Vodafone zur Entwicklung des TV-Markts

Themenbereiche, die in diesem Forum Platz finden, sind das Fernseh- und Radioprogrammangebot allgemein, das frei empfangbare Fernseh- und Radioprogrammangebot, das Paket Vodafone Basic TV sowie entsprechende Vorgängerpakete wie die HD-Option bei Vodafone West (ehem. Unitymedia).
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Die HD-Sender von RTL werden bei Vodafone Kabel Deutschland nur auf Smartcards des Typs D03, D08, G02 oder G09 freigeschaltet (nicht auf D02/D09!). Weitere Informationen hier!

Informationen zu HDTV bei Vodafone Kabel Deutschland und bei Vodafone West (ehem. Unitymedia) gibt es im Helpdesk!

Bei Empfangsproblemen lohnt sich u.U. ein Blick in diesen Thread bzw. in den dort verlinkten Helpdesk-Artikel.


Bitte gib bei der Erstellung eines Threads im Feld „Präfix“ an, ob du Kunde von Vodafone Kabel Deutschland („[VFKD]“) oder von Vodafone West / ehem. Unitymedia („[VF West]“) bist.
Heiner
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Re: Vodafone zur Entwicklung des TV-Markts

Beitrag von Heiner »

GLS hat geschrieben:Diese Freiheit, spontan, wenn auch selektiv, mal eben etwas aufzunehmen, fällt bei Abschaltung des Rundfunks natürlich weg.
Nur interessiert diese Art von Freiheit nunmal viele Normalverbraucher nicht. Da zählt eine andere Art von Freiheit: Wie bekomm ich den Inhalt den ich jetzt gerade sehen will am einfachsten auf den Bildschirm? Bei linearem TV musst du auf die Ausstrahlung warten und die Aufzeichnung kannst du logischerweise erst danach sehen. Beim Streaming schaust du bei welchem Anbieter du den gewünschten Inhalt bekommst und fängst damit an wann und wo du willst, auf welchem Gerät ist egal. Beim linearen Pay-TV hingegen bist du an dein Fernsehgerät gebunden und hast wenn du Pech hast auch noch Pairing. Und was ist wenn ein anderes Familienmitglied etwas anderes sehen möchte, was linear auch nur im Pay-TV zu bekommen ist? Bei den Streamingdiensten ist je nach gewählter Preisstufe das parallele Streaming möglich, wenn nicht sowieso immer inbegriffen. Da müsste man im linearen TV eine zweite Smartcard anschaffen und höchstwahrscheinlich auch ein zweites Mal für das Abo bezahlen. Selbst Sky geht da mit Geräten wie dem Sky Q Mini eher aufs IPTV/Streaming als hier nochmal den klassischen DVB-Weg zu wählen.

Ich seh das halt so... es gibt Anwendungsfälle, da ist DVB-was auch immer weiterhin praktisch, es gibt aber auch Fälle wo man mit IPTV und Streaming deutlich komfortabler unterwegs ist. Nehmen wir Live-Sport: Da würde ich DVB allemal vorziehen, erst recht wenn es sowas ist wie Fußball, was Millionen von Zuschauern sehen. Da brauchen die IP-Ausspielwege einfach viel länger als DVB. Sowas wie der Superball beim SAT.1 Frühstücksfernsehen war ja schon mit DVB nur noch schwer machbar wegen der auch dort schon vorhandenen Verzögerung. Aber wenn ich eine bestimmte Serie sehen will? Nehmen wir Grey's Anatomy als aktuelles Beispiel: Warte ich auf die ProSieben-Ausstrahlung oder guck ich die neue Folge schon früher auf Disney+ oder Joyn, wann es mir passt? Schau ich die neue Folge ZDF Magazin Royale um 20:15 im ZDI oder erst spät abends im ZDF?

Letztlich verschwimmt DVB und Streaming auch immer mehr. Wie definierst du es denn, wenn z.B. mit der Fritz!Box DVB-C empfangen wird und über IP im heimischen Netzwerk weiterverbreitet wird?
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robert_s
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Re: Vodafone zur Entwicklung des TV-Markts

Beitrag von robert_s »

twen-fm hat geschrieben: 10.06.2021, 20:51 Ich sage nur noch soviel:
Das war schon zu viel, denn damit trittst Du nur Diskussionen los, die Dich Deines "besonderen" Gefühls berauben könnten. Um Dir das zu erhalten, solltest auch besser nur mit dem "gefühlten" Erlebnis argumentieren, denn wenn Du mit der Physik und 40 Jahre alten Mastering-Verfahren anfängst, hast Du schon verloren, und davon hat ja auch keiner was.
robert_s
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Re: Vodafone zur Entwicklung des TV-Markts

Beitrag von robert_s »

GLS hat geschrieben: 10.06.2021, 19:04 Damit liefest du beste Argumente gegen IP-Streaming-Abos, auch wenn du es beim Schreiben vielleicht nicht gemerkt hast. :wink:
Doch, sogar mehr als das: Gegen sämtlich Bezahlinhalte. Davon habe ich noch nie etwas gehalten. Man kann auch mehr als genug Unterhaltung aus Youtube, den ÖR-Mediatheken und sonstigen kostenfrei abrufbaren Inhalten aus dem Internet bekommen.
GLS hat geschrieben: 10.06.2021, 19:04 Diese Freiheit, spontan, wenn auch selektiv, mal eben etwas aufzunehmen, fällt bei Abschaltung des Rundfunks natürlich weg.
Ach wo, das geht ebenso in die neue Welt über. So kann man sich z.B. mit dem Youtube-Downloader verdingen, um rare Inhalte zu archivieren, gegen die womöglich ein lokaler Rechteinhaber etwas hat, der sie aber selbst nicht anbieten mag, z.B. die in 1080p remasterte Manga-Heidi aus den 1970ern im japanischen Original mit englischen Untertiteln...
GLS hat geschrieben: 10.06.2021, 19:04 Mich wundert, dass manche immer noch nicht das eigentliche Problem verstanden haben: DVB (und von mir aus ein mögl. Nachfolgestandard über IP, sofern identische Voraussetzungen gegeben sind) ist ein freier Industriestandard! Das hat man nicht alle Tage.
Doch, hat man. In dem, was Du archivierst, ist praktisch gar nichts mehr von DVB. Da hast Du dann ein standardisiertes (und oft gar nicht "freies") Kompressionsverfahren und einen standardisierten Container. Da ist man dann eben bei H.264/265/266 oder auch VP1 oder WebM, und AC3/E-AC3/AC4/Atmos oder auch AAC oder FLAC, und bei den Containern bei MPEG2-PS, MP4 oder Matroska. Alles wohlbekannte Standards. Nichts davon ist DVB.
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Re: Vodafone zur Entwicklung des TV-Markts

Beitrag von Flole »

Und HTTP ist auch ein gewisser Standard ;) Selbes für RTSP und alles was darauf so aufbaut. DVB-C regelt ja nur, wie die Daten zu dir kommen und welche anderen Standards darin verwendet werden. Da kann man genauso gut auch TCP einsetzen, oder HTTP, oder auch ne Taube mit nem USB Stick am Bein. Stichwort OSI-Modell, die einzelnen Schichten können beliebig getauscht werden. Deswegen funktioniert SAT>IP auch so gut, da wurde einfach nur eine Schicht getauscht und fertig, viel mehr ist das nicht.
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Re: Vodafone zur Entwicklung des TV-Markts

Beitrag von Knidel »

why_ hat geschrieben: 10.06.2021, 20:11
GLS hat geschrieben: 10.06.2021, 19:04 Dann gibt es keine Möglichkeit mehr, freie Aufnahmen zu machen. Und es erscheint längst nicht alles auf BD, v. a. nicht aus dem non-fiktionalen Bereich.
Gibt es schon jetzt nicht mehr, nur mit Umgehung von Maßnahmen des Providers die das Verhindern sollen ist das möglich. Allerdings kann man die bei IPTV genauso umgehen. Im Endeffekt besteht die Argumentation DVB-C zu behalten aus: "Ich hab schon eine Lösung um Raubmordkopieren zu können und ich hab keine Lust mir eine neue Aufzusetzen!111!!"
Das ist doch Quatsch. Bei den unverschlüsselten Sendern, allen voran ARD/ZDF, kann man völlig problemlos Aufnahmen machen, ohne irgendetwas umgehen zu müssen. Hier hat GLS einfach recht, dass das über DVB-C/T2/S(2) sehr einfach geht. Sicherlich findet man vielleicht irgendwo im Internet die URLs zu den Streams der IPTV-Anbieter, wenn man das abonniert hat, aber dann gibt es darüber keinen EPG oder der ist verschlüsselt, usw.
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Re: Vodafone zur Entwicklung des TV-Markts

Beitrag von why_ »

Knidel hat geschrieben: 10.06.2021, 23:26
why_ hat geschrieben: 10.06.2021, 20:11
GLS hat geschrieben: 10.06.2021, 19:04 Dann gibt es keine Möglichkeit mehr, freie Aufnahmen zu machen. Und es erscheint längst nicht alles auf BD, v. a. nicht aus dem non-fiktionalen Bereich.
Gibt es schon jetzt nicht mehr, nur mit Umgehung von Maßnahmen des Providers die das Verhindern sollen ist das möglich. Allerdings kann man die bei IPTV genauso umgehen. Im Endeffekt besteht die Argumentation DVB-C zu behalten aus: "Ich hab schon eine Lösung um Raubmordkopieren zu können und ich hab keine Lust mir eine neue Aufzusetzen!111!!"
Das ist doch Quatsch. Bei den unverschlüsselten Sendern, allen voran ARD/ZDF, kann man völlig problemlos Aufnahmen machen, ohne irgendetwas umgehen zu müssen. Hier hat GLS einfach recht, dass das über DVB-C/T2/S(2) sehr einfach geht.
Das ist wahr aber um die ging es eher weniger da man von denen auch problemlos vom IPTV stream aufnahmen machen kann, da die auch unverschlüsselt sind.
Knidel hat geschrieben: 10.06.2021, 23:26 Sicherlich findet man vielleicht irgendwo im Internet die URLs zu den Streams der IPTV-Anbieter, wenn man das abonniert hat, aber dann gibt es darüber keinen EPG oder der ist verschlüsselt, usw.
Installiert man sich sowas wie Streamlink oder Kody wenn man es komfortabel haben will.

Code: Alles auswählen

streamlink https://www.zdf.de/live-tv best
und schwups hat man den IPTV stream und mit -o gibt man das ganze in eine Datei aus statt den Stream an einen player weiter zu reichen. EPG gibt es nicht, dafür gibt es andere Lösungen bei Internet streams.

Also ja du bestätigst ja auch unfreiwillig das DVB-C bestehen bleiben muss weil man nicht mehr in der Lage oder gewillt ist sich mit was neuem zu beschäftigen und nicht weil DVB-C in irgendeiner weise toll ist.

Und twen-fm lebt ja in so einer Traumwelt mit Schallplatten das man angst haben muss das er aus dem Fenster springt wenn man ihn dann mal vor Tatsachen und die Limitationen von Schallplatten stellen würde :brüll:
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Re: Vodafone zur Entwicklung des TV-Markts

Beitrag von berlin69er »

why_ hat geschrieben: 11.06.2021, 09:34 Also ja du bestätigst ja auch unfreiwillig das DVB-C bestehen bleiben muss weil man nicht mehr in der Lage oder gewillt ist sich mit was neuem zu beschäftigen und nicht weil DVB-C in irgendeiner weise toll ist.

Und twen-fm lebt ja in so einer Traumwelt mit Schallplatten das man angst haben muss das er aus dem Fenster springt wenn man ihn dann mal vor Tatsachen und die Limitationen von Schallplatten stellen würde :brüll:
Du könntest mal deine Wortwahl etwas zügeln, sonst bekommst du Ärger!
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Re: Vodafone zur Entwicklung des TV-Markts

Beitrag von Heiner »

Benutzer verwarnt. Persönliche Angriffe sind zu unterlassen. :kaffee:
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Re: Vodafone zur Entwicklung des TV-Markts

Beitrag von berlin69er »

Mal ein schönes Beispiel, was uns bei Streams blüht:

https://youtu.be/DJJlEGOfngs

Eine Blu-ray, DVD, VHS oder aufgezeichnete Sendung lässt sich durch den Inhaltsanbieter nicht mehr nachträglich ändern.
Bei Streams ist das allerdings zu jeder Zeit möglich.
Bei IPTV geht das freilich nicht. Dennoch zwingen viele Anbieter den Kunden dann ihr proprietäre Hardware auf, die das Nutzerverhalten überwachen und beeinflussen. Bei DVB-C hab ich zumindest noch die freie Wahl eines Endgerätes.
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Re: Vodafone zur Entwicklung des TV-Markts

Beitrag von robert_s »

berlin69er hat geschrieben: 11.06.2021, 10:53 Mal ein schönes Beispiel, was uns bei Streams blüht:

https://youtu.be/DJJlEGOfngs

Eine Blu-ray, DVD, VHS oder aufgezeichnete Sendung lässt sich durch den Inhaltsanbieter nicht mehr nachträglich ändern.
Bei Streams ist das allerdings zu jeder Zeit möglich.
Bei IPTV geht das freilich nicht.
Hm? Natürlich wird es solche "korrigierten" Fassungen auch über IPTV und DVB-C geben, wenn der Rechteinhaber keine Übertragung der älteren Version mehr gestattet. Das hat aber auch rein gar nichts mit Streams vs. IPTV vs. DVB-C zu tun, sondern einzig mit archivierten Inhalten vs. Übertragungen.
berlin69er hat geschrieben: 11.06.2021, 10:53 Dennoch zwingen viele Anbieter den Kunden dann ihr proprietäre Hardware auf, die das Nutzerverhalten überwachen und beeinflussen. Bei DVB-C hab ich zumindest noch die freie Wahl eines Endgerätes.
Hast Du nicht. Der Anbieter bestimmt die proprietäre Verschlüsselung, und wenn es dafür kein CAM gibt, bist Du ebenso gekniffen wie bei einem proprietär verschlüsselten IPTV-Stream. Die "freie Wahl" bei DVB-C ist eine reine Illusion.

Übrigens sieht CI+ 1.4 auch vor, dass man IPTV-Streams zur Entschlüsselung durch das CAM sendet. Da verschwindet der Unterschied zwischen DVB-C und IPTV dann gänzlich.