Politik will Kabelgebühren aus Mietnebenkosten streichen

Hier wird über alle möglichen Medienthemen diskutiert, hauptsächlich Fernsehthemen, die nicht allein (oder gar nicht) Vodafone Kabel Deutschland bzw. Vodafone West (ehem. Unitymedia) betreffen.
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Karl.
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Re: Politik will Kabelgebühren aus Mietnebenkosten streichen

Beitrag von Karl. »

teltarif hat geschrieben:Es gibt aber eine Ausnahme: Sollten neue Glas­faser­lei­tungen verlegt werden, müsste sich der Mieter an den Kosten der Infra­struktur betei­ligen - und zwar mit maximal 60 Euro pro Jahr für eine Dauer von maximal fünf bezie­hungs­weise in bestimmten Fällen neun Jahren. Dadurch soll die Verle­gung von reinen Glas­faser­anschlüssen bis in die Wohnungen ange­kur­belt werden. Zusätz­lich zum "Bereit­stel­lungs­ent­gelt" muss dann aber noch ein Vertrag für das TV-Signal abge­schlossen werden - und zwar jenseits der Neben­kos­ten­abrech­nung. Die bisher übli­chen Sammel­ver­träge über den Vermieter, die vor allem auf TV-Kabel­anbieter entfielen, sind dann Geschichte.
Frage mich, wie man das ins Gesetz schreiben will...

Sonst baue ich einfach in Wohnung und Keller RFoG und schon kann ich 5 oder 9 Jahre 5 Euro im Monat kassieren.
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Abraxxas
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Re: Politik will Kabelgebühren aus Mietnebenkosten streichen

Beitrag von Abraxxas »

Mach doch. Du investierst pro Wohnung 250€ und kassierst dann innerhalb von 5 Jahren 300€. So wird man reich.
Karl.
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Re: Politik will Kabelgebühren aus Mietnebenkosten streichen

Beitrag von Karl. »

Bei über 300.000 versogten Wohnungen, würden da mehr als 15 Mio Euro übrig bleiben, wenn deine Rechnung stimmt.
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Flole
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Re: Politik will Kabelgebühren aus Mietnebenkosten streichen

Beitrag von Flole »

Was mich wundert: Zusätzlich zum Bereitstellungsentgelt muss ein Vertrag für die TV Versorgung abgeschlossen werden, aber nicht über die Nebenkosten. Wird der Mieter dann gezwungen so einen Vertrag abzuschließen wenn der Vermieter das will bzw. sich dazu entscheidet diesen Weg zu gehen? Oder kann der Vermieter 5€ kassieren wenn der Mieter einen solchen Vertrag abschließt?
okatomy
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Re: Politik will Kabelgebühren aus Mietnebenkosten streichen

Beitrag von okatomy »

Ich lese das so: Der Vermieter kann die 5 Euro für die Glasfaser dann kassieren, ganz gleich ob du ein Produkt darüber beauftragst oder nutzt.
Karl.
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Re: Politik will Kabelgebühren aus Mietnebenkosten streichen

Beitrag von Karl. »

Aber nur dann, wenn er die 5 Euro pro Monat auch an den ISP abdrückt.
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Flole
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Re: Politik will Kabelgebühren aus Mietnebenkosten streichen

Beitrag von Flole »

Mich wundert aber dieser Satz:
Zusätz­lich zum "Bereit­stel­lungs­ent­gelt" muss dann aber noch ein Vertrag für das TV-Signal abge­schlossen werden - und zwar jenseits der Neben­kos­ten­abrech­nung.
Sind diese 60€ pro Jahr das Bereitstellungsentgelt? Dann würde man die auch bezahlen wenn man die Glasfaser nicht nutzt, nur warum sollte der ISP die dann bekommen? Der macht ja nun gar nichts....

Kleiner Nachtrag: Scheint tatsächlich so zu sein als ob der Vermieter kassieren darf ohne das weitergeben zu müssen, zumindest war es so mal geplant:
https://www.haufe.de/immobilien/wirtschaft-politik/novelle-des-telekommunikationsgesetzes_84342_523396.html hat geschrieben: Gleichzeitig soll die Umlage der Kosten für eine moderne gebäudeinterne Glasfaser-Netzinfrastruktur ermöglicht werden. Hat ein Wohnungsvermieter neue Glasfaserleitungen verlegen lassen, kann er seinen Mietern ein "Bereitstellungsentgelt" berechnen. Der Umlagebetrag soll auf maximal 60 Euro pro Jahr und Wohnung (insgesamt höchstens 540 Euro) begrenzt werden und zeitlich befristet gelten – regelmäßig bis fünf Jahre, höchstens neun Jahre, wie Christoph Wicher, Finanzexperte der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag auf Nachfrage erklärte.
Thorror
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Re: Politik will Kabelgebühren aus Mietnebenkosten streichen

Beitrag von Thorror »

Zum Nachtrag:So lese ich den Artikel aber nicht. In dem Artikel steht "Umlagebetrag", d.h. man kann nur Kosten umlegen, die ihm tatsächlich entstanden sind. ABer da werden sich die Provider was einfallen lassen, wie sie da ran kommen können
Flole
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Re: Politik will Kabelgebühren aus Mietnebenkosten streichen

Beitrag von Flole »

So wie du es jetzt gesagt hast fällt mir noch eine andere Möglichkeit ein: Es könnte auch um einmalige Kosten gehen die dann "abbezahlt" werden. Also der Vermieter investiert z.B. für ein 10 Parteien Haus 1000€ und dann darf er von jeder Partei 5€ pro Monat, also 50€ pro Monat (600€ pro Jahr) verlangen, bis diese 1000€ abgestottert sind (in diesem Fall also 1 Jahr und 8 Monate)
Karl.
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Re: Politik will Kabelgebühren aus Mietnebenkosten streichen

Beitrag von Karl. »

Ist das nicht eine Wohnwert verbessernde Modernisierung, von denen der Vermieter 8 % der Kosten auf die Jahresmiete (dauerhaft) umlegen kann?
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