[VF West] Generelle Fragen zu Kabel Internet

In diesem Forum geht es um den Ausbau des Kabelnetzes in vielerlei Hinsicht (allgemeiner Ausbau für Internet/Telefonie, EuroDOCSIS 3.0/DOCSIS 3.1, 862 MHz, Video on Demand, Segmentierungen...).
Fabian
Insider
Beiträge: 2785
Registriert: 14.06.2009, 14:21
Wohnort: Region 7

Re: [VF West] Generelle Fragen zu Kabel Internet

Beitrag von Fabian »

Kenny13554 hat geschrieben:
16.06.2020, 18:24
Ich glaube, Du musst gar nicht den Tarif wechseln. Sobald Du ein DOCSIS 3.1 Modem anschließt, wird das auch den OFDM Bereich bevorzugt nutzen... Also evtl einfach eine 6660 kaufen und gut ist :fahne:
Ich habe hier im Haus damals Kabel für ISDN in verschiedene Räume verlegt
und brauche eine Schnittstelle für ISDN am Modem.

Deshalb kommt die 6660 nicht in Frage.
Die AVM Fritz!Box 6591 wäre aber geeignet.

Ich habe jetzt eine 6490 von Vodafon in Betrieb und eine 6490 in Reserve,
die ich auch schon mal benutzt hatte, als die gemietete Box ausfiel,
eigentlich nur das Netzteil, wie sich später herausstellte.

Kenny13554
Newbie
Beiträge: 41
Registriert: 13.06.2020, 22:11
Bundesland: Baden-Württemberg

Re: [VF West] Generelle Fragen zu Kabel Internet

Beitrag von Kenny13554 »

Hallo zusammen,

mittlerweile hat sich ein Nachbar von uns auch Kabel-Internet von Unitymedia/Vodafone geholt. Da der Techniker es nicht einmal hinbekommen hat, das Kabel von der Verteilerdose vor der Wohnungstür in die Wohnung zu tauschen, hat er es an das einfach geschirmte Kabel angeschlossen. In der Wohnung hat er es dann auch noch an die am weitesten entfernte Dose angeschlossen, sodass auch noch alle möglichen uralt F-Stecker und Durchverbinder dazwischen waren. Zusätzlich hat er dann auch noch die Abdeckung der Stromdose abeschraubt, da sonst die Abdeckung der Antennendose nicht gepasst hätte, weshalb bei unseren Nachbarn da jetzt einfach eine offene Steckdose hängt - lebensgefährlich so was!

Ich habe mich mal meiner Nachbarn angenommen und die Antennendose so nah wie möglich angeschlossen, damit zumindest so wenig wie möglich einfach geschirmtes Kabel eingesetzt wird. Den Austausch des Kabels haben wir auf ein Datum in der Zukunft gelegt. Evtl rufen wir auch einfach nochmals bei Unitymedia an und beschweren uns. Ist ja eigentlich deren Job, das auszutauschen.

Jetzt aber zu den Auswirkungen: Während im Downstream weiterhin alles tip-top ist (also bis 860 MHz, alles 256QAM), ist der Upload leider gestört. Unser Modem zeigt auf 4 Kanälen 8QAM und auf einem wechselnd 16QAM oder 64QAM. Merkwürdigerweise hat der Nachbar auf seinem Modem (er hat noch eine Connect Box mit EuroDOCSIS 3.0 bekommen) auf dem Upload 4x16QAM und dann 1x64QAM an. Eigentlich müssten die Werte doch denen unseres Modems im Upstream entsprechen? Und denkt Ihr, das kommt wirklich von dem kurzen Stück einfach geschirmtem Kabel (d.h. Rückkanalstörer dadurch) oder hat das evtl einen anderen Ursprung? Zudem ist mir noch aufgefallen, dass der Techniker weder bei uns noch bei unserem Nachbarn einen Abschlusswiderstand in die Dose eingebaut hat :wand:

Danke schon einmal für Eure Einschätzung!
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

Flole
Insider
Beiträge: 3368
Registriert: 31.12.2015, 01:11

Re: [VF West] Generelle Fragen zu Kabel Internet

Beitrag von Flole »

Kenny13554 hat geschrieben:
22.06.2020, 20:15
lebensgefährlich so was!
Wenn man das sieht und dadurch einen Herzinfarkt bekommt vielleicht, ansonsten eher nicht....
Kenny13554 hat geschrieben:
22.06.2020, 20:15
Ist ja eigentlich deren Job, das auszutauschen.
Nein ist es nicht, die AGB von Unitymedia sind da eindeutig:
6 Die Hausverteilanlage (Verkabelung) gehört in der Regel nicht zu der technischen Einrichtung des Kabelnetzbetreibers.
Damit ist dieser auch nicht dafür verantwortlich.
Kenny13554 hat geschrieben:
22.06.2020, 20:15
Unser Modem zeigt auf 4 Kanälen 8QAM und auf einem wechselnd 16QAM oder 64QAM. Merkwürdigerweise hat der Nachbar auf seinem Modem (er hat noch eine Connect Box mit EuroDOCSIS 3.0 bekommen) auf dem Upload 4x16QAM und dann 1x64QAM an. Eigentlich müssten die Werte doch denen unseres Modems im Upstream entsprechen?
Zum exakt selben Zeitpunkt sollten diese Werte identisch sein, das setzt aber vorraus das diese Werte auch aktuell sind (also frisch aus dem ARM Core ausgelesen wurden). Wenn diese schwanken dann kann es passieren das man dort eine ganze Zeit lang mit alten Werten versorgt wird. Ein Modem ist halt kein Messgerät.
Kenny13554 hat geschrieben:
22.06.2020, 20:15
Zudem ist mir noch aufgefallen, dass der Techniker weder bei uns noch bei unserem Nachbarn einen Abschlusswiderstand in die Dose eingebaut hat :wand:
Das ist auch nicht immer zwingend erforderlich...
Kenny13554 hat geschrieben:
22.06.2020, 20:15
Danke schon einmal für Eure Einschätzung!
Gerne.

Kenny13554
Newbie
Beiträge: 41
Registriert: 13.06.2020, 22:11
Bundesland: Baden-Württemberg

Re: [VF West] Generelle Fragen zu Kabel Internet

Beitrag von Kenny13554 »

Flole hat geschrieben:
22.06.2020, 21:53
Kenny13554 hat geschrieben:
22.06.2020, 20:15
lebensgefährlich so was!
Wenn man das sieht und dadurch einen Herzinfarkt bekommt vielleicht, ansonsten eher nicht....
Also freiliegende Kontakte, an der Wand, an die man durch Unaufmerksamkeit kommen kann (von Kleinkindern o.Ä., die evlt zu Besuch sind mal abgesehen), sind definitiv keine Lapalie und können leicht zum Tod führen. Eine Steckdose ohne Berührungsschutz in Betrieb zu nehmen ist super gefährlich (ich meine, dass das auch in VDE 0106-100 geregelt ist). Habe mal ein Foto beigefügt, wie das aussah - nur um Missverständnissen vorzubeugen. Die Einschätzung lasse ich mir nicht so schnell nehmen. :roll:
Flole hat geschrieben:
22.06.2020, 21:53
Kenny13554 hat geschrieben:
22.06.2020, 20:15
Ist ja eigentlich deren Job, das auszutauschen.
Nein ist es nicht, die AGB von Unitymedia sind da eindeutig:
6 Die Hausverteilanlage (Verkabelung) gehört in der Regel nicht zu der technischen Einrichtung des Kabelnetzbetreibers.
Damit ist dieser auch nicht dafür verantwortlich.
Also direkt im nächsten Satz steht "Sofern der Kabelnetzbetreiber im Einzelfall die Herstellung der Rückkanalfähigkeit der Hausverteilanlage übernommen hat, kann er von dem Vertrag zurücktreten, wenn sich herausstellt, dass die Herstellung der Rückkanalfähigkeit nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich ist, es sei denn, der Kunde oder der dinglich Berechtigte trägt den über das Normalmaß hinausgehenden Aufwand." Was genau mit unverhältnismäßig hohem Aufwand gemeint ist, ist natürlich diskutierbar. Wissentlich einen Anschluss mit einfach geschirmtem Kabel in Betrieb nehmen und damit auch gleich eine Rückkanalstörung zu verursachen ist damit aber ganz sicher nicht gemeint. Dann hätte er das gar nicht anschließen dürfen.
Flole hat geschrieben:
22.06.2020, 21:53
Kenny13554 hat geschrieben:
22.06.2020, 20:15
Unser Modem zeigt auf 4 Kanälen 8QAM und auf einem wechselnd 16QAM oder 64QAM. Merkwürdigerweise hat der Nachbar auf seinem Modem (er hat noch eine Connect Box mit EuroDOCSIS 3.0 bekommen) auf dem Upload 4x16QAM und dann 1x64QAM an. Eigentlich müssten die Werte doch denen unseres Modems im Upstream entsprechen?
Zum exakt selben Zeitpunkt sollten diese Werte identisch sein, das setzt aber vorraus das diese Werte auch aktuell sind (also frisch aus dem ARM Core ausgelesen wurden). Wenn diese schwanken dann kann es passieren das man dort eine ganze Zeit lang mit alten Werten versorgt wird. Ein Modem ist halt kein Messgerät.
Also das ist jetzt schon seit 5 Tagen so, dass unser Modem für die Rückkanäle 8QAM und das Modem des Nachbarn 16QAM anzeigt. Das ist schon sehr merkwürdig und wäre doch eher unwahrscheinlich, dass da mit alten Werten im Modem gearbeitet wird.
Flole hat geschrieben:
22.06.2020, 21:53
Kenny13554 hat geschrieben:
22.06.2020, 20:15
Zudem ist mir noch aufgefallen, dass der Techniker weder bei uns noch bei unserem Nachbarn einen Abschlusswiderstand in die Dose eingebaut hat :wand:
Das ist auch nicht immer zwingend erforderlich...
Das habe ich aber anders gelernt. Fehlende Abschlusswiderstände in einer Durchgangsdose können doch stehende Wellen in der Leitung verursachen. Oder hat sich die Physik in den letzten 10 Jahren geändert?
Flole hat geschrieben:
22.06.2020, 21:53
Kenny13554 hat geschrieben:
22.06.2020, 20:15
Danke schon einmal für Eure Einschätzung!
Gerne.
:D
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

Flole
Insider
Beiträge: 3368
Registriert: 31.12.2015, 01:11

Re: [VF West] Generelle Fragen zu Kabel Internet

Beitrag von Flole »

Kenny13554 hat geschrieben:
22.06.2020, 22:17
Flole hat geschrieben:
22.06.2020, 21:53
Kenny13554 hat geschrieben:
22.06.2020, 20:15
lebensgefährlich so was!
Wenn man das sieht und dadurch einen Herzinfarkt bekommt vielleicht, ansonsten eher nicht....
Also freiliegende Kontakte, an der Wand, an die man durch Unaufmerksamkeit kommen kann (von Kleinkindern o.Ä., die evlt zu Besuch sind mal abgesehen), sind definitiv keine Lapalie und können leicht zum Tod führen. Eine Steckdose ohne Berührungsschutz in Betrieb zu nehmen ist super gefährlich (ich meine, dass das auch in VDE 0106-100 geregelt ist). Habe mal ein Foto beigefügt, wie das aussah - nur um Missverständnissen vorzubeugen. Die Einschätzung lasse ich mir nicht so schnell nehmen. :roll:
Ein grundlegender Berührungsschutz ist ja erstmal gegeben (heutzutage muss ja alles Laien-bedienbar sein, sogar wenn man im Sicherungskasten die Abdeckungen abnimmt....) aber ich sehe da gerade keinen Grund warum die Abdeckung da nicht passen sollte (wenn sie nicht passen würde wäre die Dose ja wiederum durch irgendwas anderes verdeckt und es wäre auch wieder egal, das war mein erster Gedanke als es das Bild noch nicht gab), die gehört da natürlich drauf und die sollte man da auch drauf setzen, allein schon der Optik wegen.
Kenny13554 hat geschrieben:
22.06.2020, 22:17
Flole hat geschrieben:
22.06.2020, 21:53
Kenny13554 hat geschrieben:
22.06.2020, 20:15
Ist ja eigentlich deren Job, das auszutauschen.
Nein ist es nicht, die AGB von Unitymedia sind da eindeutig:
6 Die Hausverteilanlage (Verkabelung) gehört in der Regel nicht zu der technischen Einrichtung des Kabelnetzbetreibers.
Damit ist dieser auch nicht dafür verantwortlich.
Also direkt im nächsten Satz steht "Sofern der Kabelnetzbetreiber im Einzelfall die Herstellung der Rückkanalfähigkeit der Hausverteilanlage übernommen hat, kann er von dem Vertrag zurücktreten, wenn sich herausstellt, dass die Herstellung der Rückkanalfähigkeit nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich ist, es sei denn, der Kunde oder der dinglich Berechtigte trägt den über das Normalmaß hinausgehenden Aufwand." Was genau mit unverhältnismäßig hohem Aufwand gemeint ist, ist natürlich diskutierbar. Wissentlich einen Anschluss mit einfach geschirmtem Kabel in Betrieb nehmen und damit auch gleich eine Rückkanalstörung zu verursachen ist damit aber ganz sicher nicht gemeint. Dann hätte er das gar nicht anschließen dürfen.
Die Anlage war doch aber vorher auch schon Rückkanalfähig, da wurde jetzt ja nichts dran geändert. Aber auch das ist egal denn die Rückkanalfähigkeit wurde ja hergestellt, und das scheinbar mit vertretbarem Aufwand.
Kenny13554 hat geschrieben:
22.06.2020, 22:17
Flole hat geschrieben:
22.06.2020, 21:53
Kenny13554 hat geschrieben:
22.06.2020, 20:15
Unser Modem zeigt auf 4 Kanälen 8QAM und auf einem wechselnd 16QAM oder 64QAM. Merkwürdigerweise hat der Nachbar auf seinem Modem (er hat noch eine Connect Box mit EuroDOCSIS 3.0 bekommen) auf dem Upload 4x16QAM und dann 1x64QAM an. Eigentlich müssten die Werte doch denen unseres Modems im Upstream entsprechen?
Zum exakt selben Zeitpunkt sollten diese Werte identisch sein, das setzt aber vorraus das diese Werte auch aktuell sind (also frisch aus dem ARM Core ausgelesen wurden). Wenn diese schwanken dann kann es passieren das man dort eine ganze Zeit lang mit alten Werten versorgt wird. Ein Modem ist halt kein Messgerät.
Also das ist jetzt schon seit 5 Tagen so, dass unser Modem für die Rückkanäle 8QAM und das Modem des Nachbarn 16QAM anzeigt. Das ist schon sehr merkwürdig und wäre doch eher unwahrscheinlich, dass da mit alten Werten im Modem gearbeitet wird.
Wenn die Modulation schnell wechselt kann sowas passieren, wobei es natürlich mit zunehmender Zeit unwahrscheinlicher wird.
Kenny13554 hat geschrieben:
22.06.2020, 22:17
Flole hat geschrieben:
22.06.2020, 21:53
Kenny13554 hat geschrieben:
22.06.2020, 20:15
Zudem ist mir noch aufgefallen, dass der Techniker weder bei uns noch bei unserem Nachbarn einen Abschlusswiderstand in die Dose eingebaut hat :wand:
Das ist auch nicht immer zwingend erforderlich...
Das habe ich aber anders gelernt. Fehlende Abschlusswiderstände in einer Durchgangsdose können doch stehende Wellen in der Leitung verursachen. Oder hat sich die Physik in den letzten 10 Jahren geändert?
In einer Durchgangsdose ja, in einer Stich- oder Enddose nicht.

Kenny13554
Newbie
Beiträge: 41
Registriert: 13.06.2020, 22:11
Bundesland: Baden-Württemberg

Re: [VF West] Generelle Fragen zu Kabel Internet

Beitrag von Kenny13554 »

Also ich sehe das mit der Steckdose immer noch sehr kritisch und halte es nicht für vertretbar, so einen Anschluss eines Modems zu hinterlassen. Aber vllt ist das ja bei Unitymedia/Vodafone anders geregelt. Ich werde da sowieso in den nächsten Tagen werden der Rückkanalstörung anrufen und berichte dann.

Das Problem aber ist doch, dass der Anschluss ja eben nicht Rückkanalfähig ist: momentan sind etwa 5-10m einfach geschirmtes Kabel in Betrieb, die ja eben zu den Störungen führen (die sich übrigens auch in immer wiederkehrenden Ping-Spikes äußern). Das hätte so gar nicht in Betrieb genommen werden dürfen. Ich bin sehr gespannt, ob sich die Probleme wieder legen, sobald die Kabel getauscht sind - am Ende kommt die Störung vom Nachbarn aus o.Ä.

In beiden Wohnungen wurden 17dB Durchgangsdosen (Axing BSD 961-17N) verlegt, da hätten definitiv Abschlusswiderstände reingemusst.

Flole
Insider
Beiträge: 3368
Registriert: 31.12.2015, 01:11

Re: [VF West] Generelle Fragen zu Kabel Internet

Beitrag von Flole »

Das man es so nicht hinterlassen sollte ist klar, die Abdeckung passt dort doch auch wieder rauf (und es ist nicht etwa durch was anderes verdeckt wie ich zuerst gedacht hatte), ich verstehe das Problem nicht warum diese nicht da ist wo sie hin gehört.

Der Anschluss ist rückkanalfähig weil der Rückkanal durchgeleitet wird. Darauf kommt es an, alles andere ist egal. Offensichtlich kommt ja eine Verbindung zustande und damit ist das Netz auch rückkanalfähig. Wie das Kabel geschirmt ist macht keinen Unterschied für die Rückkanalfähigkeit und man kann sich nicht das Hausnetz auf Kosten des Anbieters modernisieren lassen. Die Rückkanalfähigkeit ist hergestellt, alles andere muss der Betreiber des Hausnetzes organisieren und bezahlen. Wenn einem das wichtig ist das dieses Kabel getauscht wird dann kann man das natürlich machen lassen, ich bezweifle nur das es einen Mehrwert bringt.

Die Wahl der Dosen ist auch verwunderlich, ich wusste gar nicht das teilweise auch Dosen mit mehreren Data-Anschlüssen verbaut werden aber gut. Falls diese Dosen als einzige hinter einem Abzweiger sein sollten dann könnte man eventuell auf den Widerstand verzichten (das wäre dann im Prinzip eine Stichdose), ansonsten gehört der da natürlich hin.

Kenny13554
Newbie
Beiträge: 41
Registriert: 13.06.2020, 22:11
Bundesland: Baden-Württemberg

Re: [VF West] Generelle Fragen zu Kabel Internet

Beitrag von Kenny13554 »

Das Foto hatte ich gemacht, als ich die Abdeckung der Antennedose schon abmontiert hatte. Mit der Abdeckung der Antennedose passt die Abdeckung der Steckdose nicht mehr. Man muss dann halt bei einer Abdeckung etwas abschneiden. Im worst case sollte man aber die Antennedose ohne Abdeckung lassen, nicht die Steckdose. Das ist wirklich nicht professionell und im Falle eines Unfalls würde mit Sicherheit der Techniker verantwortlich gemacht werden, auch strafrechtlich :motz:

Bezüglich der Kabel sehe ich das anders. Unitymedia bzw. Vodafone schließen keine Anschlüsse an, wenn das Kabel zur Dose nicht mindestens zweifach geschirmt ist - so die interne Vorgabe. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, ist das auch gesetzlich so reguliert. Weiß aber nicht mehr, ob und ggfs wo das so geregelt ist. Wieso eine Dose mit Zweifach-Data installiert wurde ist mir auch schleierhaft, aber natürlich erst einmal egal...

Fakt ist aber, dass seit dem Anschluss der Nachbarwohnung der Anschluss gestört ist. Ob es auch dadurch verursacht ist, ist damit natürlich nicht nachgewießen - wäre aber auch ein verrückter Zufall...

Flole
Insider
Beiträge: 3368
Registriert: 31.12.2015, 01:11

Re: [VF West] Generelle Fragen zu Kabel Internet

Beitrag von Flole »

Kenny13554 hat geschrieben:
22.06.2020, 23:56
Bezüglich der Kabel sehe ich das anders. Unitymedia bzw. Vodafone schließen keine Anschlüsse an, wenn das Kabel zur Dose nicht mindestens zweifach geschirmt ist - so die interne Vorgabe. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, ist das auch gesetzlich so reguliert. Weiß aber nicht mehr, ob und ggfs wo das so geregelt ist.
In seinem Netz kann der Betreiber tun und lassen was er möchte, zumindest was den Anschluss oder nicht-Anschluss angeht. Auch was für Leitungen dort verwendet werden ist egal. Auch interne Vorgaben sind da nicht bindend (sowie ein Hausbesitzer auch gegen seine eigene Hausordnung verstoßen kann/darf da nur er derjenige ist der diese durchsetzen kann), insbesondere werden die ja gar nicht überprüft wenn einfach nur das self-Installationskit verschickt wird. Einen Anspruch auf Austausch des Kabels hast du aber definitiv nicht (nur auf Entstörung deines Anschlusses wenn die Bandbreite nicht erreicht wird), wenn du jemanden dazu bringen kannst das Kabel zu tauschen ist das aber natürlich trotzdem schön.

Kenny13554
Newbie
Beiträge: 41
Registriert: 13.06.2020, 22:11
Bundesland: Baden-Württemberg

Re: [VF West] Generelle Fragen zu Kabel Internet

Beitrag von Kenny13554 »

Flole hat geschrieben:
23.06.2020, 00:36
Kenny13554 hat geschrieben:
22.06.2020, 23:56
Bezüglich der Kabel sehe ich das anders. Unitymedia bzw. Vodafone schließen keine Anschlüsse an, wenn das Kabel zur Dose nicht mindestens zweifach geschirmt ist - so die interne Vorgabe. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, ist das auch gesetzlich so reguliert. Weiß aber nicht mehr, ob und ggfs wo das so geregelt ist.
In seinem Netz kann der Betreiber tun und lassen was er möchte, zumindest was den Anschluss oder nicht-Anschluss angeht. Auch was für Leitungen dort verwendet werden ist egal. Auch interne Vorgaben sind da nicht bindend (sowie ein Hausbesitzer auch gegen seine eigene Hausordnung verstoßen kann/darf da nur er derjenige ist der diese durchsetzen kann), insbesondere werden die ja gar nicht überprüft wenn einfach nur das self-Installationskit verschickt wird. Einen Anspruch auf Austausch des Kabels hast du aber definitiv nicht (nur auf Entstörung deines Anschlusses wenn die Bandbreite nicht erreicht wird), wenn du jemanden dazu bringen kannst das Kabel zu tauschen ist das aber natürlich trotzdem schön.
Ich glaube, es ist etwas komplizierter. Sofern ich das korrekt überblicke, ist das tatsächlich reguliert: https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sac ... -node.html inbesondere auch: http://www.gesetze-im-internet.de/schutsev/index.html

dementsprechend müssen die Netze schon die notwendigen Anforderungen an das Schirmungsmaß erfüllen. Das ist mit einem einfach geschirmten Kabel aus den 80iger Jahren mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit nicht gegeben.

Wenn die Anlage dagegen verstößt, kann so ein Schreiben in den Briefkasten flattern: https://www.bundesnetzagentur.de/Shared ... onFile&v=5 spätestens dann müsste sich der Techniker die Frage gefallen lassen, wieso er wissentlich eine Anlage in Betrieb genommen hat, die diese Anforderungen nicht erfüllt.