Gigabit-Tarife seit heute in ersten Gebieten verfügbar

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robert_s
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Re: Gigabit-Tarife seit heute in ersten Gebieten verfügbar

Beitrag von robert_s »

maduski hat geschrieben: 03.10.2018, 15:39Richtig zukunftssicher ist nur Glasfaser.
Kann man auch nicht so pauschal sagen. Die Telekom hat schon mehrfach Glasfaser-Anschlussnetze wieder stillgelegt und mit Telefonleitungen überbaut.

Glasfaser alleine reicht leider nicht. Da muss auch die richtige Technik an den Faserenden hängen (und GPON ist da eher schon veraltet), und vor allem braucht es einen Netzbetreiber, der auch "Bock" auf Glasfaser-Anschlussnetze hat. Und ein solcher ist die Telekom leider nicht, wenn man sich anschaut, wie die bisher damit umgegangen sind und wie wenig Motivation die beim Ausbau gezeigt haben.
maduski
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Re: Gigabit-Tarife seit heute in ersten Gebieten verfügbar

Beitrag von maduski »

Flole hat geschrieben: 03.10.2018, 19:56 Ganz genau, DOCSIS ist vielleicht für deinen Anwendungsfall besser geeignet, wenn jemand aber gerne einen super schnellen Ping hätte, wird die Person dich auslachen wenn du mit DOCSIS ankommst.

Den Störer zu finden ist natürlich immer schwierig, stellst dir vor wie nen Schlauch wo alle reinpusten und einer pustet da verpestete Luft rein, kontrollieren kannst du aber nicht an jedem Abzweig, sondern immer nur an wenigen. Nun kannst du dir ja vorstellen wie komplex das ganze sein kann, insbesondere da die Abzweiger selbst auch noch stören könnten.
Da sieht man halt, wie super anfällig so ein shared medium ist. Hängt natürlich auch vom Digitalisierungsgrad der Komponenten ab, ob man schon viel aus dem Büro eingrenzen kann oder ob man vor Ort viel messen bzw. abtrennen muss.
Kann man auch nicht so pauschal sagen. Die Telekom hat schon mehrfach Glasfaser-Anschlussnetze wieder stillgelegt und mit Telefonleitungen überbaut.
Klar, wenn du mal die Fasern hast, muss der Anbieter diese natürlich mit der notwendigen modernen Technik auf beiden Seiten zum Leben erwecken. Ich meinte halt "Leitungstechnologisch" gesehen. :wink2:
spooky
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Re: Gigabit-Tarife seit heute in ersten Gebieten verfügbar

Beitrag von spooky »

Ich erinnere gerne an einen Thread im onlinekosten.de Forum, wo ein Ladegerät für ein e-Bike ein VDSL Signal über ein halbes Jahr lahmgelegt hat, natürlich nur dann, wenn das Ladegerät in Betrieb war.
Das Ladegerät befand sich nicht in unmittelbarer Nachbarschaft!
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treefiddy
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Re: Gigabit-Tarife seit heute in ersten Gebieten verfügbar

Beitrag von treefiddy »

robert_s hat geschrieben: 03.10.2018, 20:20
maduski hat geschrieben: 03.10.2018, 15:39Richtig zukunftssicher ist nur Glasfaser.
Kann man auch nicht so pauschal sagen. Die Telekom hat schon mehrfach Glasfaser-Anschlussnetze wieder stillgelegt und mit Telefonleitungen überbaut.

Glasfaser alleine reicht leider nicht. Da muss auch die richtige Technik an den Faserenden hängen (und GPON ist da eher schon veraltet), und vor allem braucht es einen Netzbetreiber, der auch "Bock" auf Glasfaser-Anschlussnetze hat. Und ein solcher ist die Telekom leider nicht, wenn man sich anschaut, wie die bisher damit umgegangen sind und wie wenig Motivation die beim Ausbau gezeigt haben.
Sorry: Offtopic:

Die Telekom ist zu sehr mit VDSL beschäftigt. Wenn ich sehe wie viele Baustellen hier in NRW sind. Wir bekommen in den nächsten Jahren nur einen Preiskampf zwischen Pest (Docsis 3.0/3.1) und Cholera (VDSL2+). Am besten ohne Netzneutralität :twisted: . Es interessiert sich keiner für Glasfaser. Den meisten Id.. reicht eine 50MBit VDSL Leitung. Ich sehe noch keine Nachfrage für Glasfaser, leider. Und einen Plan beim Glasfaserausbau sehe ich auch nicht. Hier wird entweder gespart, oder wie du sagst, alte Technologie genutzt (GPON). Und lokale FTTH Anbieter sind langsamer als SVDSL.
Ich warte noch bis Vodafone, Unitymedia (Docsis 3.1 Upload) und Telekom mit Vectoring (Stichwort 95 Mbit) mit dem Testen fertig sind und schaue was am stabilsten läuft. Glasfaser? :brüll:

Vielleicht fehlt nur noch eine "Killer Applikation" bis jeder Glasfaser will. Beim Mobilfunknetz waren es Messenger wie WhatsApp. In den Firmen ist es aktuell die Cloudnutzung der Treiber. Bisher brauchen einfach zu wenig Leute mehr als VDSL 50. Aber wenn irgendwann mal die Nachfrage nach Glasfaser da ist, dann fehlt in Deutschland die Infrastruktur. Beim Mobilfunknetz merken wir es immer noch ("3G und LTE: In Afghanistan besser als in Deutschland").
  • Schätzungen des „Wissenschaftlichen Instituts für Infrastruktur“ zufolge, würde der bundesweite Glasfaserausbau um die 80 Milliarden Euro kosten
  • Bankenrettung kostete Steuerzahler womöglich 68 Milliarden
  • Die schwarze Null muss stehen!
:party:
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Re: Gigabit-Tarife seit heute in ersten Gebieten verfügbar

Beitrag von reneromann »

@treefiddy:
Das Problem an einem flächendeckenden Glasfaserausbau:
Es gibt derzeit keine "richtige" Technologie, die vollständig zukunftssicher ist (siehe GPON)...
Und dann kommen da natürlich noch die Kosten oben drauf - für jeden Meter Tiefbau, der zusätzlich gemacht werden muss, muss man mit Kosten im drei- bis vierstelligen Bereich rechnen - und deshalb scheut jeder Anbieter den Ausbau wie der Teufel das Weihwasser...

Klar, es wird in Zukunft auf Glasfaser bis in die Wohnung (oder zumindest bis in's Haus mit entsprechend guter Kupfer-Inhouse-Verkabelung) hinauslaufen - nur davon sind wir noch weit entfernt, weil kaum Leute bereit sind, die dafür notwendigen Kosten zu bezahlen. Denn mit Geiz-ist-Geil kommt man da (leider) nicht weiter.
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treefiddy
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Re: Gigabit-Tarife seit heute in ersten Gebieten verfügbar

Beitrag von treefiddy »

reneromann hat geschrieben: 05.10.2018, 00:51 @treefiddy:
Das Problem an einem flächendeckenden Glasfaserausbau:
Es gibt derzeit keine "richtige" Technologie, die vollständig zukunftssicher ist (siehe GPON)...
Und dann kommen da natürlich noch die Kosten oben drauf - für jeden Meter Tiefbau, der zusätzlich gemacht werden muss, muss man mit Kosten im drei- bis vierstelligen Bereich rechnen - und deshalb scheut jeder Anbieter den Ausbau wie der Teufel das Weihwasser...

Klar, es wird in Zukunft auf Glasfaser bis in die Wohnung (oder zumindest bis in's Haus mit entsprechend guter Kupfer-Inhouse-Verkabelung) hinauslaufen - nur davon sind wir noch weit entfernt, weil kaum Leute bereit sind, die dafür notwendigen Kosten zu bezahlen. Denn mit Geiz-ist-Geil kommt man da (leider) nicht weiter.
Ich will keine politische Diskussion starten, aber wieso kann man es nicht wie in Holland mit Open Access versuchen? Die Glasfasernetze sind dort generell offen für verschiedene Anbieter, die Netzbetreiber treten normalerweise nicht gleichzeitig als Provider auf. Anders kommen wir nicht weiter. Die Kunden wollen nicht mehr zahlen. Die Anbieter wollen nicht ausbauen. Die Politiker reden nur über Buzzwords und haben überhaupt keine Ahnung. Digitalisierung sollte als Daseinsvorsorge wie Kindergarten oder Straßenbau betrachtet werden. Bei keinem dieser Projekte fragt man nach der Amortisationszeit, warum dann beim Glasfaser Ausbau? Keine Priorität?

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Re: Gigabit-Tarife seit heute in ersten Gebieten verfügbar

Beitrag von AndreasNRW »

Flole hat geschrieben: 03.10.2018, 19:56 Ganz genau, DOCSIS ist vielleicht für deinen Anwendungsfall besser geeignet, wenn jemand aber gerne einen super schnellen Ping hätte, wird die Person dich auslachen wenn du mit DOCSIS ankommst.

Den Störer zu finden ist natürlich immer schwierig, stellst dir vor wie nen Schlauch wo alle reinpusten und einer pustet da verpestete Luft rein, kontrollieren kannst du aber nicht an jedem Abzweig, sondern immer nur an wenigen. Nun kannst du dir ja vorstellen wie komplex das ganze sein kann, insbesondere da die Abzweiger selbst auch noch stören könnten.
Ich für meinen Fall kann nur sagen, dass VDSL die bessere Technologie ist (an meinem Wohnort).
Ich bereue den Wechsel zurück auf VDSL keinesfalls.
Der Ping ist super stabil bei unter 10 ms.
Beim Docsis hatte ich da extrem schlechte Werte (schwankend zwischen 25 - 90 ms).
Fürs Zocken usw. absolut ungeeignet.
Das Routing war bei mir unter Docsis auch extrem schlecht, jetzt mit VDSL ist das richtig kurz und knackig.

Fazit: Der VDSL 100 / 40 Anschluss läuft um Welten besser / stabiler, als der 400/40 HFC Anschluss.

Lediglich die 100 MBIT'S im DL sind etwas knapp, da gerät der Anschluß sehr oft ans Limit, da hier schon eine Grundlast von oft 80 MBIT'S auf der Leitung läuft.
Demnächst steht aber ein Upgrade auf SV 250 / 40 an, damit dürfte der momentane Bandbreitenengpass aber auch Geschichte sein. :fahne:
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Re: Gigabit-Tarife seit heute in ersten Gebieten verfügbar

Beitrag von Flole »

Ah sehr schön, jetzt wird genau das was ich deutlich machen wollte ziemlich klar.

Lass mich raten: Auch ein 500Mbit Kabelanschluss würde dich nicht überzeugen können DOCSIS zu nutzen?
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AndreasNRW
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Re: Gigabit-Tarife seit heute in ersten Gebieten verfügbar

Beitrag von AndreasNRW »

Flole hat geschrieben: 05.10.2018, 07:28 Lass mich raten: Auch ein 500Mbit Kabelanschluss würde dich nicht überzeugen können DOCSIS zu nutzen?
Nein, jetzt nicht mehr, nachdem ich den deutlichen Unterschied live erlebt habe.
Ich würde nur noch aus der Not raus zu Docsis zurückkehren, wenn ich einen Wohnortwechsel vollziehen würde und dort kein VDSL mit mindestens 100 MBIT'S verfügbar wäre.
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Re: Gigabit-Tarife seit heute in ersten Gebieten verfügbar

Beitrag von petertxt »

Ich kann DOCSIS 3.0 von Vodafone mit mehreren Glasfaseranschlüssen vergleichen. Wenn es bei DOCSIS im Segment keine Überlastung gibt, kann ich keine merkbaren Unterschiede feststellen. Weder bei den interaktiven Anwendungen, noch bei den Serveranwendungen. Die pings sind vergleichbar und die Geschwindigkeiten erreichen bei den beiden die gebuchten. Da hängt viel mehr davon ab, wie weit und wie gut die Peerings sind.

Ich verstehe auch nicht, warum Ihr GPON als veraltet bezeichnet. Es gibt Länder in denen Millionen Kunden GPON nutzen mit symmetrischen Geschwindigkeiten ab 300/300 aufwärts bis 1000/1000 und keiner beschwert sich, dass man die gebuchten Geschwindigkeiten nicht erreichen würde. Wenn die Telekom veraltete Geräte nutzt oder sonst was so implementiert, dass es zu Überlastung kommt, ist nicht die Schuld der Technologie GPON. Und wenn mal die Glasfaser verlegt sind, kann man ja einfach die Geräte auf beiden Seiten der Glasfaser wechseln, sollte es notwendig sein. Das Problem wird eher sein, dass die wegen des niedrigen Volumens nicht auf die Mengen kommen, bei denen Skaleneffekte die Preise und Kosten drücken würden.