Die Netzangleichung beginnt

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Karl.
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Re: Die Netzangleichung beginnt

Beitrag von Karl. »

Flole hat geschrieben: 22.03.2021, 16:49 ein Nebenkostenprivileg für Internetanschlüsse gibt es meines Wissens nach nicht.
§ 2 Nr. 15 b BetrKV ist die Antwort ;)
Ich streite nicht.
Ich erkläre nur, warum ich Recht habe und Du nicht!
:geheimtipp:
why_
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Re: Die Netzangleichung beginnt

Beitrag von why_ »

Flole hat geschrieben: 22.03.2021, 18:59 War das denn gewollt? Irgendwo gab es das doch mal für alle unprovisionierten Geräte. Das war im Prinzip ein anonymer Internetzugang und wenn man genug Modems bündelt kommt man damit auch auf schöne Geschwindigkeiten ;) Wenn es wirklich gewollt wäre dann hätte ich erwartet, dass es irgendwie aktiviert werden muss und auch dem Kunden zugeordnet werden kann, gerade wenn Missbrauch betrieben wird (von Urheberrechtsverletzungen über das Versenden von Bombendrohungen etc. ist da schließlich alles relativ anonym möglich) ist man als Anbieter eigentlich auch daran interessiert das zu unterbinden.
Ist mit einem Briefkasten genauso möglich, von daher irrelevant. Anonyme SIM Karten wurden auch nicht deaktiviert, schon erschreckend wie die Innenpolitiker Angst schüren vor etwas das völlig Problemlos möglich ist. Zähl doch noch Kinderpornografie auf, dann hast du alle Buzzwords und das Bullshit Bingo ist voll.
Flole
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Re: Die Netzangleichung beginnt

Beitrag von Flole »

Mit einem Briefkasten kannst du nicht ein urheberrechtlich geschütztes Werk Millionen Menschen ohne große Kosten und Rechtsfolgen zur Verfügung stellen ;)

Ich verstehe nicht warum das nicht als eines der ersten Dinge angeglichen wird (um mal wieder etwas zum Thema zurückzukommen).
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GLS
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Re: Die Netzangleichung beginnt

Beitrag von GLS »

why_ hat geschrieben: 22.03.2021, 16:48 Das dürfte ungefähr die gleiche Verbreitung haben wie ein Mini-CMTS im Keller der von Glas auf DOCSIS umsetzt. :brüll:
Gibt es zwar, ist aber im Promille Bereich anzutreffen.
Zeig mir mal bitte ein Beispiel, wo es das gibt, wenn es du es schon behauptest.

Ich kenne nur ONT im Keller, dort wird das in der Glasfaser (Übertragungsmedium!) bereits vorhandene DOCSIS (Übertragungsstandard!) auf das Koaxialkabel (...medium) umgesetzt. Nix mit CMTS.

Im Übrigen, wenn wir schon beim Thema sind: DOCSIS ist eine Brückentechnologie, weil es für (technisch veraltete) Koaxialleitungen entwickelt wurde. Im FTTH-Netz braucht man kein DOCSIS, sondern kann Internet (direkt aufs Glasfasermodem) und TV (über DVB!) über separate Wellenlängen übertragen. Es ist also eher DOCSIS statt DVB, das in späteren FTTH-Netzen nicht mehr vorhanden sein wird. Ein möglicher OFDM-Standard für Rundfunk steht dem ja nicht entgegen, sondern wäre die logische Erweiterung für DVB.
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robert_s
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Re: Die Netzangleichung beginnt

Beitrag von robert_s »

GLS hat geschrieben: 22.03.2021, 19:39 Im Übrigen, wenn wir schon beim Thema sind: DOCSIS ist eine Brückentechnologie, weil es für (technisch veraltete) Koaxialleitungen entwickelt wurde. Im FTTH-Netz braucht man kein DOCSIS, sondern kann Internet (direkt aufs Glasfasermodem) und TV (über DVB!) über separate Wellenlängen übertragen. Es ist also eher DOCSIS statt DVB, das in späteren FTTH-Netzen nicht mehr vorhanden sein wird. Ein möglicher OFDM-Standard für Rundfunk steht dem ja nicht entgegen, sondern wäre die logische Erweiterung für DVB.
Aber welcher FTTH-Anbieter wird sich den Aufwand noch antun? Es gibt eine logischere Erweiterung für DVB als OFDM: DVB-IPTV. Läuft ganz ohne dass man sich dafür irgendwelche Späßchen auf dem Physical Layer antun müsste.
why_
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Re: Die Netzangleichung beginnt

Beitrag von why_ »

GLS hat geschrieben: 22.03.2021, 19:39
why_ hat geschrieben: 22.03.2021, 16:48 Das dürfte ungefähr die gleiche Verbreitung haben wie ein Mini-CMTS im Keller der von Glas auf DOCSIS umsetzt. :brüll:
Gibt es zwar, ist aber im Promille Bereich anzutreffen.
Zeig mir mal bitte ein Beispiel, wo es das gibt, wenn es du es schon behauptest.
Das trifft man vereinzelt im Unitymedia Gebiet an, ich persönlich hab das bisher allerdings nur in Denkmal geschützten Gebäuden in FTTH Gebieten gesehen. Vielleicht gibt es noch andere Konstellation in denen das eingesetzt wird, im Unitymediaforum gibt es auch jemanden bei dem Pyur das so gebaut hat, wieso das da so ist keine Ahnung.
Edd1ng
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Re: Die Netzangleichung beginnt

Beitrag von Edd1ng »

Das sind MicroNodes mit RFOG und keine miniCMTS
Speed Probleme mit deinem Gigabit Anschluss unter Windows ?
Lade dir diese Tool runter > Download
Als Admin starten.
Oben den Regler Connection Speed ganz nach rechts.
Unten Choose Settings auf Windows Default alternative Optimal
Apply Changes und reboot
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Re: Die Netzangleichung beginnt

Beitrag von denunge »

GLS hat geschrieben: 22.03.2021, 19:39 Im Übrigen, wenn wir schon beim Thema sind: DOCSIS ist eine Brückentechnologie, weil es für (technisch veraltete) Koaxialleitungen entwickelt wurde. Im FTTH-Netz braucht man kein DOCSIS, sondern kann Internet (direkt aufs Glasfasermodem) und TV (über DVB!) über separate Wellenlängen übertragen.
DOCSIS is a way of letting a number of modems communicate over a shared line. Compare that to GPON/FTTH: GPON has the exact same job as DOCSIS, it just does it differently.
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Re: Die Netzangleichung beginnt

Beitrag von why_ »

Flole hat geschrieben: 22.03.2021, 19:26 Mit einem Briefkasten kannst du nicht ein urheberrechtlich geschütztes Werk Millionen Menschen ohne große Kosten und Rechtsfolgen zur Verfügung stellen ;)

Ich verstehe nicht warum das nicht als eines der ersten Dinge angeglichen wird (um mal wieder etwas zum Thema zurückzukommen).
Der Anschluss bietet nicht mal 100 kbit/s im upload, da kannst du auch einfach eine Bluray oder einen USB-Stick per Post verschicken, das ist deutlich schneller.

Bei Punkt zwei stimme ich dir zu, das sollte endlich im Rest vom Vodafone netz genauso gehandhabt werden das man zumindest eine Notfall Grundversorgung hat solange man ein Modem hat. :fahne:
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GLS
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Re: Die Netzangleichung beginnt

Beitrag von GLS »

robert_s hat geschrieben: 22.03.2021, 19:50 Aber welcher FTTH-Anbieter wird sich den Aufwand noch antun?
Bezieht sich das auf "DVB einspeisen"? Das machen ja viele FTTH-Anbieter. Ist insbesondere eine Empfehlung in Fachkreisen um die Netzlast gering zu halten. Während IPTV sich die Bandbreite mit dem restlichen Internet-Traffic teilen muss, läuft DVB in Form von RFoG unabhängig auf einer eigenen Wellenlänge bei FTTB/FTTH. Weiterer Vorteil: Die TV-Kunden brauchen vorerst keine neue Hardware. Mit OFDM schaut das freilich anders aus, aber irgendwann muss ja DVB-C1 einen Nachfolger finden.
Es gibt eine logischere Erweiterung für DVB als OFDM: DVB-IPTV. Läuft ganz ohne dass man sich dafür irgendwelche Späßchen auf dem Physical Layer antun müsste.
OFDM ist ja längst im Einsatz, von daher sehe ich überhaupt keine Probleme, darüber Rundfunk zu verbreiten. Welchen Vorteil soll "DVB-IPTV" bringen? Du veränderst damit, wie du selbst sagst, den physischen Layer, der die Kapazität vorgibt, nicht, also gibt es keine Ersparnis. Frequenzen kann man nur einmal zur selben Zeit vergeben. Schlimmer noch: Die Kunden mit "alter" DVB-C1-Hardware wären sofort ausgeschlossen und für den Betreiber erstmal verloren.
Edd1ng hat geschrieben: 22.03.2021, 22:14 Das sind MicroNodes mit RFOG und keine miniCMTS
Richtig und das ist vollkommen logisch, denn dann brauchen die alten Hausnetze noch nicht so schnell mit Gf aufgerüstet werden, was ja viele Eigentümer erstmal scheuen. Im Node ist ein einfacher Medienwandler von Gf auf Koax, kein CMTS. Das steht wie eh und je beim Anbieter.
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