[VFKD] FTTB = Segmentierung?

In diesem Forum geht es um den Ausbau des Kabelnetzes in vielerlei Hinsicht (allgemeiner Ausbau für Internet/Telefonie, EuroDOCSIS 3.0/DOCSIS 3.1, 862 MHz, Video on Demand, Segmentierungen...).
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r2d2
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[VFKD] FTTB = Segmentierung?

Beitrag von r2d2 »

Hallo zusammen,

bei einem Bekannten wurde vor ca. 3 Jahren laut Wohnungseigentümergescheinschaft (WEG) eine Modernisierung der hauseigenen Kabelanlage inkl. Glasfaseranbindung bis ins Haus durchgeführt. So wurde es zumindest angeboten, die genauen Unterlagen lässt er sich noch zusammenstellen.

Kurz zu den Gebäuden dieser WEG: Es handelt sich um 4 Wohnkomplexe mit ca. je 100 Wohnungen.

Gebaut wurde also angeblich ein neuer HÜP pro Komplex. Man konnte während dieser Zeit zumindest an einem Haus sehen, dass der Gehweg vor dem Haus aufgebuddelt wurde. Weiterhin wurden neue Koaxialkabel bis in die Wohnungen gezogen.

Nun, da ja wieder CableMax1000 verfügbar ist, hat der bekannte zugeschlagen und sich erstmalig Kabelinternet von Vodafone bestellt. Wir habe jetzt aber festgestellt, dass das Segment scheinbar schon ziemlich voll ist, denn abends (21-22 Uhr) kommt er nur auf max. 600 Mbit im Download, manchmal auch weniger, bei verschiedenen Speedtests. Upload schwankt zwischen 38-50 Mbit. Um 11 Uhr Vormittags kommen um die 900 Mbit an, das passt also.

Lange Rede kurzer Sinn: Wenn die Vodafone Glasfaser in die Gebäude gelegt hat, warum machen die dann nicht gleich ein Segmentsplit via remote PHY (vCMTS)?

Was wäre der Sinn dahinter, nur Glaserfaser in die Gebäude zu legen, wenn vorher ja schon funktionsfähiges Koaxialkupfer zur Straße hin lag?

Genutzt wird an dem Anschluss die Homebox Option mit ner Fritzbox 6660 und DS-lite. Da er über IPv6 angebunden ist, könnte das evtl. der Flaschenhals sein und nicht das vermeintlich volle Segment?
Abraxxas
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Re: [VFKD] FTTB = Segmentierung?

Beitrag von Abraxxas »

Wo ist jetzt das Problem?
r2d2
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Re: [VFKD] FTTB = Segmentierung?

Beitrag von r2d2 »

Einmal das abends ggf. nicht mal die 600 Mbit/s erreicht werden und das die WEG wohl viel Geld für eine Leistung ausgegeben hat, die nicht direkt nachvollziehbar ist.
Flole
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Re: [VFKD] FTTB = Segmentierung?

Beitrag von Flole »

Wenn die Bandbreite nicht erreicht wird dann solltest du eine Störung melden.
r2d2 hat geschrieben: 20.08.2021, 22:15 ...und das die WEG wohl viel Geld für eine Leistung ausgegeben hat, die nicht direkt nachvollziehbar ist.
Sie haben für FTTB bezahlt und das doch offenbar auch bekommen, es liegen doch Glasfasern bis in die Gebäude. Sie zahlen halt nicht für dedizierte Leitungen bis zu irgendeinem Punkt, das wäre auch ziemlich teuer.
r2d2
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Re: [VFKD] FTTB = Segmentierung?

Beitrag von r2d2 »

Aber welchen Mehrwert hat dieser Ausbau von FTTB wenn dann trotzdem das Segment innerhalb von 3 Jahren zu den Abendstunden gut ausgelastet ist. Dann hätte man auch einfach das Kupfer so lassen können, wie es war.
Flole
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Re: [VFKD] FTTB = Segmentierung?

Beitrag von Flole »

Es ist unanfälliger gegenüber Einstrahlungen, muss seltener verstärkt werden und die Leitungen sind dünner. Zudem ist es unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit.
robert_s
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Re: [VFKD] FTTB = Segmentierung?

Beitrag von robert_s »

Flole hat geschrieben: 20.08.2021, 23:16 Es ist unanfälliger gegenüber Einstrahlungen, muss seltener verstärkt werden und die Leitungen sind dünner. Zudem ist es unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit.
Das interessiert mich auch: Es kommt also tatsächlich vor, dass man auf dem Glasfasermedium mehrere Koax-Upstream-Segmente im selben Frequenzbereich zusammenmischt? Ich hätte gedacht, dass 1 Fibernode == 1 Upstream-Segment, weil es doch gerade beim anfälligen Upstream keinen Sinn ergibt, den auf dem Glasfasermedium auch noch zusammenzumischen, statt ihn auf unterschiedlichen Frequenzen zu transportieren.

Ich habe nämlich auch schon mal gehört, dass es (geographisch) innerhalb meines übergroßen + überlasteten Segments schon längst einen weiteren Fibernode geben soll. Tatsächlich habe ich in der Planauskunft bei einem VrP einen Kreis mit einem "E" drin entdeckt - steht das für Fibernode? Aber die Haushalte jenseits dieses VrP, die also über den möglichen Fibernode versorgt werden, befinden sich im selben Upstream-Segment wie ich.

Und dann frage ich mich, warum man selbst bei anhaltender Überlast in einem Segment nicht an einem solchen vorhandenen Fibernode segmentiert. Was ist da das Problem? Glasfaser muss ja offenbar nicht mehr verlegt werden für die Segmentierung...!?!?
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Re: [VFKD] FTTB = Segmentierung?

Beitrag von NoNewbie »

Ein "E" steht für Einspeisung Strom
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Re: [VFKD] FTTB = Segmentierung?

Beitrag von Besserwisser »

Ein Einspeiser hat ein oder zwei Fernspeisenetzteile 230V~/65V~ im Gehäuse.
Der Einspeiser kann ca. 8-10 nachfolgende Verstärkerpunkte mit 65V~ versorgen.
Das passiert über die Hauptkabel zwischen den Punkten, die natürlich aus Kupferkoax sind.
Sonst bräuchte jeder Verstärkerpunkt einen Netzanschluss mit Sicherungsfeld, Zählerplatz und ein 230V~/65V~Netzteil.
Dafür ist in den normalen Gehäusen aber kein Platz. :nein:

Die Versorgungsspannung muss auch nicht zwingend am Signalursprung (Koax- oder Fibernode) eingespeist werden.
Oft kommt sie von einem nachfolgenden Verstärkerpunkt rückwärts gegen die Signalrichtung.
Das macht sich bei der Fehlersuche prima. :roll:

Über die Glasfasern können verschiedene Frequenzbänder gestapelt werden,
vergleichbar mit den Stackern, wie sie bei SAT-Technik funktionieren.
Damit kann man dann nach dem Fibernode verschiedene Segmente aufbauen. :idea:

Hier ein Fibernode, der gleichzeitig ein Stromeinspeiser ist:

Verstärkerpunkt.jpg
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Re: [VFKD] FTTB = Segmentierung?

Beitrag von Besserwisser »

Und hier noch ein paar "Luftschlösser", wie DOCSIS sich mal weiterentwickeln will:

DOCSIS Zukunft.pdf
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