[VFKD] Streaming auf Twitch: Upload-Probleme

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Flole
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Re: [VFKD] Streaming auf Twitch: Upload-Probleme

Beitrag von Flole »

Wenn der Speedtest beim Techniker läuft und beim TE nicht dann ist das ein Problem beim TE.
reneromann
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Re: [VFKD] Streaming auf Twitch: Upload-Probleme

Beitrag von reneromann »

Flole hat geschrieben: 21.02.2023, 05:33 Wenn der Speedtest beim Techniker läuft und beim TE nicht dann ist das ein Problem beim TE.
Tja, aber der Speedtest wird nicht sauber durchlaufen, wenn der Verstärker das Signal zerhackt (und genau darauf deuten die Werte im unteren Frequenzbereich hin)...
29 dB SNR auf einem QAM-256-modulierten Kanal reichen vorne und hinten nicht mehr zum "sauberen" Empfang aus - 30 dB SNR sind da das rechnerische Minimum, damit überhaupt ein Empfang möglich ist.

Die 30 dB kann man einfach selbst berechnen - und zwar in dem man den (negativen) dekadischen Logarithmus der halben Differenz zwischen der minimalen und maximalen Amplitude berechnet.
Da bei einer QAM-256 16 Konstellationspunkte pro Achse im Konstellationsdiagramm hast, darf also die Verzerrung (egal ob nun durch externes Rauschen oder durch die nichtlineare Operation des Verstärkers im Grenzberech) nicht über 1/32 der Signalstärke des Nutzsignals liegen - andernfalls ist eine saubere Unterscheidung zwischen den einzelnen Konstellationspunkten und damit ein sauberer Empfang nicht mehr möglich.
Gleiche Rechnung bringt für QAM-64 dann einen minimalsten rechnerischen Wert von 24 dB SNR...

Und dann schaut man mal in die Liste von Meister Voda, die hier verlinkt/hochgeladen wurde, und findet genau jene Werte unter der Kategorie "sofortige Beseitigung".
Für den sauberen Empfang braucht es natürlich etwas Sicherheitsabstand, damit es nicht bei jeder kleinsten Abweichung (z.B. durch leichte Fluktuation der Spannungsversorung in einem der Verstärker) gleich Probleme gibt - VF gibt dafür nochmal 3 dB mehr "Sicherheitsmarge" für den vorgabenkonformen Betrieb.

Was mir hier eher durch den Kopf geht:
Entweder ist das Signal, was von der Straße kommt, schon grenzwertig gering am Eingang vom Verstärker (also zu stark verrauscht) -oder- der Verstärker ist für die Anlage falsch ausgelegt und geht daher in die Übersteuerung.
Falsch ausgelegt kann in dem Fall sowohl zu stark (bei zu starkem Eingangssignal, so dass dann die interne Verstärkerstufe übersteuert) -oder- zu schwach (so dass der Pegel ebenfalls nur durch "Aufreißen bis zum Anschlag" erzielt wird) sein - da muss wirklich geschaut werden, wie stark das Signal von außen ankommt und was der Verstärker bringen muss, ohne dass er übersteuert. Gerade bei komplexen Hausanlagen kann das auch den Einsatz von Zwischenverstärkern oder Verstärkern mit erhöhtem Ausgangspegel erfordern...

Menne hat geschrieben: 18.02.2023, 14:18 QAM 256 sollte um die 40db haben
QAM 64 um die 36 db
Nö, QAM-256 sollte über 33 dB und QAM-256 über 27 dB liegen - das reicht für einen sauberen Betrieb locker aus. Einfach mal in verlinkte Liste schauen und nicht andauernd falsche Werte raushauen.
Im unteren Frequenzbereich bei QAM-256 sind's aber teils mit Mühe nur 30 dB und damit zu wenig - selbst der DOCSIS3.1-Träger kommt nicht sauber an (34 dB MER hat er, soll aber 39 dB haben)...