Landing Pages (suche.kabeldeutschland.de) umgehen

Internet und Telefon gestört oder gar ganz ausgefallen? Speedprobleme, die nicht offensichtlich auf die verwendeten Geräte zurückzuführen sind? Dann ist dieses Forum genau richtig!
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Bitte gib bei der Erstellung eines Threads im Feld „Präfix“ an, ob du Kunde von Vodafone Kabel Deutschland („[VFKD]“), von Vodafone West („[VF West]“), von eazy („[eazy]“) oder von O2 über Kabel („[O2]“) bist.
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robi782
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Re: Landing Pages (suche.kabeldeutschland.de) umgehen

Beitrag von robi782 »

Hallo, bin eben auf den Thread gestoßen und nun auf 180 ... Werde mich auch gleich mal darum kümmern das los zu werden ... Gibt es mit einer Fritz.Box noch andere Möglichkeiten als nur im BS die DNS zu ändern?

1000 Dank.

MfG
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Nibelungen
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Re: Landing Pages (suche.kabeldeutschland.de) umgehen

Beitrag von Nibelungen »

Lies mal diesen Thread (v.a. die letzte Seite):
http://www.kdgforum.de/viewtopic.php?f= ... 4&start=20
Ich hasse Signaturen. Deshalb lasse ich sie mir nicht mehr anzeigen.
Knidel
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Re: Landing Pages (suche.kabeldeutschland.de) umgehen

Beitrag von Knidel »

Bei ZDNet gibt es einen recht ausführlichen Artikel zu der Sache:
Umsatz um jeden Preis: falsche DNS-Antworten der Provider
Bei Kabel Deutschland kommt man nicht so einfach von den gefälschten DNS-Servern los. Gegenüber ZDNet betonte Kabel Deutschland, dass man auch DNS-Server anbiete, die keine Informationen verändern. Dazu müsse der Nutzer die kostenlose 24-mal-7-Servicerufnummer (0800) 526 66 25 anrufen. Dort schalte man für Kunden auf Wunsch andere DNS-Server.

Ein Testanruf von ZDNet ergab jedoch, dass der Servicemitarbeiter von nichts wusste. Nach einer kurzen Erklärung verstand er zwar die Problematik, musste aber eingestehen, dass er keine Möglichkeit habe, die DNS-Einstellung zu verändern.
Kabel Deutschland nutzt bei seiner "DNS Assistance" als Dienstleister die Firma Infospace in Bellevue im US-Bundesstaat Washington, unweit der Konzernzentrale von Microsoft. [...] Die Firma gilt als nicht sonderlich seriös. [...] Bei einer Firma mit einem Ruf wie Infospace sollte man sich überlegen, ob man nicht besser darauf verzichtet, auf ihre Website zu gelangen. Ob und welche Daten Infospace über den Benutzer speichert, dürfte sich letztendlich auch einer Kontrolle durch Kabel Deutschland und Alice entziehen.
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Re: Landing Pages (suche.kabeldeutschland.de) umgehen

Beitrag von windsperling »

Auch wenn der Thread inzwischen paar Tage alt geworden ist, hole ich ihn aus der Versenkung und zwar aus folgendenen Grund:

Man sollte Opera als eierlegende Wollmilchsau nutzen, dort sollte man die Landing Pages von Kabel Deutschland schlicht weg als zu blockierenden Inhalt einstufen und schon hat man seine Ruhe, man kriegt zwar von Opera einen dezenten Hinweis das Weiterleitung zu [kein weiterer Text] nicht klappt, da aufzurufender Inhalt von Opera selbstverstaendlich blockiert wird, aber sonst kommt keine weitere Mitteilung. :twisted: :wink: :musik:

In wie weit allerdings schon eine Verbindung zu der im ueber mir genannten Posting Fremdfirma aufgebaut wird,
entzieht sich meiner Amateurhaften Kenntniss.
Die im oben genannten Posting geäusserte/n
Meinung/en könnte/n sich inzwischen geändert haben.
Entern oder Kentern? Beides!
Sei frei und sei dabei, Deine Gedanken sind frei, für ein Bedingungsloses Grundeinkommen
und die Piratenpartei, gegen Bevormundung, Zensur und Zwang!
Mit freundlichen Grüßen Windsperling :wink:

Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.
Benjamin Franklin, 1759
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Bärliner
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Re: Landing Pages (suche.kabeldeutschland.de) umgehen

Beitrag von Bärliner »

Hat sich heute was geändert
Wenn man nun eine falsche Adresse im Browser eintippt kommt nicht mehr die KD Suchseite sondern eine Seite wo man selbst auswählen kann wie in Zukunft verfahren werden soll.
[ externes Bild ]

Interessant finde ich das die Daten für 6 Monate gespeichert werden wenn man dem zustimmt. Und KD verkauft das ganze ja als für den Kunden kostenlosen Zusatzservice. Wir helfen Ihnen wird ja mehrere Male geschrieben...
Die Abschaltung der KD Hilfe ist auf der ersten Seite nicht ersichtlich, musste selbst erst ein paar mal klicken bis ich in der Hilfe/Faq die Möglichkeit fand diesen Dienst zu deaktivieren...
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Re: Landing Pages (suche.kabeldeutschland.de) umgehen

Beitrag von Newty »

Ich habe - ohne Hotline - meinen DNS manuell auf 83.169.186.34 und 83.169.186.98 gesetzt.

Original via DHCP waren 83.169.186.33 und 83.169.186.97 :D

Keine Landingpages und immer noch KD-Server :)
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Re: Landing Pages (suche.kabeldeutschland.de) umgehen

Beitrag von ew59 »

Und hier eine Anleitung für bind(9)

Voraussetzung: Umgang mit DNS-Servern (hier: bind)

Beispielinstallation ist die eines Ubuntu-Jaunty-9.04-Pakets.
Gegenstelle ist eine fritz.box 7270. Mit dieser Konfiguration wird eine Veränderung der Einstellungen zur Namensauflösung der Fritzbox vermieden, die eigene Namensauflösung läuft separat (aber unter Einbeziehung der Fritzbox).

Die Konfigurationsdateien befinden sich in /etc/bind
Zentrale Datei ist /etc/bind/named.conf , die nicht verändert werden sollte, sondern die beiden Dateien
named.conf.options und named.conf.local im selben Verzeichnis, die sich named.conf reinzieht.

Achtung: Unbedingt auf die Balance der {,}-Klammern und die Semikolons (auch zum Schluss) achten
named.conf.options:

Code: Alles auswählen

options {
// ergaenzen um 
        forward first ;    // wahlweise auch only
        forwarders {   // Hier die gewuenschten externen  Nameserver eintragen, z.B.
                83.169.184.34; 83.169.184.98; 
        };
// ...
}; 
Möchten man keine Forward-Nameserver nutzen, so unterbleiben diese Zeilen. Dann wird bei einer Auflösung bei den DNS-Root-Servern begonnen.

Jetzt kommen spezielle Hinweise zur Nutzung der Namensauflösung durch die Fritzbox hinzu:

named.conf.local:

Code: Alles auswählen

zone "fritz.box" {
        type forward;
        forwarders { 192.168.178.1; }; // das ist die IP-Adresse der Fritzbox
};

// man kann auch seine eigene private Zone einrichten
zone "privat" { 
        type master;
        file "/etc/bind/db.privat";
// wie diese Zone aufgebaut ist, beschreibe ich hier nicht, 
// das findet sich allenthalben in Anleitungen  zu bind
// aber die Datei /etc/bind/db.privat muss dann angelegt sein
};

// und jetzt die Reverse-Zone zu obiger
zone "1.168.192.in-addr.arpa" {
       type forward;
       forwarders { 192.168.178.1; }; // das ist die Adresse der fritz.box
};
Damit werden die Teile der Namensauflösung der Fritzbox genutzt, die gewünscht sind.

Um dem laufenden bind die Neukonfiguration bekannt zu machen, kann (distributionsübergreifend) folgendes Kommando ausgelöst werden

Code: Alles auswählen

kill -HUP $(cat /var/run/bind/run/named.pid)
In der /var/log/syslog (bzw. bei Opensuse /var/log/messages) danach schauen, wie bind mit den neuen Konfigurationen klarkommt (Syntax-Fehler werden mit Fehlerart und der Zeile des Auftretens dargestellt).

Mit den Programm-Clients nslookup, host (immer mit dns-server-ip als 2. Parameter) oder dig host @dns-server-ip auf Funktionalität testen.

Auf den Clients sollte in den TCP/IP-Einstellungen die IP-Adresse des Rechners, wo bind läuft, als erster und die der Fritzbox als zweiter DNS-Server (Fallback) eingetragen werden (dazu fritz.box als Suchdomäne). Normalerweise ist dort der Haken für "automatisch ermitteln" gesetzt. Der muss raus (aber nicht bei der IP-Adresse selber).

Falls die Domäne "kabeldeutschland.de" bei Einwahl über den ISP kdg andere IP-Adressen auswirft als über einen beliebigen anderen ISP (was mal der Fall aber nicht mehr aktuell so sein sollte), muss für diese Domäne eine eigene Forwarding-Zone analog zu fritz.box, s.o. eingerichtet werden (und nicht mehr der Automatismus,der beim Beziehen der IP-Adressen über die Fritzbox erfolgt).

HTH
ew59