Schlechte Pegel auf einigen Kanälen nach Technikereinsatz

Für alle Technik-Themen bezogen auf Internet und Telefonie, die weder AVM- noch Arris-/Technicolor-/Compal-/Sagemcom-/Hitron-Produkte betreffen. Speedprobleme werden hier lediglich thematisiert, wenn sie auf die verwendeten Geräte zurückzuführen sind (die nicht zu den o.g. Produkten zählen).
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AndreasNRW
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Re: Übersicht Modemwerte

Beitrag von AndreasNRW »

Holla die Waldfee
- alte schlecht geschirmte Koaxkabel
- der olle Verbinder gehört da raus
- die TV Dose hat da nichts zu suchen
- Koaxkabel gehören nicht mit Nagelschellen angenagelt
rv112
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Re: Übersicht Modemwerte

Beitrag von rv112 »

Ja, der geht an meine Wohnzimmerdose mit dem TV. Könnte der dennoch rückwärts die andere Dose stören? Falls ja, steck ich den morgen mal ab.

@AndreasNRW

Diese Installation hat damals KabelBW gemacht. Zuvor war nur das alte Coax nach unten geführt an meine TV Dose. Der Rest wurde für mich angelegt und die MMD Dose fürs Modem.
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DerSarde
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Re: Übersicht Modemwerte

Beitrag von DerSarde »

Rein aus Interesse: Ist das Kabel von der anderen Gebäudeseite so lang, dass es dafür einen zweiten Verstärker braucht?
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rv112
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Re: Übersicht Modemwerte

Beitrag von rv112 »

Naja, es sind nur 2 Stockwerke, aber damals hat man gesagt es reicht nicht und man müsse noch einen Verstärker setzen. Könnte ich das Kabel welches an meinen Verstärker geht mal ans Modem hängen und so "messen"? was ankommt?
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AndreasNRW
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Re: Übersicht Modemwerte

Beitrag von AndreasNRW »

rv112 hat geschrieben: 01.06.2019, 23:15 Könnte ich das Kabel welches an meinen Verstärker geht mal ans Modem hängen und so "messen"? was ankommt?
Ja klar, dann weiß man, was wirklich am Verstärker ankommt.
rv112
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Re: Übersicht Modemwerte

Beitrag von rv112 »

Gut, mach ich morgen mal.
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rv112
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Re: Übersicht Modemwerte

Beitrag von rv112 »

Hier mal wie es jetzt heute morgen aussieht, ohne dass etwas gemacht wurde.
Screenshot (101).png
Und schon eine Stunde später fängt der OFDM an weg zu brechen:
E34D61E7-AB21-41ED-814B-98BBC8DC3DCA.jpeg
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robert_s
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Re: Übersicht Modemwerte

Beitrag von robert_s »

rv112 hat geschrieben: 01.06.2019, 21:52 Aktuell betreibe ich ein TC4400 Modem in einem DOCSIS 3.1 Gebiet. Der OFDM Träger läuft hier jedoch auf 786 MHz.
[...]
Da ich dadurch 50-90% Paketloss hatte, habe ich also selbst noch mal alles kontrolliert. Nachdem ich mehrere Steckverbinder richtig angezogen hatte und meine Dose frisch abisoliert und angeschlossen
[...]
Meine Frage: wieso ist der OFDM und nun auch der 474 plötzlich so schlecht?
Mir fällt erst jetzt auf: Wenn der OFDM-Block sich von 774 bis 822MHz erstreckt, dann liegt der ja voll im LTE800-Bereich? Wie dUMm ist das denn? LTE-Einstrahlung ist doch ein "übliches" Problem.

Ich würde mal sagen, dass der Techniker irgendwo ein "Loch" in der Abschirmung geschaffen hat, durch das es jetzt fleissig einstrahlt. Neben den DVB-T2 Kanälen ist das eben auch speziell LTE800.

Bei so einer exponierten Lage auf dem Dachboden muss die Abschirmung, speziell gegen LTE, sowieso außerordentlich gut sein. Also am besten alles, was geht, durch maximal isolierte Komponenten ersetzen (Kabel, Verbinder, Dosen) und so wenig "Nahtstellen" wie möglich drin haben. Nur so hast Du eine Chance gegen LTE.
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Re: Übersicht Modemwerte

Beitrag von AndreasNRW »

rv112 hat geschrieben: 01.06.2019, 23:20 Gut, mach ich morgen mal.
Und, schon probiert?
Wenn Du das Modem direkt an der ankommenden Leitung (Verstärker IN) anschließt und der SNR auf dem OFDM Block nicht spürbar besser und stabil (SNR um die 40 dB) ankommt, kannst Du alle weiteren Massnahmen eh vergessen. Dann ist erst einmal der Fehler im vorderen Bereich / Leitungsweg (vom 1. Verstärker durch die 3 Dosen bis zum Dachboden) zu suchen / beheben.
Erst dann macht es Sinn, die weiteren Abgänge vom Dachboden zu Deinen Dosen zu optimieren.
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AndreasNRW
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Re: Übersicht Modemwerte

Beitrag von AndreasNRW »

Mal abgesehen von schwankenden Pegeln und schlechtem SNR würde ich die Anlage eh komplett anders aufbauen.
Der Verstärker auf dem unisolierten Dachboden ist ja extremen Temperaturschwankungen (Sommer / Winter) ausgesetzt, den würd ich eliminieren.

Mal aus dem Bauch raus geschossen:
HÜP --> BK Verstärker --> 1. Dose 4 Loch MM 20 dB --> 2. Dose 4 Loch MM 20 dB --> 3. Dose 4 Loch MM 17 dB --> Dachboden 3Way Splitter --> an den 3 Abgängen jeweils eine 3 Loch MM 10 dB

Alternativ war der Techniker mit dem TAP schon in der richtigen Richtung unterwegs, wenn man nicht in die 3 Wohnungen mit den ersten 3 Dosen kommt und nicht weiß, was dort verbaut ist:

Die ankommende Leitung auf dem Dachboden --> TAP in
Dann TAP Out 1 dB --> Verstärker IN
Die Leitung zum Modem vom 3Way Splitter entfernen und den frei gewordenen Abgang mit 75 Ohm Endwiderstand abschließen.
TAP Out 10 dB --> die Leitung (mini Koax) zum Modem und die dort verbaute MM Dose gegen eine MM Stichdose austauschen.

Ich denke mal, wenn ich das Foto richtig deute, der Techniker hat sich im Eifer des Gefechts verhauen :flöt:

Er hat die ankommende Leitung auf TAP in geklemmt und ist dann vom TAP out (10 dB) auf den Verstärker in gegangen.
Dadurch war dann der Pegel um 10 dB zu niedrig und nichts ging mehr :roll:

Glücklicherweise hat Dir der Techniker den TAP ja da gelassen, von daher kannst Du es ja jetzt korrekt anschließen.
Also ankommende Leitung an TAP in
TAP out (1dB) zum Verstärker in
Die Mini Koax zum Modem an TAP out (10 dB) anschließen.
Wenn Du keinen Endwiderstand zur Hand hast, um den frei gewordenen Abgang am 3 Fach Verteiler abzuschließen, ist das kein Beinbruch, den kannst Du später noch besorgen.
Falls Du keine Stichdose zur Hand hast, kannst Du die MM Dose, an der das Modem aktuell hängt auch komplett ausbauen und übergangsweise das Modem direkt an die Leitung anschließen.

Dann mal die Werte am Modem beobachten, wenn Du Glück hast, sind die dann stabil :shock:

Und ja, das wäre eigentlich Aufgabe des Technikers gewesen :streber: