Vodafone zur Entwicklung des TV-Markts

Themenbereiche, die in diesem Forum Platz finden, sind das Fernseh- und Radioprogrammangebot allgemein, das frei empfangbare Fernseh- und Radioprogrammangebot, das Paket Vodafone Basic TV sowie entsprechende Vorgängerpakete wie die HD-Option bei Vodafone West (ehem. Unitymedia).
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Die HD-Sender von RTL werden bei Vodafone Kabel Deutschland nur auf Smartcards des Typs D03, D08, G02 oder G09 freigeschaltet (nicht auf D02/D09!). Weitere Informationen hier!

Informationen zu HDTV bei Vodafone Kabel Deutschland und bei Vodafone West (ehem. Unitymedia) gibt es im Helpdesk!

Bei Empfangsproblemen lohnt sich u.U. ein Blick in diesen Thread bzw. in den dort verlinkten Helpdesk-Artikel.


Bitte gib bei der Erstellung eines Threads im Feld „Präfix“ an, ob du Kunde von Vodafone Kabel Deutschland („[VFKD]“) oder von Vodafone West / ehem. Unitymedia („[VF West]“) bist.
robert_s
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Vodafone zur Entwicklung des TV-Markts

Beitrag von robert_s »

Anlässlich der ANGACOM hat Vodafone einen Artikel veröffentlicht, wie man sich im TV/Entertainment/Streaming-Markt positionieren will:
https://www.vodafone.de/newsroom/digita ... nt-markts/
eine aktu­elle Studie von ‚Digital TV Rese­arch‘ zur Zukunft des Geschäfts­modells PayTV kommt zu dem Schluss, dass Anbieter von PayTV mit signifikanten Abonnentenabgängen rechnen müssen
Lineares Fernsehen bleibt bestehen und wird die dominierende Nutzungsform bleiben.
Lars Riedel
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Wir sind kein Hollywood-Studio und wollen auch keines werden. Als größter deutscher TV-Anbieter mit über 13 Millionen TV-Kunden fühlen wir uns sehr wohl damit, Inhalte auf unserer GigaTV-Plattform zu aggregieren. Mittels übergreifender Empfehlungsfunktionen können wir unsere Kunden durch die fragmentierte Angebotsvielfalt führen. Wir bündeln die Angebote unserer Partner in bestmöglicher Qualität und im Optimalfall sogar mit Preisvorteilen – das gibt es heute nur auf TV-Plattformen, die Inhalte aggregieren und Streaming und Fernsehen kombinieren.
Mich überzeugt das wenig. Man will nicht Inhalteanbieter werden, sondern Verbreitungsplattform bleiben. Nur dass die mit OTT eigentlich keiner braucht, scheint man noch nicht wahr haben zu wollen.

Und in noch einem Punkt liegt Lars Riedel daneben:
Hinzu kommt, dass die deutschen TV-Konzerne kontinuierlich ihre nationale Marktposition mit lokalen und regionalen Angeboten verbessern. Denn solche Angebote sind für Netflix, Disney und Amazon zu unattraktiv, weil sie in anderen Märkten aufgrund ihres Lokalkolorits nicht funktionieren.
*Pieeep* leider falsch, Herr Riedel. Schauen Sie sich doch einfach mal bei Amazon Video um, da finden Sie schon mehrere Lokalproduktionen speziell aus und für Deutschland, Serien und Filme, z.B. "Pastewka" oder "Der Boandlkramer" als Amazon-Produktionen.

Ich denke, Herr Riedel wird übel Schiffbruch erleiden. Marktentwicklung falsch eingeschätzt, nicht richtig über die aktuellen Angebote informiert, keine überzeugende Geschäftsstrategie abgeliefert. Leider eine völlig ungenügende Leistung.
spooky
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Re: Vodafone zur Entwicklung des TV-Markts

Beitrag von spooky »

Schauen Sie sich doch einfach mal bei Amazon Video um, da finden Sie schon mehrere Lokalproduktionen speziell aus und für Deutschland, Serien und Filme, z.B. "Pastewka" oder "Der Boandlkramer" als Amazon-Produktionen.
Aber nur, weil es in der EU eine Qoutenregelung gibt.
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robert_s
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Re: Vodafone zur Entwicklung des TV-Markts

Beitrag von robert_s »

spooky hat geschrieben: 08.06.2021, 22:39
Schauen Sie sich doch einfach mal bei Amazon Video um, da finden Sie schon mehrere Lokalproduktionen speziell aus und für Deutschland, Serien und Filme, z.B. "Pastewka" oder "Der Boandlkramer" als Amazon-Produktionen.
Aber nur, weil es in der EU eine Qoutenregelung gibt.
In der Tat: https://netzpolitik.org/2020/eu-regelt- ... e-inhalte/

Das hat der schlecht informierte Herr Riedel offenbar auch nicht gewusst. Deshalb sind also auch Disney+ und Netflix zu "Lokalkolorit" gezwungen. Seine Annahme ist schlichtweg völlig falsch.
spooky
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Re: Vodafone zur Entwicklung des TV-Markts

Beitrag von spooky »

Du verstehst das eher falsch… die müssen ja gerade ob sie wollen oder nicht 30% aus EU im Programm haben.
Beispiel Disney+ :
Was da jetzt aufgrund dieser 30% Regelung an z.b. Ostwind aufgeschlagen ist… oder Saphirblau, Smaragdgrün, Rubinrot Reihe..
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Re: Vodafone zur Entwicklung des TV-Markts

Beitrag von robert_s »

spooky hat geschrieben: 08.06.2021, 22:49 Du verstehst das eher falsch… die müssen ja gerade ob sie wollen oder nicht 30% aus EU im Programm haben.
Beispiel Disney+ :
Was da jetzt aufgrund dieser 30% Regelung an z.b. Ostwind aufgeschlagen ist… oder Saphirblau, Smaragdgrün, Rubinrot Reihe..
Was die deutschen TV-Konzerne machen, ist doch keinen Deut besser. Big Brother, Dschungelcamp, Let's Dance, WWM - alles aus dem Ausland lizenzierte Formate. Gibt's da überhaupt noch "echte" deutsche/europäische Inhalte? Die kenne ich eigentlich nur von den ÖR, und jetzt eben von Amazon.
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Re: Vodafone zur Entwicklung des TV-Markts

Beitrag von Heiner »

Die Einschätzung bzgl. Pay-TV teile ich. Wenn man schon dafür zahlt möchte man ja die Inhalte auch abrufen können wann und wie man will im Idealfall, statt sich an einen festen Sendeplan halten zu müssen. Free-TV ist da was anderes. Vodafone müsste einfach zusehen sein IPTV-Aufgebot providerunabhängig zur Verfügung zu stellen, mit den üblichen Geräten, so wie die Telekom das mit Magenta TV macht. Das lineare DVB-C-Angebot bleibt sicher noch einige Zeit bestehen, allzu große Sprünge erwarte ich da aber nicht mehr. Das wird erstmal in etwa auf heutigem Niveau bleiben abzgl. International-Sender.
Kabel: Vodafone NRW / Dortmund | FTA + TV Int. Französisch + Bonus + Stingray (Pay-TV gekündigt zu 06/2022)
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IPTV (eigenes Abo): waipu.tv Perfect Plus, Amazon Prime Video
Mobilfunk: congstar Allnet Flat S
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Re: Vodafone zur Entwicklung des TV-Markts

Beitrag von berlin69er »

Providerunabhängig hieße dann aber auch, sich der starken Konkurrenz aussetzen zu müssen. Vermutlich denkt man, wenn man den Kunden zunächst mal den Kabelvertrag aufgedrückt hat, dass dieser nicht so schnell den (Pay TV) Anbieter wechselt, da er dann ja zusätzlich zahlen müsste.
Zudem sollte man (auch wenn ich es auch immer weniger nutze) die freie Aufnahmemöglichkeit nicht unterschätzen. Streams können jeder Zeit verschwinden oder vom Anbieter verändert werden, wie es z.B. Disney bei seiner Plattform ja sehr gerne macht. Wenn ich einen Film hingegen ein Mal im meinen Archiv habe, kommt kein Anbieter mehr ran.
Interessiert die jungen Generationen ab Y bzw. Snowflake sicher nicht mehr, da die gar nicht mehr wissen, was ein PVR ist. Leider sind die dann aber den Kontrollen des Anbieters gänzlich ausgeliefert und werden kritiklos alles hinnehmen.
Kabelnetz: Vodafone Kabel Deutschland Berlin-Lichtenrade (voll ausgebaut)
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Re: Vodafone zur Entwicklung des TV-Markts

Beitrag von Johut »

Aber der Trend ist ganz klar. Vom klassischen Pay-TV geht´s zum Streaming. Da dies außer bei Live-Übertragungen auch viel besser ist, da man zeitig ungebunden ist, werden die Pay-TV-Sender über kurz oder lang alle ins Streaming verschoben. Da Vodafone das nun selbst schon sagt ist dessen Absicht auch ganz klar. Durch das immer schneller werdende Internet ist dies auch praktikabel. Vor ein paar Jahren wäre dies allein aus technischer Sicht (kleine Bandbreite) noch gar nicht möglich gewesen.

Diese neue Arzt der Nutzung merke ich ja schon an mir selbst. Im linearen TV schau ich aktuelle Sendungen wie Tagesschau & Co.
Seit ich Netflix und Amazon Prime habe, bevorzuge ich diese bei Content-Ware wie Serien & Filme und Sport.

Auch viele Gerätehersteller haben schon darauf reagiert. Man kann oft die IPTV-Sender wie normale Programme in die Kanalliste aufnehmen und auch so zappen.
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Re: Vodafone zur Entwicklung des TV-Markts

Beitrag von berlin69er »

Das sind aber unterschiedliche Dinge, Streaming und IPTV…
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Re: Vodafone zur Entwicklung des TV-Markts

Beitrag von Johut »

Ja, aber nur maginal, beide Vaianten werden dvb-c beerben, darüber sind sich die meisten einig. Die Bandbreitennutzung ist einfach viel besser.