Wie weit sind korrigierbare Fehler in Rahmen?

Internet und Telefon gestört oder gar ganz ausgefallen? Speedprobleme, die nicht offensichtlich auf die verwendeten Geräte zurückzuführen sind? Dann ist dieses Forum genau richtig!
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floh667
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Re: Wie weit sind korrigierbare Fehler in Rahmen?

Beitrag von floh667 »

maik005 hat geschrieben: 05.09.2021, 14:27 @floh667
was heißt "bleiben"
Beim OFDM mit Casa CMTS gibt es nur 256QAM und 1024 QAM.

Ein zusätzliches drittes Profil mit 4096 QAM am Remote-PHY wäre da schon schön.
Mal schauen, hier wird ja vermutlich nächste Woche auf Remote-PHY umgebaut.
Das ganze ist komplexer als man meinen mag. Ich wurschtel mich derzeit durch ein PDF, dass das recht gut erklärt, aber selbst dann ists für einen laien so ne Sache. Der begriff "Profil" ist beim OFDM Kanal nicht einfach nur die maximal konfigurierte Modulation, sondern beinhaltet auch die gänzliche Konfiguration des OFDM Trägers wie die reihenfolge der zu modulierenden subcarrier usw. Das geht soweit, dass es auf einem extern laufenden Server software gibt, welche Zugriff auf eine Datenbank hat, die wiederrum MER Daten von Modems sammelt, die an einem CMTS (plant) hängen. Diese Daten werden per algorithmus ausgewertet und Modems mit gleichwertigen Leitugnsqualitäten in gruppen gepackt und für diese individuellen gruppen individuelle profile ausgearbeitet. Dadurch wird erreicht, dass das CMTS ein besseres Modem management erreicht und eben das genannte profile flapping reduziert und gleichzeitig der durchsatz jedes einzelnen modems optimiert wird.

Das was hinter docsis 3.1 steckt ist so faszinierend wie komplex wie genial. Und das reine ausrollen eines simplen OFDM Kanals ist nur die kleine Spitze eines Eisbergs, denn da steckt noch viel viel mehr dahinter. Nämlich die Konfiguration.

Ich hab das PDF in einem anderen Thema schon verlinkt, aber hier gerne nochmal für alle interessierten

https://www.nctatechnicalpapers.com/Pap ... n/download

Es fängt an bei "introdcution". Da wird erstmal erklärt, was es mit "Profilen" im OFDM Träger auf sich hat und wo dort das Potential steckt.
Im letzten Absatz der Einleitung steht z.b:
A CMTS on each OFDM channel, per the DOCSIS specifications, needs to support up to 16 profiles. In the short term, CMTSs support 3~4 profiles per channel and many CMTS equipment assign all the profiles they support to all the modems. Today these profiles are flat, i.e. the same modulation order across the whole channel. In the long term as CMTS vendors support more than 4 profiles per channel, they will assign one profile A and one optimized profile to a CM. There may be a third profile assigned as a fall back profile between the optimized profile and profile A.
Hier ist unschwer zu erkennen, dass softwareseitig zukünftig die CMTS noch viel öfter in Wartung gehen werden und sich dadurch die OFDM Träger weiter verfeinern werden.

Ich bin überzeugt davon, dass das z.B im Unitymedia Netz bereits teils vonstatten geht. Wir haben hier seit wengien Monaten permanent großflächige Wartungen; teilweise sind manche Regionen sogar schon zum dritten mal dran. Größtenteils beinhalteten diese Wartungen die Erweiterung des OFDM auf 110mhz im hohen frequenzbereich und das zuschalten des anderen 60mhz breiten.
Für meine Anschlussregion bzw. Segment kann ich eindeutig sagen, dass Vodafone die Konfiguration der OFDM Kanäle anging. Zu Unitymediazeiten warf der Kanal bei uns millionen an unkorregierbaren. Vodafone hat diesen dann einestages richtig konfiguriert, seither ist prozentual die Anzahl der unkorregierbaren zu den restlichen CW auf 0,0009% gesunken. (sprich ~70.000 unkorregierbare auf über 7mrd fehlerfreie)

In dem Dokument geht es dann weiter auf Seite 26, wo die PMA (profile management application) erklärt wird. Eine Software die auf einem server läuft und Zugriff auf eine Datenbank hat, die wiederrum Modemwerte eines plants sammelt, auswertet und Modems in gruppen gleichwertiger Leitugnsqualität zusammen schließt, wodurch sich effektiver und besser diese tiefergehenden, individuellen profile modellieren lassen für einzelne gruppen, mit dem Ziel profile flapping zu verringern und den Datendurchsatz für die Modems zu optimieren.

Absolut faszinierend was hinter docsis 3.1 steckt und was für Potential. Darum kann man getrost docsis 4.0 eigentlich erstmal in den Hintergrund stellen.
robert_s
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Re: Wie weit sind korrigierbare Fehler in Rahmen?

Beitrag von robert_s »

floh667 hat geschrieben: 05.09.2021, 13:54 In dem log zeigt dieser Wert die maximal durch das CMTS mögliche Modulation für den träger an. Nicht welche gerade verwendet wird.
An einer anderen Stelle in den Fritz!Box Supportdaten findet man eine Statistik, über welches Profil wie viele Pakete mit wie vielen Fehlern empfangen wurden. Da kann man gut sehen, welches Profil zu welchem Anteil verwendet wird:

Code: Alles auswählen

+---------+------+---------+------+-----------+------------+--------------+--------+------------+--------------+--------------+
|                                     OFDM DS CHANNELS                                                                        |
+---------+------+---------+------+-----------+------------+--------------+--------+------------+--------------+--------------+
| channel | Port | Profile | CMTS | MNG + PDU | In unicast | In multicast |  In    | In unicast | In multicast |    In CRC    |
|   #     |  #   |    #    |  ID  |   bytes   |   bytes    |   bytes      | frames |   frames   |    frames    | error frames |
+---------+------+---------+------+-----------+------------+--------------+--------+------------+--------------+--------------+
|   33    |  34  |     0   |   0  | 532735345 |       1333 |    490275924 | 7076348 |          1 |      7076347 |            0 |
|   33    |  34  |     1   |   0  | 169304297195 | 168545550353 |            0 | 126457807 |  126457807 |            0 |            0 |
|   33    |  34  |     2   |   0  |         0 |          0 |            0 |      0 |          0 |            0 |            0 |
|   33    |  34  |     3   |   0  |         0 |          0 |            0 |      0 |          0 |            0 |            0 |
|   33    |  34  |     4   |   0  |         0 |          0 |            0 |      0 |          0 |            0 |            0 |
+---------------------------------+-----------+------------+--------------+--------+------------+--------------+--------------+
|   Total for channel # 33:       | 169837032540 | 168545551686 |    490275924 | 133534155 |  126457808 |      7076347 |            0 |
+---------------------------------+-----------+------------+--------------+--------+------------+--------------+--------------+
Wie man sieht, läuft Profil 1 (1024-QAM) bei mir fehlerfrei und sämtlicher Unicast-Traffic wird darüber empfangen. Über Profil 0 (256-QAM) läuft nur der Multicast-Traffic und das ist kein Mangel: Den überträgt man mit dem robustesten Profil, weil der ja bei allen Kabelmodems ankommen muss, also auch denen, bei denen es nicht für 1024-QAM reicht.
robert_s
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Re: Wie weit sind korrigierbare Fehler in Rahmen?

Beitrag von robert_s »

floh667 hat geschrieben: 05.09.2021, 15:16 Hier ist unschwer zu erkennen, dass softwareseitig zukünftig die CMTS noch viel öfter in Wartung gehen werden und sich dadurch die OFDM Träger weiter verfeinern werden.
Ich wäre mir nicht sicher, dass man den Aufwand noch spendieren wird. Denn allen Optimierungen zum Trotz muss man am Ende ja doch die Segmente verkleinern, und der Vodafone CTO spricht ja schon von "GPON artig" kleinen Segmenten mit 32 bis 64 Kabelmodems - und in Ballungsgebieten gleich von FTTP statt DOCSIS:
https://www.lightreading.com/cable-tech ... -id/770459
For now, Vodafone Germany is deploying fiber nodes to smaller and smaller segment sizes, and connecting fiber to almost every amplifier (Mack estimates that number to be in excess of 250,000) in its network. This "fiberization" of the network and the move toward a more distributed architecture is now the name of the game, Mack said, noting that the operator is shifting to "GPON-like" segmentations that see 64 customers – or as few as 32 customers – connected to one fiber node.
[...]
There's still plenty more to assess, but his early guess is that there will be a bigger share for FTTP than there will be for DOCSIS, at least in high-density areas.
Bei so kleinen Segmenten = kurzen Koaxkabelwegen muss man nicht mehr viel optimieren, da würde ich erwarten, dass 4096-QAM überall klaglos läuft. Und mit FTTP erledigt sich die ganze Qual sowieso.
floh667 hat geschrieben: 05.09.2021, 15:16 Ich bin überzeugt davon, dass das z.B im Unitymedia Netz bereits teils vonstatten geht. Wir haben hier seit wengien Monaten permanent großflächige Wartungen; teilweise sind manche Regionen sogar schon zum dritten mal dran. Größtenteils beinhalteten diese Wartungen die Erweiterung des OFDM auf 110mhz im hohen frequenzbereich und das zuschalten des anderen 60mhz breiten.
Für meine Anschlussregion bzw. Segment kann ich eindeutig sagen, dass Vodafone die Konfiguration der OFDM Kanäle anging. Zu Unitymediazeiten warf der Kanal bei uns millionen an unkorregierbaren. Vodafone hat diesen dann einestages richtig konfiguriert, seither ist prozentual die Anzahl der unkorregierbaren zu den restlichen CW auf 0,0009% gesunken. (sprich ~70.000 unkorregierbare auf über 7mrd fehlerfreie)
Vielleicht hat man ja auch das Segment verkleinert oder alte Technik getauscht?
floh667
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Re: Wie weit sind korrigierbare Fehler in Rahmen?

Beitrag von floh667 »

robert_s hat geschrieben: 05.09.2021, 15:45
floh667 hat geschrieben: 05.09.2021, 15:16 Hier ist unschwer zu erkennen, dass softwareseitig zukünftig die CMTS noch viel öfter in Wartung gehen werden und sich dadurch die OFDM Träger weiter verfeinern werden.
Ich wäre mir nicht sicher, dass man den Aufwand noch spendieren wird. Denn allen Optimierungen zum Trotz muss man am Ende ja doch die Segmente verkleinern, und der Vodafone CTO spricht ja schon von "GPON artig" kleinen Segmenten mit 32 bis 64 Kabelmodems - und in Ballungsgebieten gleich von FTTP statt DOCSIS:
https://www.lightreading.com/cable-tech ... -id/770459
For now, Vodafone Germany is deploying fiber nodes to smaller and smaller segment sizes, and connecting fiber to almost every amplifier (Mack estimates that number to be in excess of 250,000) in its network. This "fiberization" of the network and the move toward a more distributed architecture is now the name of the game, Mack said, noting that the operator is shifting to "GPON-like" segmentations that see 64 customers – or as few as 32 customers – connected to one fiber node.
[...]
There's still plenty more to assess, but his early guess is that there will be a bigger share for FTTP than there will be for DOCSIS, at least in high-density areas.
Bei so kleinen Segmenten = kurzen Koaxkabelwegen muss man nicht mehr viel optimieren, da würde ich erwarten, dass 4096-QAM überall klaglos läuft. Und mit FTTP erledigt sich die ganze Qual sowieso.
floh667 hat geschrieben: 05.09.2021, 15:16 Ich bin überzeugt davon, dass das z.B im Unitymedia Netz bereits teils vonstatten geht. Wir haben hier seit wengien Monaten permanent großflächige Wartungen; teilweise sind manche Regionen sogar schon zum dritten mal dran. Größtenteils beinhalteten diese Wartungen die Erweiterung des OFDM auf 110mhz im hohen frequenzbereich und das zuschalten des anderen 60mhz breiten.
Für meine Anschlussregion bzw. Segment kann ich eindeutig sagen, dass Vodafone die Konfiguration der OFDM Kanäle anging. Zu Unitymediazeiten warf der Kanal bei uns millionen an unkorregierbaren. Vodafone hat diesen dann einestages richtig konfiguriert, seither ist prozentual die Anzahl der unkorregierbaren zu den restlichen CW auf 0,0009% gesunken. (sprich ~70.000 unkorregierbare auf über 7mrd fehlerfreie)
Vielleicht hat man ja auch das Segment verkleinert oder alte Technik getauscht?
Natürlich ist das Langzeitziel, jeden VrP wenn möglich mit Glas anzusteuern. Aber das ist noch ein langer Weg. In großen ballungsräumen wo die Wohndichte sehr hoch ist auf wenigen km² wird man auch weiterhin klassisce Fasern legen um Segmente zu splitten, da in solchen Gebieten mehrfach gesplittet werden muss, wodurch mehr kapazität benötigt wird (erreichbar da man gleich mehrere fasern gleichzeitig legt). In ländlichen gebieten, wo die Segmente zwar geografisch recht groß sind, aber die Wohndichte eher gering, wird man auf die overlay-technik zurückgreifen.
Man darf einfach nicht vergessen, dass diese Segmentverkleinerungen auf GPON Größen nicht in wenigen jahren erledigt sind, sofern sie überhaupt überall kommen werden. Wie im Zitat ja steht "at least in high density areas".
Docsis 4.0 ist noch weit weg und docsis 3.1 bietet noch viele Asse im Ärmel, um die netze besser zu machen.

Nein unser Segment wurde nicht gesplittet. Das ist noch so groß wie vorher. getauscht wurde auch nichts, da die Wartungsarbeiten jedes mal für den gesamten offenburger raum galten (sprich das CMTS Offenburg) und nicht segmentspezifisch.
Zuletzt geändert von floh667 am 05.09.2021, 16:03, insgesamt 1-mal geändert.
Alex-MD
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Re: Wie weit sind korrigierbare Fehler in Rahmen?

Beitrag von Alex-MD »

Skykeeper hat geschrieben: 04.09.2021, 12:35 Die Signalwerte liegen alle noch in der Toleranz und die Bandbreite ist bisher auch nicht beeinträchtigt, weshalb sich Vodafone dafür auch nicht interessiert.
Trotzdem sollte man das nicht vernachlässigen wenn dich die Fehleranzeige stört. Als ich beim Versuch die Schräglage auszugleichen bei niedrigen Pegel wie bei dir landete hatte ich dann auch genau auf dem Kanal mit niedrigem Pegel wie bei dir hohe Zahlen korrigierbar und niedrige Zahlen unkorrigierbar. Beides stieg kontinuierlich an, Zähler waren natürlich zuvor auf Null resetet. Nachdem ich den Pegel angehoben wieder alles normal, nahezu keine Korigierbaren und Null Unkorrigierbare.
robert_s
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Re: Wie weit sind korrigierbare Fehler in Rahmen?

Beitrag von robert_s »

floh667 hat geschrieben: 05.09.2021, 16:01 Man darf einfach nicht vergessen, dass diese Segmentverkleinerungen auf GPON Größen nicht in wenigen jahren erledigt sind, sofern sie überhaupt überall kommen werden. Wie im Zitat ja steht "at least in high density areas".
Das Zitat bezog sich aber nicht auf die Segmentverkleinerungen, sondern darauf, dass man DOCSIS 4.0 gleich überspringt und direkt die Glasfaser ins Haus legt.

So wie es da steht, sollte die Glasfaseranbindung eines jeden VrP ein bereits laufender Prozess sein. Freilich höre und sehe ich nichts davon, sodass man sich schon fragen kann, inwieweit die Aussagen des CTO etwas mit dem tatsächlichen Geschehen "auf der Straße" zu tun haben...
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Re: Wie weit sind korrigierbare Fehler in Rahmen?

Beitrag von floh667 »

robert_s hat geschrieben: 05.09.2021, 16:09
floh667 hat geschrieben: 05.09.2021, 16:01 Man darf einfach nicht vergessen, dass diese Segmentverkleinerungen auf GPON Größen nicht in wenigen jahren erledigt sind, sofern sie überhaupt überall kommen werden. Wie im Zitat ja steht "at least in high density areas".
Das Zitat bezog sich aber nicht auf die Segmentverkleinerungen, sondern darauf, dass man DOCSIS 4.0 gleich überspringt und direkt die Glasfaser ins Haus legt.

So wie es da steht, sollte die Glasfaseranbindung eines jeden VrP ein bereits laufender Prozess sein. Freilich höre und sehe ich nichts davon, sodass man sich schon fragen kann, inwieweit die Aussagen des CTO etwas mit dem tatsächlichen Geschehen "auf der Straße" zu tun haben...
Ja gut, das machen sie ja schon lange bei neubauten oder erschlossenen neubaugebieten. Aber vorhandene Anschlüsse werden nicht neu mit Glas erschlossen. Da bleibt es bei Koaxkabeln auf der NE3.
Die Genehmigungsverfahren sind langwierig und ein interner Mitarbeiter Vodafone hat mir sogar gesteckt, dass Berlin nochmal ein ganz eigenes pflaster ist, da ich ihn darauf sogar ansprach, da ich zum zeitpunkt von deiner problematik mit dem hoffnugnslos überfüllten Segment las.
berlin ist alles verschachtelt und die Lauflinien der Trassen teilweise ziemliche hanebüchen. Zudem kommt wohl noch das problem aus der Vergangenheit, dass das berliner Kabelnetz hier stark aufgeteilt war utner kleineren betreibern oder so ähnlich.
Er hat mir gesagt vodafone sei an berlin dran, aber das gestalte sich alles etwas schwierig.
robert_s
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Re: Wie weit sind korrigierbare Fehler in Rahmen?

Beitrag von robert_s »

floh667 hat geschrieben: 05.09.2021, 16:13 Die Genehmigungsverfahren sind langwierig und ein interner Mitarbeiter Vodafone hat mir sogar gesteckt, dass Berlin nochmal ein ganz eigenes pflaster ist, da ich ihn darauf sogar ansprach, da ich zum zeitpunkt von deiner problematik mit dem hoffnugnslos überfüllten Segment las.
berlin ist alles verschachtelt und die Lauflinien der Trassen teilweise ziemliche hanebüchen. Zudem kommt wohl noch das problem aus der Vergangenheit, dass das berliner Kabelnetz hier stark aufgeteilt war utner kleineren betreibern oder so ähnlich.
Er hat mir gesagt vodafone sei an berlin dran, aber das gestalte sich alles etwas schwierig.
Ja, das habe ich auch schon mal gehört, und dass Vodafone bei den Genehmigungen ganz unten in der Rangfolge steht: Abwasser, Trinkwasser, Strom, Gas, Telekom, ... Vodafone. In diesem Sommer habe ich auch schon ganz hoffnungsvoll in mehrere Baugruben geschaut und gedacht "Jetzt geht's hier endlich los!" - aber Pustekuchen: Einmal war es Stromnetz Berlin, und direkt vor "meinem" CMTS-Standort wurde nicht etwa neue Glasfaser verbuddelt, sondern ein altes Abwasserrohr getauscht :|

Wobei mir unklar ist, was es da überhaupt zu genehmigen gäbe, denn laut Trassenplan liegt hier alles im Erdrohr, und das sogar bis an meine Hauswand. Da würde ich ganz naiv denken, super, ohne Buddelei oder Genehmigung einfach Glasfaser in die Rohre einziehen und fertig ist die Laube. Aber irgendwie scheint das nicht so zu laufen...
Zuletzt geändert von robert_s am 05.09.2021, 16:29, insgesamt 1-mal geändert.
floh667
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Re: Wie weit sind korrigierbare Fehler in Rahmen?

Beitrag von floh667 »

Da dein Segment mehr als tausend Modems beinhaltet, wird es sich auch nicht für die Overlay-Technik anbieten, da es mehrfach gesplittet werden muss. Also zumindest wäre hier Fasern legen das optimale. Aber vielleicht entscheided sich ja Vodafone in extrem-Fällen trotzdem dafür, wenn es anderweitig einfach nicht vorran geht.

Ich zizierte mal zum Thema Berlin meinen Kontakt:
Ja ich weiß in Berlin gibt es noch Probleme, bis 2020 sah es in Berlin ganz ganz übel aus wir hatten da viel Ärger mit unzufriedenen Kunden.
Das Problem in Berlin ist, das Kabelnetz dort ist ein Flickennetz, es gibt zig winziger Anbieter, dann noch PYUR die ein Großteil von Berlin versorgen. Zum Teil liegt das an den Ost/West Folgen zum Teil daran das die Netze nach dem Mauerfall in Privatbesitzt übergegangen sind.
So ist es Teilweiße so das Vodafone in Gebieten nur Internet aber kein TV vertreiben darf oder nur TV aber kein Internet.
Dazu kommt das die Kabeltrassen an wichtigen Punkten voll sind und oder es Jahre dauert bis man Tiefbaugenehmigungen bekommt.
Aber Berlin steht weiterhin ganz oben auf der Liste.