Einschnitte bei ARD und ZDF geplant

Hier wird über alle möglichen Medienthemen diskutiert, hauptsächlich Fernsehthemen, die nicht allein (oder gar nicht) Vodafone betreffen.
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berlin69er
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Re: Einschnitte bei ARD und ZDF geplant

Beitrag von berlin69er »

Beim ÖRR ausscheiden heißt aber nicht, dass keine Kosten mehr für diese Menschen mehr entstehen. Das haben wir mittlerweile ja auch gelernt…
Meiner Meinung wird jetzt das umgesetzt, was vorher schon großspurig angekündigt wurde: wenn es nicht mehr Geld gibt, muss am Programm gespart werden. Meiner Meinung muss das tatsächliche Einsparpotential von außerhalb des Wasserkopfes ermittelt und durchgesetzt werden.
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cka82
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Re: Einschnitte bei ARD und ZDF geplant

Beitrag von cka82 »

V0DAF0N3 hat geschrieben: 03.10.2025, 20:17 Wie es aussieht, wartet der BR mit der Einstellung des linearen Programms PULS nicht bis 2027. Bereits Ende dieses Jahres soll es soweit sein. Der BR nutzt wohl den Umzug in das neue Sendezentrum in Freimann für den baldigen Sendeschluss. Moderation gibts im Programm eh längst keine mehr.

https://www.radioszene.de/206738/aus-fu ... radio.html
PULS bleibt noch bis einschließlich 13.01. auf Sendung.

https://www.satellifax.de/mlesen.php?id ... da520777fc
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andi410
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Re: Einschnitte bei ARD und ZDF geplant

Beitrag von andi410 »

Was bleibt, was geht? Wie ARD & ZDF um ihre Spartenkanäle ringen
Die Politik hat ARD und ZDF dazu verpflichtet, ihre Spartensender neu zu sortieren - selbst erfolgreichen Kanälen könnte es dadurch schon bald an den Kragen gehen. Hinter den Kulissen hat das Ringen längst begonnen.
https://m.dwdl.de/a/105170

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cka82
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Re: Einschnitte bei ARD und ZDF geplant

Beitrag von cka82 »

andi410 hat geschrieben: 13.01.2026, 21:28 Was bleibt, was geht? Wie ARD & ZDF um ihre Spartenkanäle ringen
Die Politik hat ARD und ZDF dazu verpflichtet, ihre Spartensender neu zu sortieren - selbst erfolgreichen Kanälen könnte es dadurch schon bald an den Kragen gehen. Hinter den Kulissen hat das Ringen längst begonnen.
https://m.dwdl.de/a/105170
Zum einen: Es wäre wesentlich sinnvoller, den Inhalt des Artikels/ das Wichtigste mit einigen eigenen Worten etwas zusammengefasst wiederzugeben.

Zum anderen: Die scheinbare Problemlösung "Wir schauen, was wir an Spartensendern streichen können", löst ja das eigentliche Problem der ÖR nicht. Wirklich viel Geld spart man dadurch nicht, weil es sich ja in der Regel nur um Abspielkanäle handelt (Ausnahmen tagesschau24 und phoenix). An das, was wirklich Geld bei den ÖR kostet, traut man sich nicht ran, wie Doppelstrukturen, Führungsstrukturen, teure Eventproduktionen mit sehr überschaubarem Zuschauererfolg... Insbesondere bei der ARD wurde ja bisher eher bei dem gespart, was dort am wenigsten wehtut, stattdessen lieber an den falschen Stellen im Programm. Aber man hat dann ja immer die Ausrede : Ja, wenn wir mehr Geld hätten, dann...
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berlin69er
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Re: Einschnitte bei ARD und ZDF geplant

Beitrag von berlin69er »

Das ist für mich auch ein Grund, warum der ÖRR nicht selbst entscheiden darf, wo gespart werden soll! Immerhin geht es hier nicht um private Gelder einer Firma, sondern um gesetzlich festgelegte Gebühren. Wenn es Gesetze braucht, die diese Gebühren rechtens machen, so braucht es auch Instanzen, die die Ausgaben stärker und besser kontrollieren.
Im Grunde haben sie ja schon vor langer Zeit verlautbaren lassen, dass jetzt am Programm gespart werden müsse.
Meiner Meinung wird uns da aber Sand in die Augen gestreut: die Stimmung soll gedreht werden, hin zu einer Befürwortung der Beitragserhöhung. Gleichzeitig bleiben die finanziellen Ausgaben, die für eine Einsparung wirklich relevant wären intransparent.
Die Folge wird sein, dass man es sich auch noch mit vielen Menschen verscherzt, die dem ÖRR eigentlich wohlgesonnen sind und ihn nicht abschaffen wollen.
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V0DAF0N3
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Re: Einschnitte bei ARD und ZDF geplant

Beitrag von V0DAF0N3 »

cka82 hat geschrieben: 14.01.2026, 06:05 An das, was wirklich Geld bei den ÖR kostet, traut man sich nicht ran, wie Doppelstrukturen, Führungsstrukturen, teure Eventproduktionen mit sehr überschaubarem Zuschauererfolg... Insbesondere bei der ARD wurde ja bisher eher bei dem gespart, was dort am wenigsten wehtut, stattdessen lieber an den falschen Stellen im Programm. Aber man hat dann ja immer die Ausrede : Ja, wenn wir mehr Geld hätten, dann...
Eigentlich gibt es doch schon eine funktionierende Mechanik. Die Politik beauftragt Kanäle und die Sender liefern. Am einfachsten wäre es eigentlich, den Auftrag entsprechend neu zu fassen. Dann muss die Medienpolitik eben mal auf den Tisch hauen und sagen, die Kanäle XYZ fallen weg, stattdessen gibt es XXX.
Und weil dann wieder die jeweiligen Eitelkeiten der Länder (Rundfunk ist Ländersache) durchkommen, sehen diese womöglich Arbeitsplätze flöten gehen, wenn der Auftrag reduziert wird. Also verlagert man die Frage eines effizienten öffentlich-rechtlichen Rundfunks hin zu Befindlichkeiten verschiedenster Art und somit ändert sich natürlich kaum etwas.

Ich denke, ein Kostrukt wie die ARD wandelt man von innen heraus sehr schwer, weil die Strukturen über Jahrzehnte gewachsen sind. Sinnvoller wäre es einmal einen Rundumschag zu machen, d. h. erst eine (gewünscht) schlanke Struktur vorzugeben, mit der es weitergeht und dann aus dem Bestehenden dort hineinzusiedeln. Dann haben wenigstens alle Beteiligten dieselbe Laufrichtung.

Wenn jetzt wieder alle mitreden, wird das logischerweise nichts. Und die ARD und deren Personalkörper wird ja nicht ohne Not am eigenen Ast sägen. Im Grunde genommen könnte man auch mal fragen, warum man ARD und ZDF gleichzeitig braucht. Bei den Nachrichten z. B. wird ja auch doppelt produziert, auch bei großen Sportereignissen. Unter schlank verstehe ich, dass man möglichst viele Themenfelder jeweils einmal beackert und nicht vieles doppelt und dreifach. Dann wären auch Ressourcen da, mal was Neues auszuprobieren oder bei Themen in die Tiefe zu gehen. Und von immer gleichen Krimis, Soaps, Fußball und Nachrichten gibts ja wohl genug von ARD und ZDF. Ich dachte, die wollen Vielfalt. Alles genannte hat Daseinsberechtigung, aber die Gewichtung stimmt nicht (mehr). Gefühlt wird das, was populär ist zu viel produziert und anderes dafür weniger. Und weil Quoten ja eigentlich keine Rolle spielen, spielen sie doch eine Rolle. Sonst würden die Entscheider nicht so oft einunddasselbe beauftragen. Mut haben die Öffis schon lange nicht mehr. Und im Augenblick offenbar immer auch das Argument, dass man sich gegen chinesische oder US-amerikanische Plattformen wehren müsse. Aber das kennt man eigentlich nicht erst seit gestern, es war also schon mehr als zehn Jahre lang Zeit hierauf zu reagieren. Hat man aber nicht. Und jetzt macht man lange Gesichter.

Vielleicht wäre es auch klug mal eine Übermarke ÖRR oder eben ein hipper Name, der mir selbst nicht einfällt, zu machen, auf den alle einzahlen (auch ZDF und Deutschlandradio). Dann kann man auch großen Playern Paroli bieten als dass jede Anstalt zig Untermarken betreibt. Mag sein, dass das alles in der Vergangenheit gewirkt hat, aber der Markt ist nun mal globalisiert und nicht mehr nur lokal, auch wenn die ARD eine regionale Ausrichtung hat. Und das ist ja nicht verkehrt, denn die soll sich eigentlich nicht um nationale Anliegen kümmern, sondern aus und für die jeweiligen Regionen arbeiten.

Denken würde ich außerdem, dass ARD und ZDF doch Experten für jeden und alles haben. Warum fragen die Sender denn nicht mal solche Leute, wie man das System erneuern könnte. Man sieht ja auch wie die ARD rumeiert und nicht zu Potte kommt. Beispiel (laut eigenen Aussagen von ehemaligen ARD-Vorsitzenden): ONE. Es hieß, er könne eingestellt werden und die ARD kriegts bis heute nicht hin. Und daran sieht man, dass die die Öffentlichkeit gern für dumm verkaufen. Wenn man nicht vorhat etwas einzustellen, braucht man auch nicht so zu tun.
berlin69er hat geschrieben: 14.01.2026, 08:52 Meiner Meinung wird uns da aber Sand in die Augen gestreut: die Stimmung soll gedreht werden, hin zu einer Befürwortung der Beitragserhöhung. Gleichzeitig bleiben die finanziellen Ausgaben, die für eine Einsparung wirklich relevant wären intransparent.
Karlsruhe entscheidet das. Es spielt letztlich keine Rolle, was jeder Einzelne von uns denkt oder möchte. Es geht darum, dass der Rundfunk auskömmlich finanziert ist. Ob es einem persönlich passt oder nicht, spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle.
Dialog wäre gut, aber dann müsste sich der ÖRR auch mit Kritik auseinandersetzen und das macht er nicht gerne und wenn, nur oberflächlich.
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Re: Einschnitte bei ARD und ZDF geplant

Beitrag von cka82 »

V0DAF0N3 hat geschrieben: 14.01.2026, 13:03 Karlsruhe entscheidet das. Es spielt letztlich keine Rolle, was jeder Einzelne von uns denkt oder möchte. Es geht darum, dass der Rundfunk auskömmlich finanziert ist. Ob es einem persönlich passt oder nicht, spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle.
Dialog wäre gut, aber dann müsste sich der ÖRR auch mit Kritik auseinandersetzen und das macht er nicht gerne und wenn, nur oberflächlich.
Wobei es ein Riesenunterschied ist, was die ÖR als "auskömmliche Finanzierung" ansehen und was wirklich eine auskömmliche Finanzierung für die ÖR wäre. Wenn nicht so viel Geld an unterschiedlichsten Stellen sinnlos rausgeworfen würde, bräuchte es sicher keine oder zumindest keine größere Beitragserhöhung.
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Re: Einschnitte bei ARD und ZDF geplant

Beitrag von V0DAF0N3 »

Das Grundgesetz ist hier die Basis. Rundfunkfreiheit ist ein Grundrecht und damit ein sehr hohes Gut. Das Verfassungsgericht hat in seinen Urteilen über die Jahrzehnte klargemacht, wie wichtig die Rolle der KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs) ist. Und dieses Verfahren ist die Grundlage für die Gebührenhöhe.

Man kriegt auch hohe Kostenpositionen wir die Pensionslasten nicht einfach vom Tisch, weil einem das nicht passt. Diese Mittel müssen immer aufgewendet werden. Und wenn gar kein Argument mehr da ist, berufen sich die Sender zur Not halt auf die Inflation. (Bin nur mal gespannt, ob dieses Argument auch mal in die andere Richtung wirkt, wenn die Inflation sinkt). Da hört man komischerweise nichts.

Ich persönlich denke, dass viele Menschen, die beim Rundfunk arbeiten im Grunde ein Privileg genießen und so schlecht auch nicht bezahlt werden. (Denn auch die Gewerkschaften treiben hier die Kosten in die Höhe). Zu Lasten der Allgemeinheit ist das auch keine Kunst. Die Anstalten bekommen ihr Geld ja nicht, weil sie sich dafür qualifizieren, sondern qua Gesetz. Das ist ein Unterschied zur freien Wirtschaft. Gewerkschaften spielen hier m. E. unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen gegeneinander aus. Nur Freie stehen immer halb auf der Straße. Und die machen meist das Programm. Paradox irgendwie.

Die einzige Lösung besteht darin, die gesetzlichen Grundlagen zu verändern, dass am Ende ein anderer Beitrag rauskommt. Selbst wenn eine AfD Staatsverträge kündigt, geht nichts schnell und der Rundfunk bleibt nach wie vor bestehen. Wie es dann kommt, müsste man sehen. Ich bin eigentlich froh, dass wir ein solches System haben, aber wie in der Natur müsste ab und zu mal ein Korrekturschnitt gemacht werden, sonst wächst alles, wohin es möchte. Mein Vorschlag daher ja schon lange, dass es festgelegte Intervalle gibt (z. B. alle 5 Jahre), zu denen sich die Sender automatisch nullen und ihre Angebote dem Zeitgeist anpassen müssen. Dann würde dieses wo nimmt man was weg entfallen, weil alle von Anfang an wissen, dass dieser Punkt kommt. Und dann kann man sich daran ausrichten.
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berlin69er
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Re: Einschnitte bei ARD und ZDF geplant

Beitrag von berlin69er »

Ja, die Pensionen für ehemalige und zukünftig ehemalige Mitarbeiter sind schon ein dickes Brett. Im Grunde müsste das aber von den Beitragszahlungen abgetrennt werden. Ein wirkliches Interesse besteht aber nirgends. Damit steht der ÖRR aber nicht alleine da, denn ähnlich läuft es ja mittlerweile auch in anderen Bereichen des öffentlichen Rechts oder der Verwaltung und auch z.B. bei den Krankenkassen- bzw. Kassenärzteverbänden oder den Pflegekassen. Überall dort, wo man jeder Zeit am Abgaben- oder Beitragshahn drehen kann, um Verluste des Wasserkopfes einfach auszugleichen.
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Re: Einschnitte bei ARD und ZDF geplant

Beitrag von cka82 »

Der WDR will sich bis spätestens 2035 von seinem Standort in Köln-Bocklemünd trennen, da man die Kräfte derzeit gezielt in der Kölner Innenstadt bündele und der Standort Bocklemünd wegen "schlanker und digitaler Produktionsprozesse nicht mehr ausgelastet" sei.
Für die noch in Bocklemünd ansässigen Bereiche will man alternative Standorte finden , an denen dann ab 2028 die Arbeit aufgenommen werden soll.

https://presse.wdr.de/plounge/wdr/unter ... muend.html