Politik will Kabelgebühren aus Mietnebenkosten streichen

Hier wird über alle möglichen Medienthemen diskutiert, hauptsächlich Fernsehthemen, die nicht allein (oder gar nicht) Vodafone Kabel Deutschland bzw. Vodafone West (ehem. Unitymedia) betreffen.
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twen-fm
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Re: Politik will Kabelgebühren aus Mietnebenkosten streichen

Beitrag von twen-fm »

robert_s hat geschrieben: 01.07.2019, 21:17 Bzw. eines NE4-Betreibers.
Richtig, die gibt es ja auch noch zu genüge.
Aber den Jackpot hat doch die Telekom: Der Eigentümer muss die Haustelefonverkabelung bezahlen und instandhalten, aber die Telekom hat ein bevorzugtes Nutzungsrecht vor Signalen anderer Anbieter, die ihre Technik ggf. auf Anforderung der Telekom abschalten müssen. Lobbyismus zahlt sich eben aus...
Ist das bei Neubau-Projekten auch noch der Fall? Ich frage deswegen, weil bei uns hier (Neubau Anno 2017) es keinen Telekom-Festnetzanschluss gibt und wir alle hier (180 WE) seitens Vodafone mit Kabelanschluss bzw. Kabel Internet und Phone versorgt werden. Was anderes existiert hier nicht, ausser es nutzt jemand alternative Mobilfunknetze fürs telefonieren und Internet...
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okatomy
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Re: Politik will Kabelgebühren aus Mietnebenkosten streichen

Beitrag von okatomy »

Bei der Aussage von Robert geht es um den Bestandsschutz für den Fall dass ein FTTB Anbieter in die NE 4 g.fast einspeisen will und damit bestehende vectoring Anschlüsse stört.

Eine neue (vorzugsweise Glas) NE4 wollte der Anbieter ja nicht errichten also muss er auf bestehende Anschlüsse eben Rücksicht nehmen. Finde das nur logisch.

Sollte das Nebenkostenprivileg fallen wäre das meiner Einschätzung nach ein Problem für die großen Kabelnetzbetreiber. Eine lukrative automatisch sprudelnde Geldquelle wäre weg, fraglich ob man dann die Preise für Internet halten kann.
Jedem ist doch klar dass TV Broadcast Übertragung kaum Kosten verursacht und das Netz fast nur wegen Internet modernisiert wird. Dann müssten endlich auch die tatsächlichen Nutzer zahlen und nicht die unzähligen Telekom, o2 , 1und1 , Streamingdienst, sat-tv Nutzer in zwangsverkabelten Objekten.

Das ist wie mit dem Rundfunkbeitrag, das Modell hat sich überlebt und passt nicht mehr in die heutige Zeit.
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Re: Politik will Kabelgebühren aus Mietnebenkosten streichen

Beitrag von NoNewbie »

Wenn das Nebenkostenprivileg fällt, ist das eher der das Ende der kleinen KNB.
Da dann keiner die kalkulierten Einnahmen kennt, kann man eben auch nicht ins "Blaue" investieren.
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Re: Politik will Kabelgebühren aus Mietnebenkosten streichen

Beitrag von okatomy »

Die sollen dann halt auch noch von Vodafone übernommen werden.

Vodafone als bundesweiten Kabelnetzbetreiber, ohne Nebenkostenprivileg , reguliert zu open Access wie Telekom. Da würde ich mitgehen, mal schauen wer dann das bessere Produkt abliefert.
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Re: Politik will Kabelgebühren aus Mietnebenkosten streichen

Beitrag von NoNewbie »

Ich bin auch dafür, das Vodafone nur das Netz anbietet wie bei SAT.
Vodafone selbst sollte nicht als Inhalteanbieter auftreten dürfen oder selbst im Netz Frequenzen anmieten müssen (mit Offenlegung der Miete).
Dann können die Sender ihre Pakete anbieten, wie sie wollen und die Frequenzen mieten.

Aber offenen Netze sind in Deutschland unmöglich.
Es gibt schon Objekte, die 4x Netztechnisch seit 1991 erschlossen wurden (Telekom/Vodafone/Pyur/Stadtwerke), und das bezahlt nun jeder irgendwo mit.
z.B. Stadtwerke, dort werden die Erschließung mit Glasfaser einfach bei den Wasser/Elt/Fernwärme-Anschlüssen mit gebaut und der Kunde muss es einfach mit bezahlen.
Deswegen sind dort auch Telekom und Vodafone sauer, weil dort einfach quersubventioniert wird und "kostenlos" Konkurenznetze entstehen.
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Re: Politik will Kabelgebühren aus Mietnebenkosten streichen

Beitrag von NE3_Technician »

Am sinnvollen finde ich, wenn der Staat die Infrastruktur stellt und die Provider sich nur noch um das Produkt kümmern.
67/5 Mbit/s beim lokalen Kabelanbieter von denen 50/5 ankommen ! :kaffee:
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twen-fm
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Re: Politik will Kabelgebühren aus Mietnebenkosten streichen

Beitrag von twen-fm »

NoNewbie hat geschrieben: 02.07.2019, 06:25 Wenn das Nebenkostenprivileg fällt, ist das eher der das Ende der kleinen KNB.
Da dann keiner die kalkulierten Einnahmen kennt, kann man eben auch nicht ins "Blaue" investieren.
sowie
okatomy hat geschrieben: 02.07.2019, 06:33 Die sollen dann halt auch noch von Vodafone übernommen werden.

Vodafone als bundesweiten Kabelnetzbetreiber, ohne Nebenkostenprivileg , reguliert zu open Access wie Telekom. Da würde ich mitgehen, mal schauen wer dann das bessere Produkt abliefert.
Das Geschrei (vor allem) des FRK würde dann nicht mehr zu überhören sein. Vor allem die kleinen und mittelständischen Kabelanbieter, welche das Angebot von M7 (ehemals KabelKiosk) anbieten wären damit sicher nicht einverstanden sein, das sie seitens Vodafone geschluckt werden. Ausserdem würden bei diesen Szenario erst recht die Kartellwächter eingreifen.
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Re: Politik will Kabelgebühren aus Mietnebenkosten streichen

Beitrag von Knidel »

Hier ein neuer Artikel zum Thema:
Kabelanschluss: Streit ums "Nebenkostenprivileg"
https://www.heise.de/news/Kabelanschlus ... 51244.html
Die Bundesregierung will die Abrechnung des TV-Kabelanschlusses über die Mietnebenkosten abschaffen. Kabelnetzbetreiber und Wohnungswirtschaft sind alarmiert.

Es wird so langsam eng für die Zwangsverkabelung. Aus Wettbewerbsgründen ist das Ende des Nebenkostenprivilegs schon längst überfällig. Andererseits würde ich als Mieter natürlich nur ungern bei einem Einzelnutzervertrag mehr zahlen müssen (wobei ich gar nicht weiß, wie viel ich aktuell eigentlich zahle, da ich hier erst seit einem Jahr wohne und für das letzte Jahr noch keine Nebenkostenabrechnung kam ...).

Die Kabelnetzbetreiber müssen sich jedenfalls schon sehr gut überlegen, wie teuer sie den Kabelanschluss nach dem Ende des Nebenkostenprivilegs machen wollen. Mit den aktuellen Preisen für Einzelnutzerverträge würden sie vermutlich massiv Kunden verlieren. Ohnehin wird es zunächst ein Schock werden, wenn die Mieter, die den Anschluss schon jetzt nicht nutzen, keinen Vertrag abschließen werden.

Aber gut, entschieden ist ja eh noch nichts. So wie die Telekom ihre Lobby­isten ansetzt, wird auch Vodafone schon längst ihre Lobby­isten losgeschickt haben.

Btw. Die Telekom sollte auch mal gegen die Zwangsverkabelung 2.0 vorgehen. Damit meine ich, dass in einem Neubau nicht selten nur noch der Kabelanschluss anliegt und die Mieter auch noch für Internet/Telefon (Festnetz) an einen einzigen Provider gebunden sind. Wobei ich nicht weiß, was der Hintergrund ist. Will der Hausbesitzer die Erschließungskosten der Telekom sparen (sind die so hoch?) oder kriegt er sogar noch von Vodafone einen Bonus?
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Re: Politik will Kabelgebühren aus Mietnebenkosten streichen

Beitrag von F-orced-customer »

Knidel hat geschrieben: 26.07.2020, 15:24 Die Kabelnetzbetreiber müssen sich jedenfalls schon sehr gut überlegen, wie teuer sie den Kabelanschluss nach dem Ende des Nebenkostenprivilegs machen wollen. Mit den aktuellen Preisen für Einzelnutzerverträge würden sie vermutlich massiv Kunden verlieren. Ohnehin wird es zunächst ein Schock werden, wenn die Mieter, die den Anschluss schon jetzt nicht nutzen, keinen Vertrag abschließen werden.
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Re: Politik will Kabelgebühren aus Mietnebenkosten streichen

Beitrag von AndreasNRW »

F-orced-customer hat geschrieben: 26.07.2020, 16:31 6,99€/M inkl. Private in HD :D Sonst bin ich weg :mussweg:
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