Docsis 4.0

Für alle Technik-Themen bezogen auf Internet und Telefonie, die weder AVM- noch Arris-/Technicolor-/Compal-/Sagemcom-/Hitron-Produkte betreffen. Speedprobleme werden hier lediglich thematisiert, wenn sie auf die verwendeten Geräte zurückzuführen sind (die nicht zu den o.g. Produkten zählen).
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Skykeeper
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Re: Docsis 4.0

Beitrag von Skykeeper »

Hier auch noch mal zum Thema Funk statt Glasfaser.

Telekom: Kein Festnetz-Ersatz über FWA-Technologie
https://www.teltarif.de/telekom-fixed-w ... 86076.html
SenfKabelHer
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Re: Docsis 4.0

Beitrag von SenfKabelHer »

FYI: jetzt gibt's mal eine Hausnummer zu der Rendite die ftth Projekte den Privaten bringen.
Hier werden 8% pro Jahr genannt.

https://www.manager-magazin.de/unternehmen/deutsche-telekom-ag-steht-vor-milliardendeal-mit-ifm-joint-venture-glasfaser-plus-a-673f9b11-1329-481f-8549-7f1f7caf7fcc

Dh nach 9 Jahren ist der komplette investierte Betrag wieder drinnen und ab dann quasi Reingewinne. Ist natürlich eine super Geldanlage. Und dann versteht man auch wieso die Anbieter sagen sie wollen kein Fördergeld mehr, sondern möglichst wenig "Bürokratie", dh Regulierung. Sie wollen freie Hand und weder durch Regulierung, noch gar durch Auflagen, die mit Fördergeld verbunden sind, beschränkt werden.

https://www.teltarif.de/vatm-marktstudie-tk-markt/news/86159.html

Meiner Einschätzung nach wird aus Endkundensicht langfristig alles schlimmer damit. Statt einem big player wie der Telekom mit dem alten TAL Netz gibt's in Zukunft hunderte, vermutlich tausende lokale Projektgesellschaften zu regulieren. Ist nämlich noch ein Vorteil von Joint Ventures, auf diese kann nicht einfach Blanco die selbe Regulierung angewendet werden wie auf einen Konzern der ein Netz alleine besitzt und betreibt.

Es ist echt erstaunlich wie naiv und nassforsch unsere Politik hier dem Kapitalmarkt diese so wichtige digitale Infrastruktur komplett überlässt. Die Verbraucher werden das die kommenden Jahrzehnte sehr teuer zu spüren bekommen. Pflegt euren Docsis Anschluss und seid froh, solange es ihn noch gibt als leistungsfähige Alternative. Danach droht das unregulierte lokale ftth Monopol eines hedge funds, "bald auch an Ihrem Wohnort verfügbar!". Und Lieschen Müller kapiert es eh nicht, geblendet von den durchgestrichenen 750€ im Werbeprospekt. Gibt ja sogar regelmäßig Bürgerinitiativen die in ihrer Freizeit Werbung für derartige Nachfragebündelung machen und ihre Nachbarn unter Druck setzen auch zu unterschreiben. Irrsinn.
floh667
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Re: Docsis 4.0

Beitrag von floh667 »

Wenn man nur endlich mal vernünftig die Schwachstelle der docsis Netze in den Griff kriegen würde - den Rückkanal.
Jetzt mit wieder aufkeimenden Coronawahnsinn, heimbüro und verstärkt Videokonferenzen, wird der Upload mehr und mehr gefragt und mehr und mehr zum kippunkt.
Der tafdm Modus stellt sich nachwievor mehr als rohrkrepierer heraus und ein high Split ist auch nichtmal als Punkt am Horizont in Sicht.

Man kann wirklich nur hoffen, dass Vodafone in den nächsten Monaten massiv segment splits durchführt um diese deutlich zu verkleinern. Das ist wohl derzeit die einzig machbare Lösung um den schwachen Rückkanal vor der gänzlichen Überlastung zu bewahren, wenn eine bandbreitenvergrößerung nicht in naher Zukunft realisierbar ist.
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Besserwisser
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Re: Docsis 4.0

Beitrag von Besserwisser »

Man hätte die Kabelanschlüsse an der Grundstücksgrenze sperrbar machen müssen.
Das hätte die Fehlersuche bedeutend vereinfacht.
Ich hörte davon, dass Häuser, die bei der Rückwegstörersuche nicht "kooperativ" waren,
am Erdabzweiger abgegraben wurden.

:shock:
Flole
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Re: Docsis 4.0

Beitrag von Flole »

Ja sowas passiert schonmal wenn alles andere keinen Erfolg hat. Man kann es halt nicht ewig hinnehmen das ein Gebäude ein ganzes Segment stört.
reneromann
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Re: Docsis 4.0

Beitrag von reneromann »

Letzten Endes ist DOCSIS4.0 oder auch FD-DOCSIS3.1 nur dann sinnvoll betreibbar, wenn man es ohne Zwischenverstärker benutzt, die fest eingestellte Diplexer und damit feste Grenzen zwischen Up- und Downstream nutzen.

Effektiv verkürzt das dann die Sache auf den Einsatz von DOCSIS4.0 auf Koax auf eine Verkabelung innerhalb eines Gebäudes - also FTTB. Faser bis in den Keller, dort dann µNode und über die bestehende Koax-Hausverkabelung in die einzelnen Wohnungen. Hätte dann auch den Vorteil, dass man bei einem Vollstern theoretisch für jede Dose ein eigenes Signal anlegen kann - man müsste also das TV nicht mehr verschlüsseln oder (vor-)sperren, sondern dann wird einfach der Anschluss am µNode so konfiguriert, dass an der Leitung zu Wohnung X kein TV-Signal mehr anliegt.

Und damit hätte sich dann auch das Thema Rückkanalstörungen, die ein ganzes Segment stören, ebenfalls erledigt.

Wobei dann die Frage bleibt: Warum nur mit der Faser bis in den Keller und nicht gleich durch's ganze Haus...