Auslastung des eigenen Segments ansehen

Für alle Technik-Themen bezogen auf Internet und Telefonie, die weder AVM- noch Arris-/Technicolor-/Compal-/Sagemcom-/Hitron-Produkte betreffen. Speedprobleme werden hier lediglich thematisiert, wenn sie auf die verwendeten Geräte zurückzuführen sind (die nicht zu den o.g. Produkten zählen).
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Flole
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Re: Auslastung des eigenen Segments ansehen

Beitrag von Flole »

Wie ein Diplexer funktioniert wusste/weiß ich, nur nicht wie ein Verstärker mit Rückkanal funktioniert. Wenn man aber vor den Verstärker geht, direkt an den Übergabepunkt müsste man zumindest alles bis zum nächsten Verstärker der irgendwo verbaut sein muss sehen, oder? Ich weiß ja nicht wie die "Verstärkerdichte" ist, also ob eher jede Straße einen kriegt oder eher jeder Stadtteil einen usw.

Wenn Vodafone aber irgendwann mal den Upstream-Bereich nach oben hin vergrößert müssen dort also alle Verstärker getauscht werden? Zumindest bei den Leuten die diese Frequenzen nutzen wollen.... Das erklärt dann wohl warum das in den Pilotregionen wo es Gigabit gibt nicht passiert ist und der Upstream etwas "schwach" ist.

reneromann
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Re: Auslastung des eigenen Segments ansehen

Beitrag von reneromann »

Flole hat geschrieben:
29.08.2018, 00:06
Wie ein Diplexer funktioniert wusste/weiß ich, nur nicht wie ein Verstärker mit Rückkanal funktioniert. Wenn man aber vor den Verstärker geht, direkt an den Übergabepunkt müsste man zumindest alles bis zum nächsten Verstärker der irgendwo verbaut sein muss sehen, oder?
Im Prinzip ja, wenn da nicht die Dämpfung in die Gegenrichtung wäre (alles was dein Signal im Rückkanal in die richtige Richtung dämpft, dämpft natürlich auch das Signal der anderen Modems hin zu dir)...
Ich weiß ja nicht wie die "Verstärkerdichte" ist, also ob eher jede Straße einen kriegt oder eher jeder Stadtteil einen usw.
Scherzbold...
Bei 10..15 dB Dämpfung pro 100m Kabel bei 862 MHz kannst du dir selbst ausrechnen, dass ca. alle 200m spätestens ein Verstärker liegen muss, damit das Signal nicht zu viel Schräglage und zu viel Verlust hat. Bei 110 dBµV Ausgangspegel am Verstärker ("größere" Bauart, im Heimbereich sind's eher so um die 90 dBµV) und mind. 60 dBµV Eingang an der nächsten Stufe (das wäre schon wenig) auf der anderen Kabelseite kommst du abzüglich der Dämpfung für jeden dazwischenliegenden Abzweiger (2-fach-Verteiler -3dB mindestens) auf die genannten 200m max. Kabellänge zwischen den Verstärkern. Und außerdem gibt's dann ja noch die Micronodes, die das RFoG-Signal auf Coax umsetzen...
Wenn Vodafone aber irgendwann mal den Upstream-Bereich nach oben hin vergrößert müssen dort also alle Verstärker getauscht werden? Zumindest bei den Leuten die diese Frequenzen nutzen wollen.... Das erklärt dann wohl warum das in den Pilotregionen wo es Gigabit gibt nicht passiert ist und der Upstream etwas "schwach" ist.
Richtig - in dem Moment, wo man auf 204 MHz Upstream umstellen will, muss man an die Verstärker ran.
Wobei es durchaus Geräte gibt, die per Jumper oder austauschbarem Diplexer von 5..65 Up und 85..862 MHz Down auf 5..204 MHz Up und 258...862 MHz Down umgestellt werden können.

robert_s
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Re: Auslastung des eigenen Segments ansehen

Beitrag von robert_s »

Zur Anfangsfrage: Die Upstream-Auslastung kann man dennoch bestimmen, denn das CMTS teilt die Zeitschlitze ja zu - und diese Nachrichten empfängt auch der DVB-C Stick im Downstream.

Flole
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Re: Auslastung des eigenen Segments ansehen

Beitrag von Flole »

Das war eigentlich nicht die Anfangsfrage: Es ging tatsächlich darum die REG-REQs mitzuschneiden und daraus die Informationen zu kriegen die du jetzt aus den REG-RSPs kriegst.

Hast du zufällig mal eine Messung in den FUT Gebieten gemacht?

robert_s
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Re: Auslastung des eigenen Segments ansehen

Beitrag von robert_s »

Flole hat geschrieben:
29.08.2018, 23:06
Das war eigentlich nicht die Anfangsfrage: Es ging tatsächlich darum die REG-REQs mitzuschneiden und daraus die Informationen zu kriegen die du jetzt aus den REG-RSPs kriegst.
Achso, na das wird eben wegen dem Diplexer und der nötigen Empfangshardware schwierig.

Da würde ich eher versuchen, alle 12 (bzw. 14 nach Analogabschaltung) Downstream-Kanäle mit REG-RSPs einzufangen. Vielleicht kann man ja eine Fritz!Box 6490 modifizieren, sodass sie 12/14 statt 4 Tuner für DVB-C verwendet? Oder man nimmt sich 3 Fritz!Boxen 6490...

Derweil habe ich das Einfangen der REG-RSPs deutlich verbessert, indem ich 24/7 auf 602MHz danach lausche. Neulich gab es tagsüber einen CMTS-Neustart, da sind mir massenhaft REG-RSPs ins Netz gegangen - aktuell kenne ich nun die Tarife von 77% der Kabelmodems im Segment.

Hätte ich freilich alle 12 Kanäle eingefangen, dann könnte ich jetzt 100% haben...
Flole hat geschrieben:
29.08.2018, 23:06
Hast du zufällig mal eine Messung in den FUT Gebieten gemacht?
Nein, da bin ich bisher nicht rangekommen. Schon ein Mitschnitt von 602MHz aus einem analogabgeschalteten Segment wäre interessant, aber leider stellt mir niemand einen zur Verfügung :( Naja, spätestens im November kann ich das ja dann selber machen...

reneromann
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Re: Auslastung des eigenen Segments ansehen

Beitrag von reneromann »

@robert_s
Sollte da nicht eigentlich ein FBC-Tuner wie bei den (neueren) Dreamboxen und/oder Vu-Boxen weiterhelfen?
Die müssten doch (abgesehen von den DOCSIS3.1-Trägern) ebenfalls in der Lage sein, den Datenstrom "abzugreifen" -und- laufen auch noch "passenderweise" unter Linux...

Flole
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Re: Auslastung des eigenen Segments ansehen

Beitrag von Flole »

Wo kriegt man denn diese coole Software her die eine Analyse der Tarife und Geräte vornimmt?

Wenn du mir sagst wie du gerne den Mitschnitt erstellt hättest und mein neuer Stick endlich ankommt dann lässt sich da bestimmt was machen....

EDIT: Wenn mans mit ner 6490 machen kann dann würde ich das damit mal machen, hab 2 Stück die ich benutzen kann, 8 Tuner klingt doch ganz gut....

blackzombie
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Re: Auslastung des eigenen Segments ansehen

Beitrag von blackzombie »

robert_s hat geschrieben:
29.08.2018, 23:39
Nein, da bin ich bisher nicht rangekommen. Schon ein Mitschnitt von 602MHz aus einem analogabgeschalteten Segment wäre interessant, aber leider stellt mir niemand einen zur Verfügung :( Naja, spätestens im November kann ich das ja dann selber machen...
Ich kann dir da gerne aushelfen ;) Schreib mir einfach mal was du bräuchtest...

robert_s
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Re: Auslastung des eigenen Segments ansehen

Beitrag von robert_s »

reneromann hat geschrieben:
30.08.2018, 00:00
@robert_s
Sollte da nicht eigentlich ein FBC-Tuner wie bei den (neueren) Dreamboxen und/oder Vu-Boxen weiterhelfen?
Die müssten doch (abgesehen von den DOCSIS3.1-Trägern) ebenfalls in der Lage sein, den Datenstrom "abzugreifen" -und- laufen auch noch "passenderweise" unter Linux...
Die haben doch aber auch nur 4 oder 8 Demodulatoren, oder? Da hat ein aktuelles Kabelmodem mehr...

robert_s
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Re: Auslastung des eigenen Segments ansehen

Beitrag von robert_s »

Flole hat geschrieben:
30.08.2018, 03:50
Wo kriegt man denn diese coole Software her die eine Analyse der Tarife und Geräte vornimmt?
Bislang ist das nur ein "Privatprojekt" von mir...
Flole hat geschrieben:
30.08.2018, 03:50
Wenn du mir sagst wie du gerne den Mitschnitt erstellt hättest und mein neuer Stick endlich ankommt dann lässt sich da bestimmt was machen....
"Einfach" einen rohen Paketmitschnitt (188 Bytes MPEG-2 Pakete aneinandergereiht, ungefiltert) in eine Datei dumpen. Soll in Linux mit dvbsnoop machbar sein:
https://cjsawer.whitewillow.co.uk/2017/ ... -dvbsnoop/
Flole hat geschrieben:
30.08.2018, 03:50
EDIT: Wenn mans mit ner 6490 machen kann dann würde ich das damit mal machen, hab 2 Stück die ich benutzen kann, 8 Tuner klingt doch ganz gut....
Dafür müsste man aber noch etwas Programmieraufwand reinstecken. Mein Tool ist derzeit nur single-threaded und liest die Daten direkt vom Demux und verwendet als "Datenbank" einen einfachen Array, der am Ende rausgeschrieben wird.

Um das mit Sat>IP Tunern zu betreiben, müsste man Sat>IP als Datenquelle implementieren, und für die Multikanal-Unterstützung das ganze auf Multithreaded umstricken und die Datenbank entsprechend befähigen - oder stattdessen eine richtige Datenbank-Engine verwenden.

Wobei ich sogar noch "schicker" fände, das dann auch direkt auf der Fritz!Box zu machen - wozu hat die einen 1,2GHz Dual Core ATOM? Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, ob der ausreicht, die DOCSIS-Daten von 12-14 Kanälen zu parsen, also 600-700Mbit/s.

Derzeit läuft mein Tool auf meinem NAS mit einem Marvell Kirkwood SoC, der einen 2GHz ARMv5TE Core hat, und braucht da 10-12% CPU, um einen Kanal zu parsen. Also das würde bestenfalls 8 Kanäle gleichzeitig verarbeiten können.