard ist. Aber vielleicht ist das auch genau der "Trick", ein Mehrfamilienhaus nur für TV zu verkabeln und dann bestellen sich die Mieter einfach Internet und schon stört es komischerweise niemanden mehr was für Geräte verbaut sind. Tauschen dürfte man sie nicht ohne Erlaubnis, die werde ich aber nicht erteilen denn ich habe eben auch meine "zertifizierten Geräte" und blöderweise ist das eben nur dieses eine Gerät. Den Internetanschluss einfach so kündigen kann man auch nicht, dann bleibt VF also nur übrig das so zu akzeptieren.

Fraglich ist dann auch noch ob das Kartellamt da nicht bedenken anmeldet wenn VF nur noch mit bestimmten Herstellern zusammenarbeitet und so in fast ganz Deutschland den Einsatz von einigen Verstärkern ohne sinnvollen Grund verbietet....
Fabian
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Re: Zugelassene Hausanschlussverstärker

Beitrag von Fabian »

Flole hat geschrieben: 15.07.2020, 20:59 Ein ONT in Glasfasernetzen ist aber ein passives Bauelement? Und das obwohl er Strom braucht und Glas auf Ethernet wandelt? Also noch einen Schritt weiter geht als ein bloßer Verstärker. Zumindest hat die BNetzA dort noch bei keinem Anbieter einen Grund zum einschreiten gesehen. Möchtest du das mit dem Verstärker dann nicht nochmal überdenken...
Ist aktiv.
Fabian hat geschrieben: 15.07.2020, 20:41 Keinen fachgerecht installierten, wie du schon sagst.
Das geht nicht. Das TKG schreibt einen Netzabschlusspunkt vor. Existieren muss er also. Also vielleicht doch der HÜP?
Nein, an der TAE Dose oder Multimediadose.
Fehlt dieses Bauteil, ist der Punkt am Eingang des angeschlossenen Gerätes, deshalb ja nicht fachgerecht.
Fabian hat geschrieben: 15.07.2020, 20:02 Die Verstärker werden erfahrungsgemäß fast immer vom Provider oder der von ihm beauftragten Firma installiert und die Pegel eingestellt und kontrolliert.
Es gibt von Vodafone zertifizierte Verstärker, die eine besondere Kennung haben.
Flole hat geschrieben: 15.07.2020, 20:59Meine Erfahrung ist da anders. Alles ab dem HÜP gehört mir und VF hat dort ohne Erlaubnis nichts zu suchen.
Das Netz hat mehrere Eigentümer. Es geht um das technische Netz und seinen Netzabschluss.

Flole hat geschrieben: 15.07.2020, 20:59Fraglich ist dann auch noch ob das Kartellamt da nicht bedenken anmeldet wenn VF nur noch mit bestimmten Herstellern zusammenarbeitet und so in fast ganz Deutschland den Einsatz von einigen Verstärkern ohne sinnvollen Grund verbietet....
Frag da doch mal nach. Vor einigen Jahren waren die nicht interessiert, weil zu wenige Modems eingesetzt waren und demensprechend der Wert, um den es ging, zu gering war.
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Re: Zugelassene Hausanschlussverstärker

Beitrag von Flole »

Fabian hat geschrieben: 15.07.2020, 22:30
Flole hat geschrieben: 15.07.2020, 20:59 Ein ONT in Glasfasernetzen ist aber ein passives Bauelement? Und das obwohl er Strom braucht und Glas auf Ethernet wandelt? Also noch einen Schritt weiter geht als ein bloßer Verstärker. Zumindest hat die BNetzA dort noch bei keinem Anbieter einen Grund zum einschreiten gesehen. Möchtest du das mit dem Verstärker dann nicht nochmal überdenken...
Ist aktiv.
Na dann sollte die bei der BNetzA zu dem Thema anhängige Beschwerde ja positiv ausgehen....
Fabian hat geschrieben: 15.07.2020, 22:30
Fabian hat geschrieben: 15.07.2020, 20:41 Keinen fachgerecht installierten, wie du schon sagst.
Das geht nicht. Das TKG schreibt einen Netzabschlusspunkt vor. Existieren muss er also. Also vielleicht doch der HÜP?
Nein, an der TAE Dose oder Multimediadose.
Fehlt dieses Bauteil, ist der Punkt am Eingang des angeschlossenen Gerätes, deshalb ja nicht fachgerecht.
Dann spinnen wie diesen Gedanken einmal weiter: Der Verstärker ist dann ganz klar im Bereich des Providers, dann kann ich also jetzt eine Stromrechnung für diesen bei VF einreichen und werde diese bezahlt kriegen? Die werden da aber ganz schnell den HÜP zum Abschlusspunkt erklären (denn dort endet deren Netz ja auch und das kundeneigene Netz geht los), und im Gegensatz zu dir hat das auch eine tatsächliche Relevanz wenn die den Netzabschluss festlegen.
Fabian hat geschrieben: 15.07.2020, 22:30
Fabian hat geschrieben: 15.07.2020, 20:02 Die Verstärker werden erfahrungsgemäß fast immer vom Provider oder der von ihm beauftragten Firma installiert und die Pegel eingestellt und kontrolliert.
Es gibt von Vodafone zertifizierte Verstärker, die eine besondere Kennung haben.
Flole hat geschrieben: 15.07.2020, 20:59Meine Erfahrung ist da anders. Alles ab dem HÜP gehört mir und VF hat dort ohne Erlaubnis nichts zu suchen.
Das Netz hat mehrere Eigentümer. Es geht um das technische Netz und seinen Netzabschluss.
Also mein Netz gehört mir, da gibt es ganz sicher nicht mehrere Eigentümer. Alles bis einschließlich zum HÜP gehört VF.
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Re: Zugelassene Hausanschlussverstärker

Beitrag von Menne »

4. Seiten und kein Axing xxx oder Kathrein xxx :D
Der Glubb is a Depp!
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Re: Zugelassene Hausanschlussverstärker

Beitrag von SenfKabelHer »

Was für wilde Spekulationen.
Per BGB ist alles was mit einem Grundstück fest verbunden wird stets Eigentum des jeweiligen Immobilieneigentümers. Ob gepflanzte Apfelbaum, Gebäude oder Installationen im Gebäude. Alles andere braucht einen Eigentumsvorbehalt der auch wirksam ist.
Den gibt's für die Leitungen der Versorger bis zu einem Übergabepunkt. Und stellt euch vor was HÜP abgekürzt heißt.
Dahinter nimmt VF auf eigene Rechnung aus Kulanz Installationen und Instandhaltung vor, vertraglich ist die Hausanlage ab HÜP aber in der Baulast und Zuständigkeit des Kunden.

VF muss aber nicht jede Installation als für ein Rückkanaldigitalnetz tauglich erachten und deren Betrieb an der eigenen Infrastruktur dulden bzw. diese Installation versorgen.
Das ist auch sachgerecht, da zumindest der Rückkanal durch ungeeignete Hardware gestört werden kann und damit ein ganzes Segment. Anders als beim Klingeldraht, wo sich nur jeder den eigenen Anschluss versaut wenn er selbst herumbastelt.
robert_s
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Re: Zugelassene Hausanschlussverstärker

Beitrag von robert_s »

SenfKabelHer hat geschrieben: 16.07.2020, 08:40 Anders als beim Klingeldraht, wo sich nur jeder den eigenen Anschluss versaut wenn er selbst herumbastelt.
Das gilt aber auch nicht mehr, und da greift die BNetzA auch schon richtig in die Eigentumsrechte ein: Im Zweifelsfall sind bis zu 40MHz Spektrum im hausinternen Klingeldraht für DSL-Anschlüsse reserviert, zu Lasten von FTTB/G.FAST Betreibern. Und das eben auch auf Leitungen, auf denen gar kein DSL betrieben wird.